+++Börsen-Ticker+++ - Aktien New York: Weiter Zurückhaltung unter Anlegern

Die US-Aktienmärkte präsentieren sich am Mittwoch wenig verändert.
10.05.2017 22:47
Wegweiser zur Börse in New York.
Wegweiser zur Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:45

Der Dow Jones Industrial schliesst mit einem Minus von 0,16 Prozent bei 20 943,11 Punkten, nachdem er am Vortag ebenfalls in diesem prozentualen Umfang verloren hatte. Geldpolitische Aussagen eines Vertreters der US-Notenbank Fed hatten wenig Auswirkungen auf den Leitindex. Der Währungshüter Eric Rosengren hatte sich erneut für drei weitere Leitzinsanhebungen der Fed in diesem Jahr ausgesprochen. Ansonsten dominierten diverse Quartalsberichte von US-Unternehmen den Handel.

Der breiter gefasste S&P 500-Index steigt zur Wochenmitte um 0,11 Prozent auf 2399,63 Punkte. Für den Technologieindex Nasdaq 100 geht es um 0,06 Prozent auf 5681,68 Zähler nach oben. Börsenexperte Craig Erlam vom Onlinebroker Oanda sieht den Aufwärtstrend der US-Börsen noch intakt: Solange der Dow über 20 850 Punkte und der S&P 500 über 2380 Punkten blieben, dürfte die positive Marktdynamik anhalten, glaubt er.

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17:30

Der Swiss Market Index (SMI) geht am Mittwoch mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 9086 Punkten aus dem Handel.

Die Schweizer Börse ist nach den jüngsten Kursgewinnen auf Konsolidierungskurs eingeschwenkt. "Das ist eine gesunde Entwicklung. Es kann ja nicht nur in eine Richtung gehen", sagte ein Händler.

Zudem herrschte Vorischt aufgrund der überraschenden Entlassung von FBI-Chef James Comey durch US-Präsident Donald Trump. Es sei nicht absehbar, ob der Schritt auf Trump zurückschlagen könnte, sagte ein Händler.

 

Unter Druck standen die Titel von Roche mit minus 1,8 Prozent. Der Pharmakonzern muss mit seiner ersten Krebs-Immuntherapie Tecentriq einen Rückschlag einstecken. 

Die Aktien des Roche-Rivalen Novartis dagegen machten frühe Gewinne mehr als wett und notierten leicht höher. Nestlé, das dritte SMI-Schwergewicht, grenzte die Verluste auf ein Drittelprozent ein. Die Anteile des Lebensmittelkonzerns waren jüngst auf ein Rekordhoch geklettert.

Zyklische Werte holten im Verlauf die Einbussen mehr oder weniger auf. Die Aktien des Elektrokonzerns ABB und des Chemiekonzerns Clariant notierten eine Spur höher. 0,5 Prozent im Minus waren die Titel der Sanitärtechnikfirma Geberit. Die Papiere von Adecco legten rund ein Prozent zu.

Die Aktien von Swatch kletterten nach einem anfänglichen Minus um 0,2 Prozent. Die Papiere des breiter aufgestellten Luxusgüterkonzerns Richemont gewannen 0,5 Prozent. Der Genfer Konzern veröffentlicht am Freitag den Jahresbericht. Syngenta zogen um 0,2 Prozent an. Am 11. Mai startet die Nachfrist für das Übernahmeangebot von ChemChina.

Finanzwerte legten meist zu. Die Titel von Swiss Life aber verloren 1,9 Prozent. Der Lebensversicherer ist verhalten ins Jahr gestartet. Die Titel von Zurich Insurance stiegen am Tag vor der Quartalsbilanz um 0,3 Prozent. Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS zogen um 0,6 Prozent an.

Am breiten Markt legten die Aktien von Airopack 5,6 Prozent zu. Die Myriad-Titel stiegen um 0,8 Prozent. Gewinnmitnahmen drückten die Aktien von Kudelski, Bobst, Schmolz+Bickenbach und Dottikon um rund zwei Prozent. "Wir raten unseren Kunden, bei Nebenwerten, die gut gelaufen sind, Gewinne mitzunehmen und den Erlös in den grosskapitalisierten Aktien zu parkieren", sagte ein Händler.

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15:45

Die Aktienindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 verloren in den ersten Minuten bis zu 0,3 Prozent. Für Unruhe sorgte die überraschende Entlassung des FBI-Chefs James Comey durch US-Präsident Donald Trump.

Börsianer befürchten, dass dieser Streit die Verabschiedung von Trumps Wirtschaftsprogramm im Parlament erschwert. "Die wichtigste Frage ist, wie sich dies auf die Steuerpläne auswirkt", sagte Matthew Peterson, Chef-Anlagestratege des Vermögensberaters LPL. "Der Markt rechnet mit einer Senkung."

Kräftig zulegen konnten dennoch die Aktien von Abercrombie & Fitch, die sich um mehr als zwölf Prozent verteuerten.

Fossil-Titel stürzten dagegen um 20 Prozent ab und waren mit 14,44 Dollar so billig wie zuletzt vor acht Jahren. Der Umsatz des US-Uhrenbauers ging um zwölf Prozent auf 78 Millionen Dollar zurück - stärker als gedacht.

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12:30

Die Ölpreise haben am Mittwoch wegen eines überraschend grossen Rückgangs der US-Lagerbestände zugelegt. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um bis zu 1,1 Prozent auf 49,29 Dollar je Barrel. US-Leichtöl der Sorte WTI klettert um 1,3 Prozent auf 46,46 Dollar. Die wöchentlichen Rohöl-Bestände in den USA gingen nach Daten des privaten American Petroleum Institute (API) um 5,8 Millionen Barrel zurück. Analysten hatten lediglich mit einem Schwund von 1,8 Millionen gerechnet.

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11:30

Die Schweizer Börse hat nach den jüngsten Kursgewinnen am Mittwoch den Rückwärtsgang eingelegt. Die Kurse konsolidieren auf meist leicht tieferen Niveaus, sagte ein Händler.  Belastend wirkt der Kurssturz von Index-Schwergewicht Roche. Der SMI sinkt vor allem deswegen um 0,7 Prozent auf 9052 Punkten. Am Dienstag war der Leitindex auf den höchsten Stand seit August 2015 gestiegen.

Die Titel von Roche fallen um 2,1 Prozent. Der Pharmakonzern muss mit seiner ersten Krebs-Immuntherapie Tecentriq einen Rückschlag einstecken. In einer spätklinischen Phase-III-Studie verfehlte die Arznei das angepeilt Hauptziel.

Auch bei Novartis streichen die Anleger die jüngst erzielten Gewinne ein: Die Aktien des Roche-Rivalen schwächen sich um 0,6 Prozent ab. Mit Nestle verliert auch das dritte SMI-Schwergewicht 0,5 Prozent. Die Anteile des Lebensmittelkonzerns waren jüngst auf ein Rekordhoch geklettert.

Zyklische Werte werden ebenfalls meist tiefer bewertet. Die Aktien des Elektrokonzerns ABB verlieren 0,6 Prozent, die des Zementkonzerns LafargeHolcim sinken ebenfalls um 0,6 Prozent. Knapp gehalten sind die Anteile der Sanitärtechnikfirma Geberit und des Chemiekonzerns Clariant. Die Titel von Adecco legen leicht zu. Das am Dienstag veröffentliche Quartalsergebnis des Personaldienstleisters kam im Markt gut an. Kepler Cheuvreux, JPMorgan und Barclays hoben die Kursziele an.

Syngenta sind unverändert. Am 11. Mai startet die Nachfrist für das Übernahmeangebot von ChemChina. Die Aktionäre können ihre Aktien noch bis 24. Mai andienen.

Finanzwerte bröckeln mehrheitlich ab.

 

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10:15

Der Swiss Market Index (SMI) gibt bis um 09.30 Uhr 0,49% auf 9'069,46 Punkte nach. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,35% auf 1'441,19 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,44% auf 10'295,82 Punkte.

Die schwergewichtigen Roche ziehen den SMI mit einem klaren Abschlag von 1,4% nach unten. Der Pharmakonzern muss beim Krebsmedikament Tecentriq einen Rückschlag hinnehmen.

Swiss Life (+0,1%) können nach Zahlen dagegen etwas zulegen.

Unter den grössten Verlierern finden sich Galenica (-1,0%), SGS und Sika (je -0,9%). Die Aktien von LafargeHolcim (-0,8%) hatten sich seit den Q1-Zahlen und der eher unharmonischen GV schwächer entwickelt.

Die Grossbanken Credit Suisse (+0,2%) und UBS (+0,1%) zeigen sich gut gehalten. Die niederländische Bank ING hatte ein besser als erwartetes Ergebnis bei stabilen Margen präsentiert.

Adecco (-0,1%) kann die am Vortag im Zusammenhang mit den Quartalszahlen erzielten Gewinne mehr oder weniger verteidigen.

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt zum Börsenstart 0,5 Prozent auf 9072 Punkte nach. Der Leitindex SMI hatte am Vortag seine Rekordjagt fortgesetzt und schloss über der Schwelle von 9'100 Punkten auf dem höchsten Niveau seit August 2015. Laut Händlern würden Anleger aus Übersee derzeit verstärkt Umschichtungen Richtung Europa vornehmen. Davon profitiere auch der Schweizer Aktienmarkt. Inzwischen sei jedoch eine Höhe erreicht, bei der auch eine zeitweise Konsolidierung wahrscheinlicher werde, aber auch kein grosses Problem darstelle.

Von Seiten der Makrodaten dürften am Vormittag Zahlen zur Industrieproduktion in Italien und Frankreich von Interesse sein. Am Nachmittag folgen die US-Im- und Exportpreise.

Die schwergewichtigen Roche ziehen mit einem klaren Abschlag von -1,4 Prozent den Leitindex nach unten. Der Pharmakonzern muss beim Krebsmedikament Tecentriq einen Rückschlag hinnehmen. Das Immun-Therapeutikum hat in einer Phase-III-Studie zu Blasenkrebs den primären Endpunkt nicht erreicht. Die übrigen Schwergewichte Nestlé und Novartis (beide -0,4 Prozent) geben im Rahmen des Gesamtmarktes ab.

Swiss Life (-0,2 Prozent) zeigen nach Zahlen eine eher gehaltene Tendenz. Der Konzern musste einen Rückgang bei den Prämienvolumen verbuchen. Während das Geschäft in der Schweiz und Deutschland rückläufig war, wurde in Frankreich sowie international Wachstum verbucht.

Die Grossbanken Credit Suisse (+0,3 Prozent) und UBS (+0,1 Prozent) notieren derzeit als einzige SMI-Titel im Plus. Die niederländische Bank ING hatte ein besser als erwartetes Ergebnis bei stabilen Margen präsentiert.

Adecco (-0,1 Prozent) fallen nach dem deutlichen Plus am Vortag im Zusammenhang mit den Quartalszahlen nicht auf. Hier hat S&P nach den Zahlen das Rating auf Buy von Hold angehoben und das Kursziel auf 85 (75) CHF erhöht. Die starken Resultate hätten zu einer Anhebung der Schätzungen geführt, heisst es. Das bessere organische Wachstum zeige, dass der Einstellungstrend Momentum gewonnen habe. Barclays hat nur das Kursziel leicht auf 82 (80) CHF angehoben und stuft die Titel weiter mit Overweight ein. Dank der guten Kostenkontrolle habe Adecco positiv überrascht, hiess es dort.

Syngenta (Kurs unverändert) befindet sich nun nach dem definitive Zwischenergebnis zu 82,23 Prozent im Besitz von ChemChina.

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08:55

Die gute Ertragslage vieler Unternehmen hat am Mittwoch die Anleger in Fernost zu Aktienkäufen ermutigt. Investoren setzten darauf, dass sich die Belebung der Konjunktur weiter fortsetzen würde. Für Unsicherheit sorgte indes die plötzliche Entlassung des FBI-Direktors in den USA sowie die anhaltende Sorge vor einem weiteren nordkoreanischen Atomtest.

In Tokio legte der Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 19.900 Punkte zu. Experten verwiesen auf einen weiterhin vergleichweise niedrigen Yen, der besonders Exportwerte stütze. Zu den Gewinnern gehörte etwa Mitsubishi Motors mit einem Plus von mehr als neun Prozent. Das Unternehmen hatte einen Anstieg des operativen Gewinns in diesem Jahr um fast das 14-fache angekündigt. Die Aktien des Elektroteileherstellers Minebea Mitsumi legten sieben Prozent zu, nachdem der Konzern für das Geschäftsjahr ein zweistelliges Gewinnplus vorausgesagt hatte.

Auch an den übrigen Handelsplätzen in der Region ging es überwiegend nach oben. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,2 Prozent. Die Börse in Shanghai gab dagegen leicht nach. In Südkorea verlor der Index 0,9 Prozent, weil Investoren nach dem Wahlsieg des Menschenrechtsanwalts Moon Jae bei der Präsidentenwahl Gewinne mitnahmen.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,4 Prozent nach. Die überraschende Entlassung des FBI-Chefs James Comey durch US-Präsident Donald Trump könnte die Anleger nervös machen. Zeitweise drückte dies in Fernost den Dollar etwas.

Sämtliche SMI-Titel notieren vorbörslich negativ. Am stärksten geben mit minus 1,7 Prozent Roche nach. Das Pharma-Unternehmen muss mit seiner Krebs-Immuntherapie Tecentriq einen Rückschlag einstecken. In einer spätklinischen Phase-III-Studie verfehlte die Arznei das angepeilt Hauptziel.

An der Wall Street hatten der Dow-Jones- und der S&P500-Index am Dienstag nach Handelsschluss in Europa leicht ins Minus gedreht und waren mit Abschlägen von 0,2 und 0,1 Prozent aus dem Handel gegangen. Der Nasdaq-Composite schloss dagegen 0,3 Prozent höher.

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07:35

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel leicht gestiegen. Am Markt wurden Lagerdaten aus den USA als Grund genannt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete am Morgen 49,03 US-Dollar. Das waren 30 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juni-Lieferung stieg um 34 Cent auf 46,22 Dollar.

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06:40

Die Tokioter Börse hat am Mittwoch zugelegt. Allerdings wurden die Kursgewinne durch politische Unsicherheit begrenzt, ausgelöst durch die plötzliche Entlassung des FBI-Direktors in den USA und der anhaltenden Sorge vor einem weiteren nordkoreanischen Atomtest. 

Zu den Gewinnern gehörte Mitsubishi Motors mit einem Plus von fast acht Prozent. Das Unternehmen hatte einen Anstieg des operativen Gewinns in diesem Jahr um fast das 14-fache angekündigt.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent höher bei 19.903 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,2 Prozent und lag bei 1585 Punkten. Die Börse in Shanghai lag ebenfalls 0,2 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,2 Prozent.

Ein Euro wurde mit 1,0894 Dollar bewertet nach 1,0872 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 113,80 Yen gehandelt nach 113,98 Yen in den USA. Auch hier wirkten sich die Vorgänge in den USA aus. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0964 und zum Dollar mit 1,0063. 

(cash/AWP/Reuters)