BFW Liegenschaften erzielt höhere Mieterträge

Das Immobilienunternehmen BFW Liegenschaften hat im ersten Halbjahr 2016 wie bereits Ende Juli angekündigt den Ertrag gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert.
13.09.2016 07:30
Ein Wohnhaus im Rohbau.
Ein Wohnhaus im Rohbau.
Bild: pixabay.com

Unter Ausklammerung der Neubewertung bleibt aber unter dem Strich ein Verlust. Konkret nahm der Mietertrag um 5,4% auf 9,9 Mio CHF zu, während sich die Betriebskosten um 5% auf insgesamt 3,1 Mio erhöhten. In der Folge stieg der EBIT im Berichtszeitraum auf 17,5 Mio CHF von 12,5 Mio und der Gewinn inklusive Neubewertungserfolg sank auf 5,9 CHF von 7,0 Mio im Vorjahr. Damit bestätigt BFW Liegenschaften am Dienstag die Kennzahlen, die das Unternehmen Ende Juli als ausgewählte, ungeprüfte Zahlen veröffentlicht hatte.

Der Gewinn inklusive Neubewertungserfolg und latenter Steuern und unter Ausklammerung der stichtagsbezogenen Fair Value Bewertung der Zinsswaps und Receiver Swaptions kam bei 12,6 Mio CHF zu liegen, nach 8,5 Mio im Vorjahreszeitraum. Die Neubewertungen ausgeklammert resultierte jedoch ein Verlust von 2,6 Mio, nach einem Überschuss von 2,1 Mio im Jahr zuvor.

Der Net Asset Value (ohne Bewertungsdifferenzen) lag bei 39,99 CHF pro Aktie. Gemäss BFW beläuft sich der entsprechende Gewinn pro Aktie auf 2,42 CHF, nach 1,64 CHF im Vorhalbjahr.

Keine Liegenschaften erworben oder verkauft

Das Liegenschaftenportfolio umfasste per Bilanzstichtag 45 Renditeliegenschaften und ein Umnutzungsprojekt. Der Portfoliowert erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 4% auf 416,4 Mio CHF, per Ende 2015 betrug er noch 401,9 Mio CHF. Die Wertveränderung sei vor allem auf die erfolgreiche Entwicklung und die Investitionen in die Umnutzungsprojekte im Umfang von 1,4 Mio CHF bzw. 3,5 Mio sowie auf positive Bewertungseffekte von 9,3 Mio CHF zurückzuführen.

Im ersten Halbjahr 2016 wurden keine Liegenschaften erworben oder verkauft. Für die zweite Jahreshälfte 2016 erwartet die Gesellschaft aus operativer Geschäftstätigkeit auf Stufe EBIT (ohne Neubewertungseffekte der Liegenschaften) ein ähnliches Ergebnis wie im ersten Halbjahr 2016.

Das Geschäftsmodell und die Anlagestrategie mit Fokus auf Wohnliegenschaften bewähre sich und das Management sei zuversichtlich, dass der Immobilienmarkt Schweiz speziell im Wohnbereich seine langfristige Attraktivität beibehalten wird. Zudem erlaube die Bilanzstruktur weitere Zukäufe von Renditeliegenschaften oder die Umsetzung neuer Projekte.

(AWP)