Biotechnologie - Molecular Partners mit höherem Verlust

Das Biotechnologie-Unternehmen Molecular Partners hat im ersten Halbjahr weniger eingenommen und gleichzeitig einen höheren Verlust als im Vorjahr eingefahren. Der Ausblick für das Gesamtjahr wird dennoch bestätigt.
30.08.2017 10:21
Der Molekularbiologe Patrick Amstutz ist CEO von Molecular Partners.
Der Molekularbiologe Patrick Amstutz ist CEO von Molecular Partners.
Bild: ZVG

Das Unternehmen erzielte einen Gesamtertrag von 6,0 Mio CHF, verglichen mit 13,5 Mio im ersten Semester 2016. Der Barmittelabfluss betrug 20,5 Mio nach einem Abfluss von 17,5 Mio im Vorjahr. Die liquiden Mittel werden per Stichtag mit 156,9 Mio ausgewiesen, verglichen mit 180,2 Mio per Ende 2016, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt.

Der Geschäftsaufwand nahm um 0,7 Mio auf 22,7 Mio zu, wobei die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen um 0,8 Mio auf 18,9 Mio CHF stiegen. Dagegen nahm der allgemeine und administrative Aufwand um 0,1 Mio auf 3,8 Mio ab. Daraus resultiert ein betrieblicher Verlust von 16,7 Mio, nach einem Minus von 8,5 Mio im Vorjahr.

Der Finanzaufwand erhöhte sich aufgrund der negativen Wechselkursentwicklung auf den Cash-Positionen in US-Dollar und im Euro auf 2,7 Mio von 1,2 Mio. Unter dem Strich wird ein Verlust von 19,4 Mio ausgewiesen, nach einem Fehlbetrag von 9,7 Mio im Vorjahr.

Jahresausblick bestätigt

"Im ersten Semester 2017 hat sich die finanzielle Position von Molecular im Rahmen der eigenen Erwartungen entwickelt", sagt in der Mitteilung CFO Andreas Emmenegger. Aufgrund dessen werde der bisherige Jahresausblick bestätigt. Demnach rechnet das Management für 2017 mit Kosten in Höhe von insgesamt 50 bis 60 Mio CHF, wovon ungefähr 6 Mio nicht Cash-effektive Kosten für aktienbasierte Zahlungen sein dürften. Allerdings hebt Molecular hervor, dass diese Vorhersage stark von den Fortschritten abhänge, die mit den Forschungsprojekten gemacht würden.

Im ersten Semester habe das Unternehmen auf Forschungsebene weitere Fortschritte erzielt und wichtige klinische Meilensteine erreicht. So beispielsweise für das in der Phase III Studie befindende Abicipar oder für MP0250 zur Behandlung des multiplen Myeloms, das sich in Phase II Studie befindet und das an einem ersten Patienten dosiert wurde. Erste Sicherheitsdaten würden an der Branchenmesse Esmo, die im September in Madrid stattfindet, veröffentlicht. Ergebnisse zur Wirksamkeit dürften 2018 erwartet werden.

Er sei sehr erfreut über die Fortschritte, die Molecular Partners in der Pipeline mit DARP Medikament-Kandidaten erzielt habe, ergänzte Patrick Amstutz, der seit Mai CEO des Unternehmens ist.

(AWP)