BMW spannt mit Intel zusammen

BMW will gemeinsam mit dem US-Chiphersteller Intel und dem israelischen Kameratechnik-Spezialisten Mobileye an der Entwicklung selbstfahrender Autos arbeiten.
30.06.2016 20:00
Die Computertechnik macht selbstfahrende Autos möglich.
Die Computertechnik macht selbstfahrende Autos möglich.
Bild: ZVG

Wie eine mit den Plänen vertraute Person am Donnerstag sagte, wollen BMW-Chef Harald Krüger und seine Kollegen von Intel, Brian Krzanich, sowie von Mobileye, Amnon Shashua, die Kooperation und ihre Details am Freitag verkünden. Die drei Firmen luden zu einer gemeinsamen Pressekonferenz ein.

Das autonome Fahren ist seit diesem Jahr ein Schwerpunkt in der Entwicklung des Münchner Autokonzerns, wie BMW-Vorstandsmitglied Klaus Fröhlich kürzlich im Reuters-Interview erklärte. Das im April gestartete "Project i next" sei jetzt im Hochlauf. Die BMW-Rivalen Daimler und Audi arbeiten ebenso wie der Internet-Konzern Google an der Technologie des autonomen Fahrens. Auch Apple soll ein Auto planen, das keinen Fahrer mehr braucht. Die Branche rechnet mit serienreifen Autos im kommenden Jahrzehnt.

BMW plant selbstfahrenden Wagen per 2021

BMW will 2021 ein neues Modell aus seiner i-Familie auf den Markt bringen, das elektrisch und auch autonom fahren können soll. Der Autobauer, Nummer 1 im Premiumsegment, arbeitet schon lange mit dem weltgrößten Chiphersteller Intel zusammen. Der US-Konzern wiederum setzt wegen der Schwäche der PC-Branche verstärkt auf andere Geschäftsfelder.

Mobileye gehört seit dem Start der ersten Sensorgeneration 2007 zu den Lieferanten von BMW. Die israelische Softwarefirma kooperiert auch mit der Opel-Mutter General Motors oder dem US-Elektroautobauer Tesla. Zu Jahresbeginn gab Volkswagen eine Partnerschaft mit Mobileye bekannt: Mithilfe der Kameras an den Fahrzeugen sollen die Navigationskarten im Bordcomputer ständig aktualisiert werden. Volkswagen will führender Anbieter autonom fahrender Autos im Massensegment werden, BMW hat sich dasselbe Ziel für die Luxusliga auf die Fahnen geschrieben.

(Reuters)