Bei Richemont treten CEO und Finanzchef ab

Der verschwiegene Luxusgüterkonzern Richemont vermeldet am Freitag nebst den Halbjahreszahlen auch einen Rochade im Top-Management.
04.11.2016 07:30
Ein Cartier-Laden in Asien. Die Marke Cartier gehört zu Richemont.
Ein Cartier-Laden in Asien. Die Marke Cartier gehört zu Richemont.
Bild: Bloomberg

Per Ende März 2017 wird CEO Richard Lepeu in den Ruhestand treten, wie Richmont am Freitag mitteilt. Die operative Leitung werde Johan Rupert weiterhin als Executive Chairman übernehmen. Auch CFO Gary Saage verlässt das Unternehmen, und zwar per Ende Juli 2017. Saage habe sich dazu entschieden zu seiner Familie in den USA zurückzukehren. Seine Nachfolge wird sein jetziger Stellvertreter Burkhart Grund antreten.

Richemont hat im ersten Halbjahr 2016/17 (per Ende September) erwartungsgemäss an Umsatz verloren und auch weniger Gewinn erzielt. Der Umsatz sank in der Berichtswährung Euro um 13% auf 5,09 Mrd EUR, in Lokalwährungen gerechnet waren es -12%. Die Umsatzentwicklung habe unter den schwierigen Marktkonditionen für Uhren- und Schmuckhersteller gelitten, zudem hätten auch die Rückkaufaktionen von Produkten belastet, teilte Richemont am Freitag mit.

Der Bruttogewinn sank derweil um 15% auf 3,23 Mrd EUR und der operative Gewinn EBIT um deutliche 43% auf 798 Mio. Daraus ergibt sich eine operative Marge von lediglich noch 16% nach 24% in der Vorjahresperiode. Unter dem Strich verbleibt ein Gewinn in Höhe von 540 Mio (-51%).

Starke Marken und eine solide Bilanz

Am Markt hatte man im Vorfeld mit rückläufigen Ergebnissen gerechnet, schliesslich hatte Richemont bereits im September für die ersten fünf Monaten einen Umsatzrückgang von 14% (-13% in LW) gemeldet und gleichentags fürs Halbjahr vor einem Gewinnrückgang von rund 45% gewarnt. Dennoch wurden beim Reingewinn die Schätzungen (AWP-Konsens) von 656 Mio relativ klar verfehlt.

Verwaltungsratspräsident Johan Rupert zeigt sich in der Mitteilung von den langfristigen Aussichten für Produkte mit hoher Qualität, insbesondere auch für Uhren und Schmuck, nach wie vor überzeugt. Zudem verfüge die Richemont-Gruppe über starke Marken und eine solide Bilanz, um den derzeit vorherrschenden Herausforderungen am Markt begegnen zu können. Zum Ausblick macht Rupert keine Angaben, auch Angaben zum Oktober-Umsatz werden keine gemacht.

(AWP/cash)