Bankenbranche mit weniger Angestellten

Im ersten Quartal dieses Jahres haben im Vergleich zum Vorjahr schweizweit fast 5 Prozent weniger Personen in der Bankbranche gearbeitet.
23.06.2016 18:40
Es gibt weniger arbeitslose Banker, aber auch weniger Stellen. Bild: Der Stellenmarkt in der Neuen Luzerner Zeitung.
Es gibt weniger arbeitslose Banker, aber auch weniger Stellen. Bild: Der Stellenmarkt in der Neuen Luzerner Zeitung.
Bild: cash

Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote unter den Bankangestellten gegenüber dem Vorjahresquartal zurückgegangen, wie ein Branchenmonitor zeigt.

Im ersten Quartal 2016 arbeiteten in der Schweiz rund 105'000 Personen in der Bankbranche. Dies entspricht einer Abnahme um 4,8% (oder 5300 Vollzeitstellen) gegenüber dem Vorjahresquartal, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Arbeitgeber Banken Monitor hervorgeht.

Die Abnahme der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahresquartal sei dem Stellenabbau in der zweiten Hälfte des Jahres 2015 geschuldet, heisst es in der Medienmitteilung. Sie sei noch nicht auf die Ankündigungen verschiedener Bankinstitute im letzten Quartal 2015 über einen Stellenabbau zurückzuführen.

Tiefere Arbeitslosenquote

Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,7% (-65 Personen). Damit verzeichnete die Bankenbranche im ersten Quartal 2016 durchschnittlich 2367 Arbeitslose.

Die Branche halte sich im Vergleich zur Gesamtwirtschaft sehr gut, da die Zahl der Arbeitslosen schweizweit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,7% zugenommen habe, schreiben die Branchenvertreter.

Erfreulich entwickelten sich aus ihrer Sicht die wichtigsten Finanzplätze in der Schweiz. Im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich weniger Arbeitslose gemeldet waren demnach in den Kantonen Zürich (-7,3%), Waadt (-2,0%), Basel (-19,6%) und Genf (-4,1%).

Die Ausnahme bildete der Kanton Tessin mit 17,9% mehr als arbeitslos gemeldeten Personen. Dies werde in absoluten Zahlen (plus 17 Personen) allerdings wieder relativiert, heisst es weiter.

Der Arbeitgeber Banken Monitor wird vierteljährlich vom Arbeitgeberverband der Banken in der Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wirtschaftsstudien Basel IWSB erarbeitet.

(AWP)