Bei Emmi fliesst der Gewinn

Der Milchverarbeiter Emmi hat im Geschäftsjahr 2013 einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaftet. Die Dividende wird erhöht.
26.03.2014 08:06
Emmi-Logo am Hauptsitz in Luzern.
Emmi-Logo am Hauptsitz in Luzern.
Bild: iNg

Die Emmi-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr 2013 Betriebs- und Reingewinn deutlich verbessert. Da die Umsatzzunahme im vergleichbaren Rahmen lag, blieben die Margen zum Vorjahr aber unverändert. Die Dividende soll wie im Vorjahr um 20 Rappen erhöht werden. Für das laufende Jahr gibt sich der Milchverarbeiter weiter optimistisch und erwartet ein leichtes Umsatzwachstum und eine Reingewinnmarge im Rahmen des Vorjahres.

Das Betriebsergebnis (Ebit) – bereinigt um ausserordentliche Erträge – stieg im Berichtsjahr um 9,4 Prozent auf 160,0 Mio. Fr. und den Reingewinn um 8,1 Prozent auf 97,6 Mio. Fr. Daraus ergeben sich auf bereinigter Basis eine unveränderte Ebit-Marge von 4,9 Prozent und eine ebenfalls unveränderte Reingewinnmarge von 3,0 Prozent.

Ausserordentliche Gewinne

Das Ergebnis 2013 war wie bereits im Jahr davor positiv beeinflusst durch ausserordentliche Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen; 2013 zum Beispiel wurden eine gewerbliche Liegenschaft in Langenthal oder die Tiefkühllogistik in Kriens verkauft. Diese betrugen letztes Jahr beim Ebit 8,5 Mio. Fr. (2012: 19,4 Mio. Fr.) und beim Reingewinn (n.St.) 7,0 Mio. Fr. (15,9 Mio. Fr.) aus. Der rapportierte Ebit 2013 erreichte entsprechend 168,5 Mio. Fr. und der Reingewinn 104,6 Mio. Fr.

CEO Urs Riedener zeigt sich zufrieden: «Nach einem verhaltenen ersten Halbjahr legte Emmi einen regelrechten Endspurt hin. Dank der erfreulichen Performance bewährter Produkte, der Unterstützung durch Innovationen und dem Beitrag unlängst akquirierter Unternehmen wurden Umsatz- und Ertragsziele gut erreicht. Emmi läuft mit ihrer Strategie mit Elan in die angestrebte Richtung.»

Der Generalversammlung vom 24. April wird aufgrund der Resultate eine um 20 Rappen erhöhte Dividende von 3.80 Fr. je Namenaktie – wiederum aus Kapitalreserven – beantragt.

Das Unternehmen hatte im Februar einen (bereinigten) EBIT in der Grössenordnung von 140 bis 155 Mio. Fr. sowie eine Reingewinnmarge von rund 3 Prozent angekündigt; entsprechend lagen die Zahlen beim Ebit etwas über den Analysten-Schätzungen und beim Reingewinn genau dort.

Der Gruppen-Umsatz 2013 ist seit Anfang Februar ebenfalls schon bekannt: Er stieg um knapp 11 Prozent auf 3,3 Mrd. Fr. Bei einem Akquisitionseffekt von 8,6 Prozent sowie Währungsveränderungen von +0,4 Prozent resultierte ein organisches Wachstum von 1,6 Prozent. In der Schweiz stieg der Nettoumsatz um 1,1 Prozent auf 1,86 Mrd. Fr. (organisch +1,4 Prozent). Demgegenüber legte der Umsatz im Ausland um 26 Prozent auf 1,44 Mrd. Fr. zu. Zu diesem Wachstum trugen Akquisitionen 23 Prozent bei, während der Währungseffekt mit +1,0 Prozent angegeben wurde. Organisch resultiert somit eine Zuwachsrate im Ausland von 2,0 Prozent.

Stark im Ausland

Für das laufende Jahr 2014 geht Emmi von einem konzernweiten Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent aus. In der Schweiz wird mit einem leichten Wachstum von bis zu 1 Prozent, auf den internationalen Märkten mit einem Plus von 6 bis 8 Prozent gerechnet. Diese Zahlen schliessen den Einfluss von im Jahr 2013 getätigten, relativ kleinen Akquisitionen ein. Erwartet wird ein Ebit zwischen 155 und 170 Mio. Fr. und eine konstante Reingewinnmarge in der Grössenordnung von 3 Prozent.

Wie bereits früher kommuniziert, rechnet Emmi im ersten Halbjahr 2014 mit stabilen oder vereinzelt leicht höheren Rohstoffpreisen. In der Schweiz werden der Einkaufstourismus auf hohem Niveau stagnieren und der Importdruck anhalten, heisst es. In Europa sieht Emmi Anzeichen einer Erholung in Spanien.

Mittel- bis langfristig will Emmi im Ausland weiterhin organisch jährlich 6 bis 8 Prozent und in der Schweiz bis zu 1 Prozent zulegen. Auf Konzernebene rechnet das Unternehmen entsprechend mit einem organischen Wachstum von 2 bis 3 Prozent. Dadurch und mittels Akquisitionen soll bis in ungefähr zwei Jahren ein Auslandumsatzanteil von etwa 50 Prozent erreicht werden. Für die Reingewinnmarge ist eine Zielbandbreite von 2,5 bis 3,5 Prozent gesetzt. Diese Ziele sind unverändert.

(AWP)