Banken - Die Deutsche Bank sticht alle andern Banken beim Jahresstart aus

Ausgerechnet das Kriseninstitut Deutsche Bank performt seit dem Jahresbeginn sehr gut. Eine deutsche Finanzwebsite hat sich auf die Suche nach den Gründen gemacht.
15.01.2020 15:08
Von Marc Forster
Eine Niederlassung der deutschen Bank am Kurfürstendamm in Berlin.
Eine Niederlassung der deutschen Bank am Kurfürstendamm in Berlin.
Bild: cash/mfo

Das deutsche Kriseninstitut schlechthin, die Deutsche Bank, hat dieses Jahr schon eine starke Performance hinter sich: Mit einem Plus von 9,6 Prozent in den ersten Handelstagen lässt sie damit die meisten anderen Banken im Schatten. Wie die deutsche Wirtschaftswebsite finanz-szene.de schreibt, ist von 246 beobachteten Banken weltweit nur der Kursgewinn der kleinkapitalisierten griechischen Piräus Bank besser. Finanz-szene.de stützt sich auf Daten der UBS.

Geschüttelt von Krisen, geschlagen mit einem ertragsschwachen Investmentbanking und ohne klare Richtung in der Geschäftspolitik, hat die Deutsche Bank in den vergangenen drei Jahren ihren Börsenwert halbiert.

Von den 246 Banken, von denen weiter oben die Rede war, hat die Deutsche Bank die am drittschlechtesten erwartete Eigenkapitalrendite. Dividende wiederum können Deutsche-Bank-Aktionäre in der nächsten Ausschüttungsrunde wohl vergessen, denn die finanzelle Lage des Unternehmens ist angespannt.

Dass die Aktie dennoch so stark angestiegen ist, liegt laut finanz-szene.de an mehreren Gründen. Eine interessante Beobachtung ist, dass die Versicherungen gegen eine Pleite der Deutschen Bank, wie sie über Derivate abgeschlossen werden können, in letzter Zeit billiger geworden sind. Gemeldeten Daten zufolge ist auch die Zahl der Investoren, die bei der Deutschen Bank Leerpositionen halten, seit dem Sommer 2019 deutlich zurückgegangen.

Der Kurs der Deutsche-Bank-Aktie in den vergangenen fünf Jahren (Grafik: cash.ch).

Ein bisschen profitiert die Deutsche Bank, die wie alle Banken dieser Art relativ stark von Konjunkturbewegungen abhängig ist, von den steigenden Anleihenzinsen. Nachdem 2019 deutsche Staatsanleihen, die so genannten Bunds, in allen Laufzeiten negative Renditen aufweisen, sind zumindest 30-jährige Regierungsobligationen wieder ins positive Territorium zurückgekehrt. Bei den wichtigen 10-jährigen Obligationen hat sich die Rendite seit Mitte 2019 um 0,5 Punkte auf aktuell -0,17 Prozent erhöht.

Schliesslich dürfte das sehr gute Börsenjahr 2019 der Fondsgesellschaft DWS zu guten Erträgen verhelfen, an der die Deutsche Bank knapp 80 Prozent hält. Und schliesslich – ein Merkmal vieler Bankaktien derzeit – lädt die jahrelange Kurschrumpfung der Deutsche-Bank-Aktie natürlich gerade jetzt, wenn am Jahresanfang die Portfolios neu ausgerichtet werden, die Wagemutigen und die Zocker zum Investieren ein.

 

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