Bellevue Group schafft Rückkehr in die schwarzen Zahlen

Die Bellevue Gruppe ist im ersten Halbjahr wie angekündigt in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.
29.07.2016 07:55
Blick auf Zürich und den Zürichsee.
Blick auf Zürich und den Zürichsee.
Bild: cash

Der Konzerngewinn nach Steuern betrug 2,8 Mio CHF. Im gleichen Zeitraum der Vorjahres hatte noch ein Verlust von 15,5 Mio CHF resultiert. Der Geschäftsertrag fiel in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mit 28,6 Mio CHF (VJ 38,8 Mio) tiefer als im Vorjahr aus, wie den am Freitag veröffentlichten Zahlen der Finanzdienstleistungs-Gruppe zu entnehmen ist.

Die Gruppe hatte bereits vergangene Woche einen Halbjahresgewinn von "knapp 3 Mio CHF" angekündigt. Im Vorjahreszeitraum hatten hohe Abschreibungen auf dem Goodwill und weiteren immateriellen Vermögenswerten die Gruppe zu einem hohen Verlust geführt.

Die Bellevue Group habe in einem von hoher Volatilität geprägten Umfeld weitere strategische Fortschritte erzielt, heisst es in der Mitteilung vom Freitag. Die im Juni erfolgreich abgeschlossene Akquisition des unabhängigen deutschen Asset Managers StarCapital habe der Gruppe die Erweiterung der Anlagekompetenzen ermöglicht.

Betreute Kundenvermögen legen zu

In den ersten sechs Monaten 2016 sank der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, der wichtigsten Ertragsquelle der Gruppe, um 18% auf 29,8 Mio CHF. Die Kosten sanken wegen der stark leistungsbezogenen Personalkompensation um 11%. Insgesamt resultierte ein im Vorjahresvergleich um 32% tieferes operatives Ergebnis von 6,8 Mio CHF.

Die betreuten Kundenvermögen legten derweil um 30% auf 6,9 Mrd CHF zu, wobei die Akquisition von StarCapital mit CHF 2,5 Mrd massgeblich dazu beitrug. Gleichzeitig flossen der Gruppe insgesamt Netto-Neugelder in Höhe von 126 Mio CHF zu.

Im zweiten Halbjahr plane das Asset Management die Kotierung einer neuen Beteiligungsgesellschaft an der London Stock Exchange, heisst es weiter. Das neue Anlagevehikel umfasse ein globales Healthcare-Anlageuniversum. Die Gruppe will zudem die Vermögensverwaltung für unternehmerische Privatpersonen als weiteres Standbein der Bank sowohl organisch als auch durch Akquisitionen aufbauen, wie es heisst.

(AWP)