Biopharma - Börsenneuling Obseva fällt tiefer in die roten Zahlen

Das Biopharmaunternehmen Obseva hat seinen Verlust im dritten Quartal noch ausgeweitet.
08.11.2018 07:58
Medizinische Forschung in einem Labor.
Medizinische Forschung in einem Labor.
Bild: Pixabay

Allerdings hat das Unternehmen auch noch keine Produkte auf dem Markt und somit auch keine Umsätze generiert. Beim Blick auf die Pipeline nennt das Unternehmen einige Meilenstein-Ziele, die es noch im laufenden und dann im kommenden Jahr erreichen will.

Für den Berichtszeitraum steht bei dem auf Frauenheilkunde und Reproduktionsmedizin spezialisierten Unternehmen ein Verlust in Höhe von 18,6 Millionen US-Dollar zu Buche. Im Vorjahr lag dieser bei 17 Millionen, wie aus der Medienmitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Insgesamt hat Obseva gut 19 Millionen ausgegeben, ein Plus von etwa drei Millionen gegenüber der Vergleichsperiode. Der Grossteil der Ausgaben floss mit 15,9 Millionen in die Forschung und Entwicklung - auch hier ein Anstieg um etwa drei Millionen.

Obseva hat noch kein Produkt auf dem Markt. Daher zehrt das Unternehmen vorerst von seinen Barmittelreserven. Diese lagen zum Ende des dritten Quartals bei 156,4 Millionen US-Dollar. Ende Juni betrugen sie noch knapp 167 Millionen.

Börsenneuling

Obseva ist erst Mitte Juli mit einer Zweitkotierung an der SIX gestartet, die Titel sind bereits an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet.

Für den weiteren Geschäftsverlauf hat sich das Unternehmen mit Blick auf seine Pipeline-Projekte einige Ziele gesetzt. So soll etwa die Phase-III-Studie IMPLANT 4 mit dem Kandidaten Nolasiban noch vor Ende des vierten Quartals gestartet werden. Eine Zulassung dürfte dann im späteren Teil des kommenden Jahres folgen. Nolasiban wird Frauen im Zuge einer künstlichen Befruchtung verabreicht.

Ausserdem sieht sich das Unternehmen nach den jüngsten Ergebnissen für Linzagolix (OBE2109) in der EDELWEISS-Studie der Phase 2b in dem Behandlungsansatz bestätigt und wird diesen weiter vorantreiben. Linzagolix wird zur Behandlung von Endometriose eingesetzt, einer oft schmerzhaften chronischen Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut.

Darüber hinaus laufe die Patienten-Rekrutierung für die beiden Phase-III-Programme PRIMROSE 1 und 2 weiter. Hier stellt Obseva erste Ergebnisse für die zweite Jahreshälfte 2019 in Aussicht.

(AWP)