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Banken - Julius Bär verwaltet mehr Geld als angenommen

Die Julius Bär Gruppe hat die verwalteten Vermögen per Ende Oktober auf einen neuen Rekordstand gesteigert.
20.11.2017 07:36
Das Logo von Julius Bär.
Das Logo von Julius Bär.
Bild: Bloomberg

Die "Assets under Management" stiegen auf 393 Mrd CHF, nach 355 Mrd per Mitte 2017. Der Anstieg sei auf anhaltende Netto-Neugeldzuflüsse wie auch auf die anhaltend positive Marktperformance und die Aufwertung des Euros gegenüber dem Schweizer Franken zurückzuführen, teilte der Vermögensverwalter am Montag mit.

Seit Jahresbeginn nahmen die von Julius Bär verwalteten Vermögen um 57 Mrd oder 17 Prozent zu, wie es weiter heisst. Der annualisierte Netto-Neugeldzufluss sei über dem mittelfristigen Zielbereich von annualisiert 4-6 Prozent ausgefallen. Unterstützt wurde das Neugeldwachstum laut Mitteilung durch einen "substanziellen Beitrag" der in den letzten zwei Jahren eingestellten Kundenberater.

Auf den verwalteten Vermögen verdiente das Institut mit "knapp unter 90 Basispunkten (BP)" etwas weniger als noch im ersten Semester mit 92 BP. Dies sei vor allem auf den Ertragsrückgang aus den Devisenhandelsgeschäften der Kunden seit Ende Juni zurückzuführen.

Kostenbilanz besser

Die Cost/Income-Ratio habe sich im Berichtszeitraum - im Einklang mit der Jahresprognose der Gruppe - weiter in Richtung des mittelfristigen Zielbereichs von 64-68 Prozent verbessert.

In den ersten zehn Monaten habe die Kennzahl - aus der Integrations- und Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen und Wertberichtungen ausgeklammert sind - unter 69 Prozent gelegen nach 69,1 Prozent im ersten Halbjahr. "Die Cost/Income Ratio dürfte sich im Jahr 2018 weiter verbessern und in den mittelfristigen Zielbereich hineinbewegen", heisst es. Mit den verwalteten Vermögen hat der Vermögensverwalter auch die Erwartungen am Markt (AWP-Konsens) klar übertroffen, die Analysten hatten die Kundenvermögen bei 373 Mrd CHF erwartet. Den Neugeldzufluss erwarteten sie bei 6,0 Prozent und die Bruttomarge bei 90 BP.

Die BIZ Kernkapitalquote (Tier 1) betrug per Ende Oktober 16,4 Prozent (auf vollständig umgesetzter Basis 13,4 Prozent), die BIZ Gesamtkapitalquote lag bei 21,8 Prozent (vollständig umgesetzte Basis 21,2 Prozent). Beide Kapitalquoten lagen damit über den Zielwerten der Gruppe und übertrafen auch die regulatorischen Mindestanforderungen deutlich.

(AWP)