Automobilhersteller - Unzulängliche Sicherheitschecks bei Nissan seit 20 Jahren

Der Skandal um unzulängliche Sicherheitschecks bei der Endabnahme von neuen Autos bei Nissan reicht einem Bericht zufolge mindestens 20 Jahre zurück.
20.10.2017 07:43
Nissan ist ein japanischer Automobilhersteller und im Nikkei 225 gelistet.
Nissan ist ein japanischer Automobilhersteller und im Nikkei 225 gelistet.
Bild: pixabay.com

Ein Nissan-Sprecher lehnte es am Freitag ab, einen entsprechenden Bericht des Senders NHK zu dementieren oder zu bestätigen. Erst am Donnerstag hatte der zweitgrösste japanische Autobauer angekündigt, die Produktion für den inländischen Markt vorübergehend zu stoppen, weil bei Untersuchungen erneut Mängel bei der Endkontrolle festgestellt worden seien.

Nissan-Chef Hiroto Saikawa sagte, es werde mindestens zwei Wochen dauern, um den Problemen auf den Grund zu gehen und die Abläufe zu verbessern. Nissan hatte unlängst bereits den Rückruf von mehr als 1,2 Millionen Autos angekündigt, weil diese in den vergangenen drei Jahren von nicht autorisierten Inspektoren abgenommen wurden.

Der Fall schadet nicht nur Nissans Ruf erheblich. Er wirft nach Meinung von Experten auch die Frage auf, inwieweit in Japan Qualitätsregeln eingehalten werden.

Japans drittgrösster Stahlproduzent Kobe Steel hatte zugegeben, über Jahre falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht zu haben.

(AWP)