Berater von Chinas Notenbank sieht Abwärtsdruck

Der Abwärtsdruck auf die chinesische Wirtschaft ist einem Berater der Zentralbank des Landes zufolge nach wie vor hoch.
24.07.2016 12:59
Chinesische Pagode im Abendlicht.
Chinesische Pagode im Abendlicht.
Bild: Pixabay

Dennoch sollte eine Wachstum in diesem Jahr von mehr als 6,5 Prozent zu erreichen sein, sagte Bai Chongen, der zugleich Professor an der Universität Tshinghua ist, am Sonntag. Vonseiten der Politik sei bereits viel getan worden, um die Konjunktur zu stützen. Steuersenkungen seien derzeit effektiver als Zinssenkungen.

China hat sich für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum zwischen 6,5 und sieben Prozent zum Ziel gesetzt. Im zweiten Quartal legte die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt nach den USA um 6,7 Prozent zu und damit etwas robuster als erwartet. Dennoch gibt es Skepsis, ob China den Strukturwandel und die Folgen des Brexit-Votums einfach wegstecken kann.

Nach einem jahrzehntelangen Boom mit teils zweistelligen Wachstumsraten will die Regierung in Peking das exportlastige Wirtschaftsmodell jetzt stärker auf die Binnenkonjunktur ausrichten und den privaten Konsum ankurbeln. Dafür nimmt sie geringeres Wachstum in Kauf. 2015 hatte die Konjunktur mit 6,9 Prozent so wenig zugelegt wie seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr.

(AWP)