Barclays-Studie - Perspektiven für Banken hellen sich auf

Nach der unterdurchschnittlichen Entwicklung der vergangenen Monate macht Barclays für den europäischen Bankensektor günstige Signale aus.
24.09.2018 12:32
Blick auf das Pariser Geschäfts- und Bankenviertel La Défense.
Blick auf das Pariser Geschäfts- und Bankenviertel La Défense.
Bild: Pixabay

Auf den Rückgang um rund zwölf Prozent seit Jahresbeginn hin haben die Aktienstrategen um Emmanuel Cau die Branche daher auf "Overweight" von "Marketweight" erhöht. Die Anhebung erfolgt in Zusammenhang mit einer positiveren Einschätzung der europäischen Aktienmärkte. Deren Chance-Risiko-Verhältnis hat sich nach Einschätzung von Barclays verbessert. Die Bewertungen seien günstig, nachdem Investoren zuletzt 25 Wochen in Folge Kapital aus dieser Marktregion abgezogen hätten.

Für den Bankensektor sprechen den Experten zufolge die Einkaufsmanagerindizes und die Anleiherenditen. Die richtungsweisenden Indikatoren seien in einem Aufwärtstrend. Wichtige Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis und der Buchwert bewegten sich zudem nahe der zyklischen Tiefs. Ebenso habe sich die Kapitalbasis verbessert: Der Umfang der faulen Kredite gehe zurück und das Kreditwachstum entwickele sich günstig. Die Schwellenländer, die politische Situation in Italien sowie der Brexit belasteten zwar weiterhin; ein Grossteil der Probleme sei aber in den Kursen eingepreist.

Die Hochstufung der Bankaktien ist für die Analysten auch Ausdruck einer veränderten Positionierung: Zyklische Branchen seien im dritten Quartal schlechter gelaufen als defensive und inzwischen günstig bewertet. Daher hat Barclays den Pharmasektor auf "Market Weight" sowie den Immobiliensektor auf "Underweight" abgestuft.

(AWP)