Autokonzern - Fiat-Chrysler überrascht mit Gewinnsprung

Der Autobauer Fiat-Chrysler hat den Gewinn zum Jahresauftakt dank Fortschritten in fast allen Regionen kräftig gesteigert.
26.04.2017 15:30
Vor allem mit der Luxussportwagenmarke Maserati verdiente Fiat-Chrysler im ersten Quartal viel Geld.
Vor allem mit der Luxussportwagenmarke Maserati verdiente Fiat-Chrysler im ersten Quartal viel Geld.
Bild: pixabay.com

Der bereinigte Betriebsgewinn legte von Januar bis März um 11 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro zu, wie der italienisch-amerikanische Hersteller am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten mit weniger gerechnet. Unterm Strich sprang der Gewinn sogar um mehr als ein Drittel auf 641 Millionen Euro. Bei Anlegern kamen die Zahlen gut an, die Aktie legte an der Mailänder Börse um mehr als 5 Prozent zu. Konzernchef Sergio Marchionne hatte vor wenigen Tagen erst von einem besonders schwierigen Quartal gesprochen.

Angetrieben wurde das operative Ergebnis (Ebit) durch Verbesserungen in Europa und China sowie bei der Luxussportwagenmarke Maserati. Während der Betriebsgewinn auf dem Heimatmarkt von Fiat in Europa um 85 Prozent kletterte, stieg er in der Region Asien-Pazifik um drei Viertel. In Nordamerika, wo Chrysler zuhause ist und der Konzern den Löwenteil des Gewinns einfährt, legte der Betriebsgewinn leicht zu. Dagegen fuhr der Konzern in Südamerika in die roten Zahlen. Dort schlugen unter anderem Restrukturierungskosten zu Buche. Der Konzernumsatz legte um vier Prozent auf 27,7 Milliarden Euro zu, was leicht über den Erwartungen lag.

Analysten hoben vor allem das Abschneiden Nordamerika hervor. Auf dem hart umkämpften Markt habe Fiat-Chrysler die Fähigkeit bewiesen, den Gewinn auch bei sinkenden Auslieferungen zu steigern, schreiben die Experten des Investmentberaters Evercore ISI in einem Kommentar. Das Unternehmen nannte als Grund für den Absatzrückgang dort die Einführung des neuen Jeep Compass sowie geringere Geschäfte mit Grossabnehmern, die meist Preisabschläge verlangen. Vor der Einführung neuer Fahrzeuge sinkt üblicherweise die Nachfrage nach dem Vorgängermodell.

(Reuters)