Backwarenhersteller - Aryzta-Generalversammlung: Tiefe Zustimmung zu Vergütungsbericht

Die Aktionäre des Backwarenkonzerns Aryzta haben am Donnerstag an der Generalversammlung allen Anträgen des Verwaltungsrats zugstimmt. Allerdings gab es bei zwei Traktanden eine relativ tiefe Zustimmung.
15.11.2019 06:54
Kevin Toland will als CEO des Problemkonzerns Aryzta das Steuer herumreissen.
Kevin Toland will als CEO des Problemkonzerns Aryzta das Steuer herumreissen.
Bild: cash

So erhielt der Vergütungsbericht in der Konsultativabstimmung nur 77,62 Prozent Ja-Stimmen und die Schaffung von bedingtem Kapital sogar nur 69,88 Prozent. Alle anderen Traktanden wurden mit Ja-Mehrheiten von knapp unter oder über 90 Prozent gutgeheissen und auch die Verwaltungsräte wurden mit je über 90 Prozent der Stimmen wiedergewählt, wie Aryzta am Donnerstagabend mitteilte.

Im Vorfeld hattender Generalversammlung die zwei Stimmrechtsberater Glass Lewis und zRating ein Nein zum Vergütungsbericht empfohlen. Dagegen stellten sich Ethos und der einflussreiche US-Stimmrechtsberater ISS in dieser Frage hinter Aryzta.

Aryzta hat seiner Geschäftsleitung für das im Juli abgelaufene Geschäftsjahr insgesamt 19,1 Millionen Franken bezahlt, nach 9,9 Millionen im Vorjahr. Aryzta-Chef Kevin Toland erhielt 4,5 Millionen Franken, nachdem er im Vorjahr noch 1,1 Millionen bezogen hatte.

Die hohe Zahl von Nein-Stimmen beim Vergütungsbericht und bei der Schaffung von bedingtem Kapital werde zur Kenntnis genommen, hiess es in der Mitteilung vom Donnerstagabend. Der Vergütungsausschuss nehme die Rückmeldungen von Aktionären und Stimmrechtsberatern generell in seine Erwägungen auf.

In Bezug auf das bedingt geschaffene Kapital wurde betont, dass das für Aktienpläne geschaffene Kapital nicht mehr als 5 Prozent aller Aktien ausmachen werde.

(AWP)

 

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