Banken - Vontobel muss etwas Federn lassen

Die Bank Vontobel hat im ersten Semester des laufenden Jahres weniger verdient als im Vorjahr.
27.07.2017 08:30
Niederlassung der Bank Vontobel in Bern.
Niederlassung der Bank Vontobel in Bern.
Bild: cash

Das Konzernergebnis verminderte sich um 4 Prozent auf 101,5 Mio CHF, wie Vontobel am Donnerstag mitteilt. Das um die letztmals eingenommenen Helvetia-Dividende und dem Aufwand für die Vescore-Integration bereinigte Konzernergebnis stieg indes um 7 Prozent auf 106,1 Mio.

Die Bank konnte in den ersten sechs Monaten Netto-Neugelder in Höhe von 0,3 Mrd CHF anziehen. In der Vorjahresperiode 2016 waren wegen dem Abgang eines wichtigen Fondsmanagers unter dem Strich Gelder in Höhe von 8,4 Mrd CHF abgeflossen.

Die verwalteten Vermögen (AuM) lagen per Ende Juni bei 146,5 Mrd CHF, nachdem sie Ende 2016 noch 138,5 Mrd CHF betragen hatten. Die gesamten Kundenvermögen einschliesslich der Custody-Vermögen lagen mit 207,7 Mrd CHF um 6 Prozent über dem Stand von Ende Jahr. Der Betriebsertrag erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4 Prozent auf 517,5 Mio CHF. Der Geschäftsaufwand nahm ebenfalls zu um 8 Prozent auf 395,0 Mio CHF.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat die Bankengruppe die Markterwartungen nicht ganz erfüllt. Von AWP befragte Analysten rechneten im Durchschnitt mit einem Betriebsertrag von 509,9 Mio CHF und einem Konzernergebnis von 103,4. Sie hatten zudem einen leichten Netto-Neugeldzufluss von 0,4 Mrd erwartet und sahen die AuM bei 144,6 Mrd CHF. Für den Rest des Jahres zeigt sich die Bank zuversichtlich. Insgesamt erwartet sie ein solides Jahresergebnis.

(AWP)