Backwaren - Wechselkurse bescheren Aryzta ein Umsatzplus

Der Backwarenkonzern Aryzta hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 den Umsatz dank des Währungseinflusses gesteigert, organisch ist die Gesellschaft nicht weiter geschrumpft.
30.05.2017 07:33
Frische Gipfeli von Aryzta.
Frische Gipfeli von Aryzta.
Bild: ZVG

Der Umsatz nahm in der Periode von Februar bis April 2017 um 2,7 Prozent auf 975,2 Mio EUR zu. Organisch betrug das Wachstum 0,0 Prozent, Akquisitionen hatten keinen Effekt und Währungen machten +2,7 Prozent aus, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte. Einen Ausblick auf den Rest des Jahres macht das Unternehmen nicht.

Aryzta hatte in den vorangegangenen zwei Quartalen ein rückläufiges organische Wachstum (Q1 -1,2 Prozent; Q2 -2,0 Prozent) verzeichnet. Auf die Neunmonatsperiode von August bis April ergibt sich ein Minus von 1,0 Prozent auf 2,88 Mrd EUR, wobei das organische Wachstum -1,1 Prozent beträgt, die Akquisitionen ebenfalls -1,1 Prozent und die Währungen +1,2 Prozent ausmachten.

Mit den vorgelegten Zahlen hat der Konzern die Prognosen von Analysten (AWP-Konsens) übertroffen. Diese hatten für das dritte Quartal mit einem organischen Wachstum von -3,2 Prozent (-3,5 bis -2,2 Prozent) und einem Umsatz von 939,5 Mio EUR (818 bis 966 Mio) gerechnet. Nach Regionen wuchs im dritten Quartal Europa um 4,3 Prozent, während Nordamerika sich mit -4,3 Prozent weiterhin negativ entwickelte. Für die kleine Region "Rest der Welt" weist der Konzern ein organisches Wachstum von 3,7 Prozent ausgewiesen.

Einen Ausblick zum Gesamtjahr machte Aryzta weiterhin nicht. Die Gesellschaft sehe sich angesichts des Wechsels an der Führungsspitze nicht in der Lage, eine Guidance abzugeben, wird in der Medienmitteilung eine früher gemachte Aussage wiederholt. Die Anpassungen der Kapazitäten in Europa werde derweil signifikant länger dauern, als ursprünglich angenommen, heisst es weiter.

(AWP)