Biotech - Molecular Partners mit Cashposition auf Vorjahresniveau

Molecular Partners hat per Ende des ersten Halbjahr 2019 liquide Mittel auf Vorjahreshöhe ausgewiesen. Die Erwartungen für die Ausgaben im Gesamtjahr hat das Biotechnologie-Unternehmen bestätigt.
27.08.2019 07:53
Patrick Amstutz, CEO Molecular Partners.
Patrick Amstutz, CEO Molecular Partners.
Bild: ZVG

Auch im zweiten Semester liegt der Fokus nun auf der Weiterentwicklung der Forschungspipeline. Konkret erzielte das Unternehmen einen Gesamtertrag von 13,6 Millionen Franken, verglichen mit 9,4 Millionen in der Vorjahresperiode. Der Barmittelzufluss betrug 27,0 Millionen nach einem Abfluss 19,4 Millionen im Vorjahr, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte.

Die liquiden Mittel werden per Stichtag mit 123,3 Millionen ausgewiesen. Im Vorjahr beliefen sich diese auf 122,4 Millionen. MP profitierte von einer Zahlung vom Partner Amgen in Höhe von 50 Millionen US-Dollar im Januar.

Höhere Kosten für operative Tätigkeit

Die Ausgaben für die operative Tätigkeit fielen mit 26,0 Millionen etwas höher aus als in der Vorjahresperiode. Dabei stiegen sowohl die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wie auch der allgemeine und administrative Aufwand.

Daraus resultierte ein betrieblicher Verlust von 12,4 Millionen, nach einem Minus von 12,7 Millionen im Vorjahr. Unter dem Strich wurde ein Reinverlust von 12,7 Millionen ausgewiesen, nach einem Fehlbetrag von 11,7 Millionen im ersten Semester 2018.

Mit Blick nach vorne teilte das Unternehmen mit, dass die Kostenprognose für das Geschäftsjahr 2019 weiterhin bei 60 bis 70 Millionen Franken liegt. Die Prognose widerspiegle unter anderem die Einstellung der NSCLC-Studie für den Produktkandidaten MP0250. Für das Gesamtjahr werden ausserdem Investitionsausgaben in der Höhe von rund 2 Millionen erwartet.

Weiterentwicklung von Produktkandidaten

Wichtiger als die finanziellen Angaben sind bei MP aber die Fortschritte in der Forschungspipeline. Hier gab das Unternehmen bekannt, dass es in der zweiten Jahreshälfte in der Immunonkologie Kandidaten weiter entwickeln wird, die auf der firmeneigenen DARPin-Technologie basieren.

Ein besonderer Fokus liege auf dem Molekül FAP x CD40, der CD3 DARPin T-Cell-Engager-Plattform sowie auf dem Peptid-MHC-Programm. Das Unternehmen wird dabei weitere Forschungsergebnisse für therapeutische Kandidaten vorstellen, wie es weiter hiess.

Ausserdem erwartet Molecular Partners im zweiten Halbjahr den Beginn der klinischen Phase-1-Studie für den Kandidaten MP0310. Diese wird in Zusammenarbeit mit dem Partner Amgen durchgeführt.

Phase-2-Studie von MP0250 mit Velcade

In der Onkologie möchte das Unternehmen zusätzliche Daten aus der laufenden Phase-2-Studie mit dem Kandidaten MP0250 in Kombination mit Velcade (PI) bei Patienten mit Multiplem Myelom (MM) vorlegen. Ausserdem soll eine weitere Studie der Phase 2 von MP0250 für die gleiche Indikation gestartet werden, jedoch in Kombination mit Pomalidomid (IMiD).

Im Bereich der Augenheilkunde wartet MP nach der Validierung des Antrags für Abicipar durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) auf einen Entscheid der Behörde. Erwartet wird dieser in der zweiten Jahreshälfte 2020.

(AWP)