Autobauer Stellantis verbündet sich mit Apple-Zulieferer Foxconn

Der Autobauer Stellantis - dahinter stehen zum Beispiel Peugeot, Opel, Fiat oder Chrysler - und der langjährige Apple-Zulieferer Foxconn verbünden sich für die Entwicklung von digitalen Cockpits und Mobilitätsdiensten.
22.05.2021 03:00
Produktionsstätte von Stellantis in Frankreich.
Produktionsstätte von Stellantis in Frankreich.

Die beiden Unternehmen kündigten diese Woche die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Namen "Mobile Drive" an, das seinen Sitz in den Niederlanden haben wird. Ziel der Partnerschaft sei die Entwicklung von Hardware und Software für die Vernetzung von Fahrzeugen. Mobile Drive solle sich an Ausschreibungen beteiligen und neben Stellantis auch andere Autohersteller beliefern.

"Software ist ein strategischer Schritt für unsere Branche, und Stellantis will mit Mobile Drive eine Vorreiterrolle einnehmen", erklärte Stellantis-Chef Carlos Tavares. Der aus der Fusion der Opel-Mutter PSA mit dem italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat Chrysler hervorgegangene Stellantis-Konzern und Foxconn wollen Plattformen für Infotainment-, Telematik- und Cloud-Dienste entwickeln, die im Auto über mobiles Internet (Over-the-Air) aktualisiert werden.

Foxconn hat bereits Partnerschaften mit anderen Autoherstellern. Erst Anfang 2021 hatte sich die in Taiwan ansässige Firma mit dem chinesischen Autobauer und Daimler-Partner Geely zusammengetan, um eine Auftragsfertigung und Beratungsdienste für Mobilitätsunternehmen auf die Beine zu stellen.

In die Automobilindustrie ist viel Bewegung gekommen, seitdem Tech-Konzerne verstärkt ins Geschäft mit Daten und Diensten für E-Autos drängen. Apple wird nachgesagt, ein autonomes Fahrzeug auf die Strasse bringen zu wollen.

Dazu laufen Insidern zufolge schon seit längerem hinter den Kulissen Gespräche mit verschiedenen Partnern, die einen solche Fahrzeug bauen könnten. Sollte Apple ein solches Auto anbieten, wäre dies nicht nur eine Herausforderung für den US-Elektroautobauer Tesla. Alle grossen Autobauer arbeiten derzeit mit Hochdruck am automatisierten Fahren und investieren Milliarden, um in Zukunft auch mit Mobilitätsdiensten Geld zu verdienen. 

(Reuters/cash)