Banken - UBS wegen Abschreiber mit noch 1,2 Milliarden Franken Jahresgewinn

Die Grossbank UBS kann erwartungsgemäss beim Gewinn nicht an das Ergebnis des Vorjahrs anknüpfen.
22.01.2018 07:25
UBS-Leuchtkörper an einer Bankfiliale am Talacker in Zürich.
UBS-Leuchtkörper an einer Bankfiliale am Talacker in Zürich.
Bild: cash

Der Konzerngewinn der Bank fällt 2017 mit 1,2 Milliarden Franken um über 60 Prozent tiefer aus als im Vorjahr. Grund dafür sind vor allem Sonderfaktoren. So hat im vierten Quartal insbesondere eine Abschreibungen auf Steuergutschriften in den USA das Ergebnis mit 2,9 Milliarden Franken belastet, wie die UBS am Montag mitteilte. Grund dafür ist die Steuerreform in den USA, die bei allen in den USA tätigen Banken zu einer Abwertung latenter Steuergutschriften geführt hat.

Ohne diesen Sonderfaktor wäre der Reingewinn um 26 Prozent gestiegen und hätte über dem Vorjahr gelegen, wie die UBS am Montag mitteilte Geschäftlich war die Grossbank 2017 denn auch erfolgreicher als im Vorjahr unterwegs.

So konnte die Grossbank einerseits die Erträge von 28,3 Milliarden Franken 2016 auf 29,1 Milliarden Franken steigern. Dank eines Sparprogramms reduzierten sich auch die Aufwendungen um über eine halbe Milliarden Franken im Vorjahr auf noch 23,7 Milliarden Franken. Der Vorsteuergewinn ohne Sonderkosten erhöhte sich entsprechend von 4,1 Milliarden Franken auf 5,4 Milliarden Franken. Zu dieser Steigerung beigetragen haben fast alle Geschäftseinheiten.

Steigerung in der Vermögensverwaltung

Besonders im Kerngeschäft, in der Vermögensverwaltung, konnte sich die Bank deutlich steigern. Aber auch die Investmentbank erzielte nach einem deutlichen Gewinneinbruch im Vorjahr wieder ein ansprechendes Ergebnis. Tiefer fiel dagegen der Vorsteuergewinn im Schweizer Geschäft aus.

Den globalen Vermögensverwaltungseinheiten flossen in der Periode von Oktober bis Dezember Nettoneugelder in Höhe von 13,8 Milliarden Franken (Vorquartal 2,4 Milliarden) zu. Das Wealth Management zog 14,2 Milliarden Franken an, im Bereich Wealth Management Americas flossen dagegen 0,5 Milliarden USD ab. Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende Jahr auf 3'179 Milliarden Franken und lagen damit über den 3'054 Milliarden per Ende September.

Geringfügig stärker präsentiert sich die Kapitalposition der Bank. Die harte Kernkapitalquote (CET1, vollständig umgesetzt) erhöhte sich per Ende Quartal auf 13,8 Prozent von 13,7 Prozent per Ende drittes Quartal. Die CET1-Leverage Ratio lag zum Jahresende unverändert bei 3,7 Prozent.

Höhere Dividende

Zur Steigerung beigetragen haben auch tiefere Kosten aus Geschäftsfeldern, die die UBS nicht mehr weiterführt. Diese Kosten haben sich gegenüber dem Vorjahr fast um drei Viertel reduziert.

Die Aktionäre sollen eine auf 0,65 Franken erhöhte ordentliche Dividende erhalten. Im Vorjahr wurden 0,60 Franken bezahlt. Zudem plant die Grossbank einen Aktienrückkauf von bis zu maximal 2 Milliarden Franken über die nächsten drei Jahre. Titel im Wert von maximal 550 Mio sollen dabei im laufenden Jahr 2018 zurückgekauft werden. "2017 war ein hervorragendes Jahr für uns. Wir erzielten ein stärkeres Resultat als im Vorjahr und erreichten unsere anvisierten Nettokosteneinsparungen", kommentiert CEO Sergio Ermotti die Leistung.

(SDA/AWP)