Bank Vontobel wegen Hoeness-Affäre gebüsst

Die Zürcher Privatbank Vontobel hat diese Woche die Steuerhinterziehungs-Affäre um Uli Hoeness beendet. Sie muss eine Geldbusse von 4,5 Millionen Euro bezahlen.
19.03.2016 11:33
Uli Hoeness wurde wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Uli Hoeness wurde wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Bild: FCB

Jürg Hügli, der Ex-Banker der Privatbank Vontobel, wurde vom Amtsgericht München wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu einer einjährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von 90'000 EUR verurteilt. Hüglis früherer Arbeitgeber muss eine Geldbusse von 4,5 Mio EUR zahlen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Vorabdruck der Samstagsausgabe).

Über Hügli hatte Uli Hoeness seine Devisengeschäfte abgewickelt. Wegen der Hinterziehung von 28,5 Mio EUR an Steuern war der ehemalige Präsident des FC Bayern München im März 2014 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Ende Februar wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen und die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt.

Hügli hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Nach dem Strafbefehl laute der Tatbestand "Beihilfe zur Steuerhinterziehung in sieben Fällen". Die Busse gegen die Bank Vontobel wurde damit begründet, dass das Institut "auf fahrlässige Weise ihre Aufsichtspflichten verletzt" habe. Vontobel habe es an einer angemessenen Überwachung und Organisation mangeln lassen.

Ein Sprecher von Vontobel bestätigte gegenüber der FAZ, dass das Verfahren gegen die Bank in dieser Woche mit einem Bussgeld beendet worden sei.

(AWP)