Börse - CS-Anleger hatten sich mehr erhofft und schicken Aktien auf Talfahrt

Die Aktien der Credit Suisse haben am Donnerstagmorgen einen schweren Stand.
13.02.2020 10:08
Die Anleger quittiern das Jahresergebnis deutlich.
Die Anleger quittiern das Jahresergebnis deutlich.
Bild: cash

Die Grossbank hat ihr Ergebnis im vierten Quartal im Vergleich mit dem Vorjahr wohl deutlich gesteigert, sie blieb mit den ausgewiesenen Zahlen aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Am Markt hatte man sich von der Abschiedsvorstellung des scheidenden CEO Tidjane Thiam mehr erhofft.

Um 11.00 Uhr notieren die CS-Titel 0,4 Prozent tiefer auf 13,315 Franken mit zuletzt etwas anziehender Tendenz. So lag das bisherige Tagestief lag bei 12,96 Franken. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI verliert derweil 0,3 Prozent.

Viele Marktteilnehmer hatten sich von der letzten Ergebnispräsentation des scheidenden CEO Tidjane Thiam eine positive Ergebnisüberraschung erhofft. Diese blieb indes aus. Wohl konnte die Bank den ausgewiesenen Vorsteuergewinn im vierten Quartal mit 1,2 Milliarden Franken im Vergleich mit der Vorjahresperiode mehr als verdoppeln. Die Analysten hatten im Durchschnitt aber knapp 1,4 Milliarden prognostiziert.

CS profitiert von verschiednen Einmaleffekten

Dabei profitierte das Ergebnis der CS von verschiedenen positiven Einmaleffekten, wurde aber auch von einer signifikanten Rückstellung für Rechtsrisiken belastet. Die hohe Anzahl an bedeutenden Einmaleffekten verunmögliche es, das operative Ergebnis zuverlässig einzustufen, heisst es denn auch bei der ZKB. Dies wiederum könnte den Kurs vorerst belasten und zu einem volatilen Kursverlauf führen, meint die UBS.

Denn unter Ausrechnung aller Sonderfaktoren liegen die Gewinnzahlen im Urteil vieler Analysten mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen.

Die Erträge fielen dank Sonderfaktoren wie der Neubewertung der Beteiligung an der SIX oder den Gewinnen aus Immobilienverkäufen höher als erwartet aus. Aber auch die Kosten lagen deutlich über den Schätzungen. Dafür machen die Analysten zum einen generell höhere Betriebskosten und zum anderen deutlich höher als befürchtet ausgefallene Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten verantwortlich.

Wenig Begeisterung löst zudem der mit 0,8 Milliarden bescheiden ausgefallen Neugeldzufluss im Private Banking aus. Hier hatten die Analysten klar mehr erwartet.

Auf positive Resonanz unter den Experten stossen dagegen die recht zuversichtlichen Aussagen des Managements zum Start ins neue Jahr.

Credit Suisse: Hohe Gewinnsteigerungen, aber Erwartungen nicht erfüllt

(AWP)

 

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