Börsen-Comeback - Chef von Landis+Gyr erwartet mehr Wachstum

Der Chef von Landis+Gyr rechnet in Zukunft mit verbesserten Wachstumsaussichten - insbesondere in Europa. Der Stromzählerproduzent soll im dritten Quartal 2017 an die Schweizer Börse zurückkehren.
05.07.2017 09:10
Landis+Gyr war bis in die 90er Jahre bereits einmal an der Schweizer Börse kotiert.
Landis+Gyr war bis in die 90er Jahre bereits einmal an der Schweizer Börse kotiert.
Bild: Keystone

In einem am Mittwoch publizierten Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" zeigt sich Richard Mora optimistisch. "Zwischen 2017 und 2021 dürfte das Marktwachstum 12% betragen. Hier sehen wir das grösste Potenzial."

In den vergangenen drei Jahren habe Landis+Gyr ein Wachstum von 4,2% erreicht, zu konstanten Wechselkursen von 9%. Der europäische Mark habe sich im Vergleich schwach entwickelt. "In den USA sind Smart Grids bereits Realität. Sie sind die Konsequenz aus der Adaption von smarten Stromzählern, nicht umgekehrt", sagte Mora in dem Interview. "Europa hinkte aus regulatorischen Gründen lange hinterher. Doch für uns wichtige Märkte wie Frankreich, Grossbritannien, Skandinavien holen jetzt auf."

Das aktuelle gesetzliche Umfeld unterstütze eine Belebung des Wachstums in Europa. In den USA will Mora auf die zweite Smart-Meter-Adaptionswelle aufspringen. "In Asien-Pazifik konzentrieren wir uns auf das aufkeimende Geschäft in Indien und Australien", so der Unternehmenschef.

Zudem bestätigte Mora die mit der Ankündigung des geplanten Börsengangs gemachten Angaben. Die derzeitigen Eigentümer Toshiba und INCJ würden ein Dual-Track-Verfahren verfolgen, an deren Ende entweder das IPO oder der Verkauf an einen Investor stehen kann. "Das wird bis Ende September der Fall sein. Wir antizipieren aber einen Börsengang und bereiten uns entsprechend vor", so der Landis+Gyr-Chef weiter.

(AWP)