Backwaren-Konzern - Aryzta erleidet Gewinneinbruch

Der Backwaren-Konzern Aryzta hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 (per Ende Januar) wie erwartet eine Umsatz- und Gewinneinbusse erlitten.
13.03.2017 07:34
Dessertgebäck von Aryzta: Der Konzern macht bittere Zeiten durch.
Dessertgebäck von Aryzta: Der Konzern macht bittere Zeiten durch.
Bild: ZVG

Der Umsatz von Aryzta nahm um 2,8% auf 1,91 Mrd EUR ab, wie das irisch-schweizerische Unternehmen am Montag mitteilte. Organisch resultierte ein Rückgang von 1,6%.

Der operative Gewinn auf Stufe EBITA verringerte sich derweil um satte 31% auf 158,5 Mio EUR, womit die entsprechende Marge um 350 Basispunkte auf 8,3% sank. Auf Stufe Reingewinn ergab sich beim Gewinn pro Aktie (EPS) ein Minus von 22% auf 123,2 Euro-Cent.

Die Zahlen waren keine grosse Überraschung, nachdem das Unternehmen Ende Januar eine massive Gewinnwarnung ausgesprochen hatte. Entsprechend werden nun die Prognosen der Analysten (AWP-Konsens) in etwa getroffen. Diese hatten für den Umsatz 1,92 Mrd EUR, für den EBITA 163,7 Mio EUR und für den EPS 121 Euro-Cent prognostiziert.

Für das Gesamtjahr gibt es keine Prognose: "Unter diesen Umständen ist der Verwaltungsrat nicht in der Lage, eine Guidance abzugeben", heisst es bloss.

Damit wird angesprochen, dass das Unternehmen im personellen Umbruch ist. Dieser Managementwechsel soll nun beschleunigt werden. So sollen CEO Owen Killian, CFO/COO Patrick McEniff und CEO Americas John Yamin das Unternehmen schon per Ende März verlassen und nicht erst im Juli, wie es bei der Ankündigung der Abgänge im Februar geheissen hatte. Ausserdem hat der Verwaltungsrat David Wilkinson zum Interim-CFO ernannt; er ist aktuell für das Beratungsunternehmen KPMG in Irland tätig.

(AWP)