Börse Schweiz - Maschinenbauer Bobst vergrault Anleger mit Prognosesenkung

Die Aktien von Bobst stehen am Mittwoch an der freundlich tendierenden Schweizer Börse stark unter Druck
22.01.2020 09:25
Bobst-Arbeiter im Werk in San Giorgio, Italien.
Bobst-Arbeiter im Werk in San Giorgio, Italien.
Bild: ZVG

Der Verpackungsmaschinenhersteller hat zwar die Prognose für das Vorjahr bestätigt, aber erwartet nun für 2020 weniger Umsatz und eine tiefere operative Marge als im Vorjahr.

Die Bobst-Aktien verlieren um 09.15 Uhr 6,6 Prozent auf 49,40 Franken. Derweil gewinnt der Gesamtmarkt gemessen am SPI 0,45 Prozent. Damit setzt sich der Abwärtstrend der Aktien des Westschweizer Unternehmens fort. Der Titel hat 2019 um 17,5 Prozent und seit Jahresanfang nun zusätzlich gut 12 Prozent eingebüsst.

Bobst erwartet für 2019 einen Umsatz in der Grössenordnung des Vorjahres (1,64 Mrd Fr.) aber weniger Betriebsgewinn. Die Firma stellt eine EBIT-Marge von knapp 5 Prozent nach 5,3 Prozent im Vorjahr in Aussicht. Für 2020 wird mit einem Umsatzrückgang von 6 Prozent und einer tieferen EBIT-Marge gerechnet. Bobst erklärt dies mit höheren Marketingkosten, die im Zusammenhang mit der wichtigen Fachmesse Drupa entstünden.

Für die Bank Vontobel sind die Aussagen von Bobst keine Überraschung. "Der Ausblick für 2020 bestätigt, dass das schwierige Nachfrageumfeld auch in diesem Jahr anhalten dürfte", kommentiert Analyst Mark Diethelm.

Die Guidance für 2019 und 2020 entspreche ihren Erwartungen, schreibt die ZKB. Bobst bewege sich in einem schwierigen Marktumfeld mit grossem Preisdruck und hohen Investitionen in die Zukunft. Im Vorfeld der Drupa hielten sich die Kunden mit Investitionen zurück. "Für 2019 werden wir aber unsere Gewinnschätzung leicht anheben können", so ZKB-Analyst Armin Rechberger.

(AWP)