BIP 2. Quartal - Wirtschaftswachstum in Eurozone halbiert

Wegen der Konjunkturschwäche in Deutschland hat sich das Wirtschaftswachstum in der Eurozone im zweiten Quartal halbiert.
14.08.2019 11:15
Spanien hält beim Wirtschaftswachstum in der Eurozone die Fahne hoch: Im 2. Quartal reichte es zu einem 0,5 Prozent höheren BIP.
Spanien hält beim Wirtschaftswachstum in der Eurozone die Fahne hoch: Im 2. Quartal reichte es zu einem 0,5 Prozent höheren BIP.
Bild: Bloomberg

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von April bis Juni nur noch um 0,2 Prozent zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Es bestätigte damit eine frühere Schätzung. Zum Jahresauftakt hatte es noch zu einem Plus von 0,4 Prozent gereicht. Zum Vergleich: Die weltgrösste Volkswirtschaft USA schaffte im Frühjahr ein Plus von 0,5 Prozent.

Von den grossen Euroländern schnitt Deutschland am schlechtesten ab: Hier schrumpfte die Wirtschaft um 0,1 Prozent, weil Handelskonflikte und schwächere Weltkonjunktur den Export-Europameister belasteten. "Aus dem einstigen Musterknaben ist ein Sorgenkind geworden", sagt der Chefökonom des Bankhauses Lampe Alexander Krüger. Die Nummer zwei Frankreich wuchs hingegen um 0,2 Prozent, während die Nummer drei Italien stagnierte. Spanien und die Niederlande schafften sogar jeweils ein Plus von 0,5 Prozent.

Die Aussichten für die zweite Jahreshälfte sind gedämpft. Das von der EU-Kommission ermittelte Wirtschaftsklima fiel im Juli auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren. Besonders in der Industrie machte sich vermehrt Pessimismus breit. Aber auch Dienstleister, Detailhändler und Baubranche meldeten eine Eintrübung. Lediglich die Konsumenten zeigten sich optimistischer.

(Reuters)