Börse - Das Technologieunternehmen WeDoctor geht an die Börse

WeDoctor, eines der grössten Online-Startups im Gesundheitsbereich in China, hat unterrichteten Kreisen zufolge JPMorgan Chase, Credit Suisse und CMB mit der Begleitung seines Börsengang in Hongkong betraut.
27.03.2020 10:38
Am Sitz der Credit Suisse in Manhattan.
Am Sitz der Credit Suisse in Manhattan.
Bild: imago images / Becker Bredel

Die Tochter von Tencent wäre eines der grössten Technologieunternehmen, das trotz volatiler Märkten 2020 den Schritt auf das Börsenparkett wagt. WeDoctor wollen bei dem Börsengang zwischen 500 Millionen Dollar und 1 Milliarde Dollar erlösen, sagte eine Person, die sich nur unter Zusicherung ihrer Anonymität über den privaten Deal äussern wollte. Der Schritt werde Ende 2020 oder 2021 angestrebt. Die Details könnten sich allerdings noch ändern, da die Beratungen andauern, hiess es. Wie weiter zu hören war, könnten noch weitere Banken in den Prozess eingebunden werden.

Der Betreiber einer digitalen Gesundheitsplattform schliesst sich einer wachsenden Anzahl an Technologieriesen an, die die traditionelle Gesundheitsbranche in China revolutionieren möchten, nachdem die Coronavirus-Pandemie hier Mängel aufgezeigt hat. Das Startup, dessen Geschäft auch Versicherungspolicen und medizinische Produkte bis hin zu Online-Terminbuchungen und Kliniken umfasst, wurde zuletzt mit rund 5,5 Milliarden Dollar bewertet.

Vertreter von WeDoctor, JPMorgan und Credit Suisse lehnten einen Kommentar ab. Ein CMB-Sprecher reagierte nicht umgehend auf die Bitte um Stellungnahme. Über die ausgewählten Banken hatte zuerst IFR berichtet.

WeDoctor zählt China Development Bank Capital, Shanghai Fosun Pharmaceutical Group und AIA zu seinen Unterstützern. Auf seiner Plattform können 360'000 Ärzte mit rund 210 Millionen registrierten Benutzern Verbindung aufnehmen, teilte das Unternehmen mit.

(Bloomberg)