BASF verdient deutlich weniger

Der Chemiekonzern BASF hat vor allem wegen des Verkaufs seiner Erdgashandelsaktivitäten auch unter dem Strich deutlich weniger verdient als ein Jahr zuvor.
27.10.2016 07:21
Das Herz der BASF-Gruppe ist die BASF SE mit ihrem Stammwerk in Ludwigshafen am Rhein.
Das Herz der BASF-Gruppe ist die BASF SE mit ihrem Stammwerk in Ludwigshafen am Rhein.
Bild: ZVG

Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn sank im dritten Quartal um 27 Prozent auf 888 Millionen Euro, wie die im Dax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Ludwigshafen mitteilte. Neben dem Öl- und Gasgeschäft, das aufgrund des fehlenden Erdgashandelsgeschäfts einen Umsatz- und Gewinneinbruch verzeichnete, entwickelte sich auch das Geschäft mit Basis-Chemikalien vor allem wegen niedriger Verkaufspreise schlechter.

Besser lief es für die Ludwigshafener mit chemischen Zusatzstoffen (Performance Products) sowie Lacken, Kunst- und Baustoffen (Functional Materials & Solutions). Auch die Pflanzenschutz-Sparte (Agricultural Solutions) entwickelte sich besser. Die Ziele für das laufende Jahr bestätigte das Unternehmen trotz der jüngsten Explosion im Werk Ludwigshafen.

BASF hatte bereits vor gut zwei Wochen überraschend Eckdaten für den Zeitraum Juli bis Ende September 2016 vorgelegt. Der Umsatz schrumpfte um ein Fünftel auf 14 Milliarden Euro. Hier machte sich vor allem das fehlende Gashandels- und Gasspeichergeschäft bemerkbar, das BASF im Zuge eines Tausches an den russischen Energieriesen Gazprom abtrat. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach um 22 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro ein. Bereinigt um Einmaleffekte ging das operative Ergebnis um 5 Prozent auf gut 1,5 Milliarden Euro zurück.

(AWP)