Automobilbranche - EU-Kommission verlangt 30 Prozent tiefere Auto-Emissionen

Europas Autohersteller sollen nach einem Vorschlag aus der EU-Kommission bis zum Jahr 2030 den Ausstoss schädlicher Klimagase um weitere 30 Prozent senken.
07.11.2017 14:24
Dichter Verkehr auf deutscher Autobahn: Der Abgasausstoss soll bis 2030 wesentlich sinken.
Dichter Verkehr auf deutscher Autobahn: Der Abgasausstoss soll bis 2030 wesentlich sinken.
Bild: Pixabay

Bis 2025 ist eine Minderung um 15 Prozent als Zwischenetappe geplant. Diese Zahlen wurden der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag aus informierten Kreisen bestätigt. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Die Entscheidung über den Vorschlag soll am Mittwoch in der Kommission fallen. "Das Kollegium wird über die Zahlen diskutieren, noch ist nichts beschlossen", erklärte eine Kommissionssprecherin. Es wird nicht ausgeschlossen, dass sie in dem Gremium noch einmal nachverhandelt werden.

Die neuen Vorgaben für die Jahre 2022 bis 2030 sollen helfen, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Möglich ist die Minderung nur, wenn möglichst viele Elektroautos und andere umweltfreundliche Modelle auf die Strassen kommen. Auf eine verbindliche Quote für E-Fahrzeuge will die Kommission aber verzichten.

Stattdessen plant Brüssel ein Anreizsystem: Die Autobauer müssen weniger strenge CO2-Ziele erreichen, wenn bis 2025 mindestens 15 Prozent und bis 2030 dann mindestens 30 Prozent ihrer Flotte weniger als 50 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstossen. Emissionsfreie Autos mit Elektro- oder Wasserstoffantrieb werden dabei stärker angerechnet als Hybridmodelle. Die Hersteller müssen aber keine Sanktionen fürchten, wenn sie die jeweiligen Zielwerte für emissionsfreie oder emissionsarme Autos nicht erreichen.

(AWP)