Banken - Bei Entlassung: Commerzbank zahlt 20'000 Euro Mindestabfindung

Die Commerzbank will den Mitarbeitern, die sie im Zuge ihrer Umstrukturierung entlässt, eine Abfindung in Höhe von mindestens 20'000 Euro anbieten.
02.07.2017 08:45
Gebäude der Commerzbank in Frankfurt.
Gebäude der Commerzbank in Frankfurt.
Bild: cash

Die angebotene Abfindung kann höher ausfallen, abhängig davon wie viele Jahre ein Mitarbeiter bei der Commerzbank tätig war. Für jedes Jahr will die Bank mindestens ein dreiviertel Bruttomonatsgehalt anrechnen, wie aus den Unterlagen hervorgeht.

Commerzbank-Chef Martin Zielke hatte im vergangenen September seine Umbau-Strategie "Commerzbank 4.0" vorgestellt. Sie sieht vor, die Profitabilität zu stärken, indem unter anderem netto 7300 Arbeitsplätzen bis Ende 2020 gestrichen werden. Kürzlich hatte Bank mitgeteilt, die damit einhergehenden Restrukturierungskosten würden niedriger ausfallen als zunächst geschätzt und bereits im zweiten Quartal vollständig verbucht, was zu einem Konzernverlust für diesen Zeitraum führen werde.

Das Angebot der Commerzbank für die Abfindungszahlungen wird zurzeit mit dem Betriebsrat diskutiert und unterliegt dessen Zustimmung. Die Bank hofft, diese bis zum 13. Juli zu erhalten, wie aus den Unterlagen hervorgeht.

Der aktualisierte Plan für die Stellenstreichungen, der in den Unterlagen enthalten ist, zeigt, dass die Zahl der Mitarbeiter in dem von Michael Mandel geleiteten Geschäftsbereich Retail- und kleine Gewerbekunden nur um 7,7 Prozent auf 9406 Personen schrumpfen soll, während sie im Bereich Geschäftskunden um 37 Prozent auf 2982 sinken soll. Das liegt auch an der geplanten Abspaltung der Sparte Equity Markets und Rohstoffe und einer Verlagerung von Back-Office-Positionen zu zentralen Einheiten.

Die gesamte Mitarbeiterzahl der Commerzbank ohne Tochtergesellschaften wird bis Ende 2020 auf 21.854 fallen. Im Konzern soll im gleichen Zeitraum die Zahl der Beschäftigten auf 36.000 reduziert werden. Das Investmentbankengeschäft der Commerzbank, Advisory & Primary Markets genannt, zählt zu den Bereichen in denen die Mitarbeiterzahl steigen soll, und zwar von 461 auf 497.

(Bloomberg)