Banken - BEKB trotzt Druck im Zinsgeschäft

Die Berner Kantonalbank (BEKB) hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr erhöht.
04.08.2017 08:02
Der Hauptsitz der Berner Kantonalbank am Bundesplatz in Bern.
Der Hauptsitz der Berner Kantonalbank am Bundesplatz in Bern.
Bild: ZVG

So legte der Geschäftserfolg um 9,3 Prozent auf 79,7 Mio CHF zu. Unter dem Strich resultierte ein ebenfalls höherer Halbjahresgewinn, wie das Staatsinstitut am Freitag mitteilte. Für das Gesamtjahr stellt die BEKB bei gleichbleibenden Verhältnissen an den Geld- und Kapitalmärkten ein leicht höheres Jahresergebnis in Aussicht.

Den Halbjahresgewinn beziffert die BEKB konkret auf 56,9 Mio CHF und damit ein Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Wie die Bank weiter mitteilt, kam es im ersten Semester zu einem ausserordentlichen Ertrag aus Verkaufsgewinnen von Sachanlagen.

Auch der Geschäftsertrag nahm zu. Hier weist die Kantonalbank für das erste Halbjahr 226,0 Mio CHF aus nach 215,2 Mio im Jahr davor. Dabei steuerte der wichtigste Ertragspfeiler, das Zinsengeschäft, 152,8 Mio CHF bei, und damit 1,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2016. Die BEKB führt den Anstieg darauf zurück, dass ausfallrisikobedingte Wertberichtigungen aufgelöst wurden. Dennoch bleibe die Zinsmarge aber weiter unter Druck, da seit Jahren auslaufende Festzinshypotheken zu tieferen Zinssätzen verlängert werden.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft stieg auf 52,8 Mio CHF (VJ 47,3 Mio) an, und auch im Handelsgeschäft weist die BEKB mit 9,6 Mio CHF einen um 5,5 Prozent höheren Erfolg aus als im Vorjahr. Der Geschäftsaufwand fiel mit einem Rückgang um 0,6 Prozent auf 126,0 Mio CHF in etwa auf dem Niveau des Vorjahres aus. Laut Mitteilung nahmen sowohl Personal- als auch Sachaufwand leicht ab. Die Kundenausleihungen erhöhten sich gegenüber dem Stand von Ende 2016 um 572 Mio auf 21,1 Mrd CHF. Dabei nahmen die Hypothekarforderungen um 2,5 Prozent auf 20,2 Mrd zu.

(AWP)