Bauchemie - Sika schlägt mit Umsatzrekord die Markterwartungen

Die Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika hat einen starken Start ins Jahr 2017 erfahren.
11.04.2017 06:30
Sika-Hauptsitz in Baar.
Sika-Hauptsitz in Baar.
Bild: cash

Vor der am Dienstagnachmittag stattfindenden GV vermeldet das Unternehmen für die Monate Januar bis März einen Umsatzanstieg in Lokalwährungen von knapp 11% auf 1,39 Mrd CHF. Das sei wiederum ein Umsatzrekord für das erste Jahresviertel. Der Akquisitionseffekt lag bei +2,2%.

In Schweizer Franken gerechnet stiegen die Verkäufe um 9,0%, der negative Währungseffekt lag also bei minus 1,7%. Das organische Wachstum wird mit 8,5% beziffert, nicht zuletzt positiv beeinflusst durch zusätzliche Arbeitstage im Vergleich zum Vorjahr.

Mit seinen Erstquartalsumsätzen hat Sika die Markterwartungen übertroffen. Analysten hatten gemäss AWP-Konsens im Durchschnitt mit einem Umsatz von 1,35 Mrd CHF gerechnet.

Zum Gewinn im ersten Quartal macht Sika keine Angaben. "Der starke Jahresauftakt ist das Resultat unserer erfolgreichen Strategieumsetzung", so Konzernchef Jan Jenisch in der Mitteilung. Und: "Wir werden unser Wachstumsmodell mit den angehobenen Zielen 2020 umsetzen und 2017 acht neue Fabriken und drei weitere Ländergesellschaften eröffnen."

Am stärksten legte Sika in Lokalwährungen gerechnet in der Region Nordamerika zu mit plus 19%. Der Umsatz mit Produkten für die Bauindustrie stieg um 11% auf 1,06 Mrd CHF, während mit Produkten für die industrielle Fertigung mit 329,6 Mio CHF 8,9% mehr umgesetzt wurde.

Für 2017 rechnet Sika unverändert mit einer Umsatzsteigerung von 6-8% auf erstmals über 6 Mrd CHF. Der EBIT und der Gewinn sollen dabei weiterhin leicht überproportional gesteigert werden. Eine zentrale Herausforderung im laufenden Geschäftsjahr sind laut Sika die steigenden und volatilen Rohstoffpreise.

Am Nachmittag kommt es an der Generalversammlung von Sika einmal mehr zum "Showdown" zwischen den Erben des Firmengründers und dem Verwaltungsrat, der sich gegen einen Verkauf an den französischen Konzern Saint-Gobain wehrt. Zu diesem Thema hatte Sika am frühen Morgen noch nichts zu berichten.

(AWP)