Bank Bawag - Österreichs grösster Börsengang perfekt

Die österreichische Bank Bawag kann beim Börsengang nicht ganz so viel erlösen wie erhofft. Dennoch ist das IPO mit einem Erlös von knapp zwei Milliarden Euro das grösste in der Geschichte der Wiener Börse.
25.10.2017 07:33
Neu und alt: Blick auf die Domkirche St. Stephan in Wien.
Neu und alt: Blick auf die Domkirche St. Stephan in Wien.
Bild: cash

Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden 40,25 Millionen Aktien zu 48 Euro das Stück und damit fast am unteren Ende der Preisspanne von 47 bis 52 Euro platziert, teilte die Bank am Dienstag in Wien mit.

Mit einem Emissionserlös von 1,9 Milliarden Euro ist die Platzierung der Bawag, die vor dem Börsengang grösstenteils den Finanzinvestoren Cerberus und Golden Tree gehörte, aber immer noch der grösste Börsengang in der Geschichte der Wiener Börse. Die platzierten Aktien, die am Mittwoch erstmals gehandelt werden sollen, stammen alle aus dem Besitz von Altaktionären.

Nach der Platzierung liege der Streubesitz bei 40 Prozent. Der Börsenwert der Bawag liegt gemessen am Emissionspreis bei 4,8 Milliarden Euro. Die Bawag (Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse AG) ist vor etwas mehr als zehn Jahren wegen fehlgelaufener Spekulationen in Schieflage geraten.

2006 musste die Gewerkschaft ÖGB die Bawag verkaufen. Cerberus übernahm erst fast alle Anteile, platzierte dann aber im Jahr 2012 einen Teil an Golden Tree weiter. Cerberus hatte zuletzt verstärkt ein Auge auf angeschlagene europäische Banken geworfen, da er diese zum Teil für unterbewertet hält.

In Deutschland hat sich der Investor im Sommer ein fünfprozentiges Paket an der Commerzbank für mehrere hundert Millionen Euro gesichert.

(AWP)