Beschäftigung und Preise auf Kurs - USA steuern auf weitere Zinserhöhungen zu

Die US-Wirtschaft hat nach Einschätzung eines Fed-Mitglieds die Zielmarken für Preisstabilität und Vollbeschäftigung nahezu erreicht. Die Zinsen müssen weiter steigen, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu verhindern.
29.05.2017 07:37
Das Gebäude der amerikanischen Zentralbank Fed in Washington, D.C.
Das Gebäude der amerikanischen Zentralbank Fed in Washington, D.C.
Bild: Bloomberg

Mit bestehender Vollbeschäftigung und einem Erreichen des Zwei-Prozent-Inflationsziels der Notenbank Fed bis zum kommenden Jahr müsse die Fed die Zinsen weiter schrittweise erhöhen, sagte der Präsident des Fed-Ablegers von San Francisco, John Williams, laut Redemanuskript bei einem Bankensymposium am Montag in Singapur.

Eine graduelle Anhebung der Zinsen werde eine Überhitzung der Wirtschaft verhindern, sagte Williams. Die Fed hatte die Zinsen im März angehoben und zwei weitere Erhöhungen für dieses Jahr in Aussicht gestellt.

Die US-Wirtschaft wachse weiterhin um nahezu zwei Prozent, die Arbeitslosigkeit sei anhaltend gering und die Schaffung neuer Stellen verlaufe positiv, bilanzierte Williams. Diese Umstände unterstützten einen Anstieg der Inflation auf das angestrebte Niveau von zwei Prozent. Der mittelfristige Trend bei der Inflation bleibe "ziemlich vorteilhaft", ergänzte der Notenbanker vor Journalisten.

Williams kündigte auch an, die Notenbank sei entschlossen, ihre Bilanz von 4,5 Billionen Dollar abzubauen. Dieser Prozess werde "schrittweise und langweilig" verlaufen, um das Risiko von Marktstörungen gering zu halten.

(AWP)