Bauausrüster - Arbonia übertrifft die Gewinnerwartungen im ersten Halbjahr

Der Bauausrüster Arbonia hat im ersten Halbjahr 2019 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Der Gewinn übertrifft die Markterwartungen, der Umsatz jedoch nicht.
13.08.2019 08:00
Alexander von Witzleben ist CEO und VR-Präsident von Arbonia.
Alexander von Witzleben ist CEO und VR-Präsident von Arbonia.
Bild: cash

Der Umsatz stieg um 6,6 Prozent auf 688,4 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Akquisitions- und währungsbereinigt betrug das Wachstum jedoch nur 1,4 Prozent.

Der ausgewiesene Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA ohne Sondereffekte legte um 29 Prozent auf 52,3 Millionen zu. Inklusive Sondereffekte betrug der Anstieg 9,3 Prozent auf 48,3 Millionen. Das Konzernergebnis betrug derweil 7,0 Millionen nach 2,7 Millionen im Vorjahr.

Damit hat Arbonia die Erwartungen der Analysten bei den Ergebniszahlen übertroffen und beim Umsatz nicht ganz erreicht. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 697,5 Millionen Franken, für den adjustierten EBITDA bei 51,3 Millionen und den Reingewinn bei 5,2 Millionen.

Arbonia hatte im Vorjahr den Heizkörperhersteller Vasco (ab 1. Juni) und Tecna (1. September) hinzugekauft, was die Ergebnisse insbesondere in der Division Heizung/Klima Lüftung (HKL) beeinflusste. Ein Werk von Vasco in Belgien wurde geschlossen und Produktionsverlagerungen durchgeführt.

Märkte mit unterschiedlichen Entwicklungen

Das Unternehmen bewertet die Entwicklung in den wichtigsten Märkten unterschiedlich. Im Heimmarkt Schweiz verlaufe die Wohnbautätigkeit seit Jahren auf hohem Niveau, jedoch seien die Auftragseingänge und die Anzahl der Baubewilligungen im Berichtszeitraum rückläufig gewesen.

In Deutschland werde die Bautätigkeit durch den Mangel an Bauland und Handwerkern gebremst. In Polen und anderen osteuropäischen Ländern halte die Produktivitätssteigerung nicht mit der Lohnentwicklung mit und es gebe einen Fachkräftemangel. In Italien habe die politische Instabilität die wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst und in Frankreich habe sich der Konsum in den ersten Monaten des Jahres 2019 stärker entwickelt.

Auf Ebene der Divisionen wies HKL aufgrund der Zukäufe ein Umsatzplus von 22 Prozent auf 274,6 Millionen Franken aus, währungs- und akquisitionsbereinigt betrug das Wachstum 2,6 Prozent. Mit +0,9 Prozent auf 182 Millionen legte der Umsatz in der Division Türen zu. Bei der Division Sanitär war der Umsatz um 3,3 Prozent 71,7 Millionen rückläufig. Auch die Division Fenster (Umsatz -3,9%, 159,3 Mio) setzte weniger ab.

Ausblick bestätigt

Der Ausblick für 2019 wurde bestätigt. Für das laufende Geschäftsjahr wird weiter ein organisches Umsatzwachstum von 3 Prozent sowie ein EBITDA in der Grössenordnung von 128 bis 136 Millionen erwartet.

Das Unternehmen werde im zweiten Semester den eingeschlagenen strategischen Stossrichtungen folgen. Man arbeite daran, die Produktivität der Werke weiter zu steigern, die Marktführerschaft auszubauen sowie mit neuen Produkten und Dienstleistungen den Kundennutzen zu erhöhen. Zudem kündigte Arbonia an, in den kommenden Jahren Ersatzinvestitionen von rund 4 Prozent des Umsatzes vornehmen zu wollen.

(AWP)

 

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