Beteiligungsreduktion - AMS-Grossaktionär trägt Übernahmepläne nicht mit

Ein AMS-Grossaktionär scheint die Übernahme von Osram nicht mittragen zu wollen. Er hat sich von Aktien des Sensorenherstellers getrennt und könnte sogar ganz ausgestiegen sein.
28.10.2019 11:26
Von Lorenz Burkhalter
Alexander Everke, CEO von AMS (Feb. 2017).
Alexander Everke, CEO von AMS (Feb. 2017).
Bild: cash

Der Sensorenhersteller AMS will für 4,5 Milliarden Euro die frühere Siemens-Tochter Osram übernehmen. Finanziert werden soll das Ganze über Bankkredite sowie eine 1,6 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung.

Dennoch oder gerade deshalb gelten die Übernahmepläne als ziemlich umstritten. Während die einen Analysten das kombinierte Unternehmen zu einem unangefochtenen Technologieführer aufsteigen sehen und mit hohen Synergien rechnen, bezeichnen die anderen die Pläne als "grössenwahnsinnig". Sie befürchten, dass sich AMS finanziell übernehmen könnte.

Diese Vorbehalte scheint man auch bei APG Asset Management zu teilen. Wie eine Offenlegungsmeldung an die Schweizer Börse SIX verrät, hat der niederländische Vermögensverwalter seinen Stimmenanteil vor wenigen Tagen auf 2,72 (zuvor 4,85) Prozent reduziert. Beobachter gehen davon aus, dass der Grossaktionär die jüngste Kursstärke genutzt haben und sogar ganz ausgestiegen sein könnte. Ausserdem sei möglich, dass sich weitere bedeutende Aktionäre zurückziehen könnten, so heisst es weiter. Substanzielle Aktienpakete halten auch Esta Investments und Orchid Investments (5,4 Prozent), Invesco (4,9 Prozent), Gaoling Fund (3 Prozent) oder das UBS Fund Management (3 Prozent).

Weiterhin eine beste Aktie an der SIX in diesem Jahr

Noch gibt sich die Börse diesbezüglich ziemlich entspannt. Nach einem Rücksetzer auf 46,70 Franken verliert die AMS-Aktie zur Stunde noch 0,9 Prozent auf 46,96 Franken.

Mit einer Kursverdoppelung zählt die Aktie von AMS noch immer zu den besten Aktien an der Schweizer Börse SIX in diesem Jahr. Nur die Papiere von Lastminute.com und Perrot Duval schnitten seit Anfang Januar noch etwas besser ab. Anders als die anderen beiden Aktien machte jene von AMS zuletzt aber durch starke Kurs- und Stimmungsschwankungen von sich reden.

 

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