+++Börsen-Ticker+++ - Aktien Schweiz: Roche und Banken drücken SMI ins Minus

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag im Verlauf zunehmend an Terrain eingebüsst und schwächer geschlossen.
19.07.2019 22:26
Schriftzug an der Schweizer Börse SIX.
Schriftzug an der Schweizer Börse SIX.
Bild: cash

22:25

Die US-Börsen haben am Freitag im Minus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,3 Prozent auf 27.154 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,6 Prozent auf 2976 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,7 Prozent auf 8146 Punkte.

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18:20

Nach einem freundlichen Start prallte der SMI erneut an der psychologisch wichtigen Marke von 10'000 Punkten ab und fiel deutlich zurück. Belastet wurde der Markt am Tag des kleinen Verfallstermins vor allem durch deutliche Abgaben der Marktschwergewichte Nestle und Roche und der Grossbanken. Zudem verlor der Pharmawert Novartis, der am Donnerstag im Alleingang den Markt gehoben hatte, zunehmend an Schwung.

Die Anleger befinden sich laut Händlern weiterhin zwischen Zinssenkungshoffnungen und der Angst vor Ergebnisenttäuschungen in der laufenden Bilanzsaison. Da diese in der kommenden Woche in eine weitere Runde geht, wollten sich die Anleger vor dem Wochenende nicht mehr stärker exponieren. Daher schritten sie nach vier Tagen in Serie mit steigenden Kursen zu Gewinnmitnahmen. Vor allem bei Aktien, die gut gelaufen seien, sei es daher zu Abgaben gekommen. Andere Titel, die schwächer als der Markt performt hätten, profitierten dagegen von Anschlusskäufen. "Eine typische Freitagsbörse halt", sagte ein Händler.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,73 Prozent tiefer auf 9'937,03 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich dennoch ein Plus 1,8 Prozent. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) büsste 0,45 Prozent auf 1'525,56 Punkte ein und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,54 Prozent auf 12'028,67 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln gaben 16 nach und 13 legten zu. Geberit schlossen unverändert.

Stark unter Druck standen die Anteile von Roche (-2,4 Prozent). Der Pharmariese veröffentlicht kommende Woche den Halbjahresbericht. Händler fragten sich, ob der Druck mit den bevorstehenden Zahlen zu tun haben könnte. "Vielleicht haben Anleger nach dem starken Halbjahresbericht von Novartis einfach Roche verkauft", sagte ein Händler. Möglicherweise standen die Abgaben auch im Zusammenhang mit dem Verfall eines Derivats, hiess es weiter.

Novartis (+0,3 Prozent) schlossen erneut fester, wobei das Plus im Laufe des Tages zeitweise deutlich grösser war. Novartis hatte am Donnerstag die Anleger mit sehr guten Ergebnissen angezogen. Mehrere Kurszielerhöhungen stützten den Titel zusätzlich. Novartis hat über die Woche gesehen mehr als vier Prozent zugelegt.

Ebenfalls deutlich schwächer schlossen die Anteile der Medizintechnikfirma Alcon (-1,4 Prozent), des Riechstoffherstellers Givaudan (-1,7 Prozent) und der beiden Grossbanken Credit Suisse (-1,1 Prozent) und UBS (-0,8 Prozent) sowie von Nestle (1,1 Prozent). Nestle und UBS werden kommende Woche über das erste Halbjahr berichten.

Die Aktien von SGS (-1,1 Prozent) und Givaudan setzten die Abwärtstendenz fort, die am Vortag im Anschluss an die Publikation von Quartalszahlen eingesetzt hatte.

Gewinne verbuchten tendenziell eher zyklische Werte. So sind an der Tabellenspitze neben dem Pharmaunternehmen Vifor Pharma (+3,4 Prozent) und dem Pharmazulieferer Lonza (+1,2 Prozent) die Industrietitel AMS (+1,8 Prozent), Schindler (+1,5 Prozent), ABB (+0,5 Prozent) und Kühne+Nagel (+0,4 Prozent) zu finden.

Im breiten Markt fielen SFS (+6,5 Prozent) und Valora (+5,5 Prozent) mit starken Avancen auf. Die beiden Firmen hatten den Zwischenbericht veröffentlicht. Die Industriewerte Klingelnberg (+3,8 Prozent), Georg Fischer (+3,5 Prozent) und Rieter (+3,1 Prozent) machten derweil einen Teil der jüngsten Verluste wett.

Auf der anderen Seite standen die Anteile von Bobst (-8,3 Prozent) weiter unter Druck. Der Maschinenbauer hatte am Donnerstag eine Gewinnwarnung abgesetzt.

Verleiderverkäufe belasteten mehrere Biotechfirmen. So sackten Polyphor (-8,5 Prozent), Addex (-5,1 Prozent), Kuros (-2,5 Prozent) und Cosmo Pharmaceuticals (-1,1 Prozent) deutlich ab. Händler sagten, Polyphor habe mit dem Studienabbruch mit dem wichtigen Kandidaten Murepavadin die Stimmung im Sektor getrübt. "Wer in Biotech investiert, braucht einen sehr langen Atem und viel Geduld. Und die ist wohl einigen Marktteilnehmern ausgegangen", sagte ein Händler.

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16:00

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der Index der Technologiebörse Nasdaq lagen am Freitag je 0,4 Prozent höher bei 27.325 und 8237 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,3 Prozent auf 3005 Zähler.

An den Börsen grassierten Spekulationen, die US-Notenbank Fed könne bei ihrem Entscheid Ende Juli den Leitzins gleich um einen halben Prozentpunkt senken. Mittlerweile tippen 41 Prozent der Investoren auf so eine kräftige Senkung. Anleger sahen sich darin durch Aussagen des Chef des Fed-Bezirks New York, John Williams, bestärkt. Es sei besser vorsorglich zu handeln, statt zu warten bis es zu wirtschaftlichen Problemen komme, sagte Williams.

Optimismus verbreitete mit Microsoft auch der mit einer Marktkapitalisierung über eine Billion Dollar wertvollste börsennotierte Konzern Amerikas. Das florierende Cloud-Geschäft und das nahende Ende des Betriebssystems Windows 7 haben das Wachstum des Softwarekonzerns angekurbelt. Die Aktien sprangen um drei Prozent auf ein Rekordhoch von 140,67 Dollar.

Abwärts ging es hingegen für American Express, die 0,8 Prozent verloren. Zwar hat der Kreditkartenanbieter dank der Kauffreude der Amerikaner mehr verdient. Anleger störten sich allerdings an den um 9,2 Prozent gestiegenen Kosten. Um ausgabefreudige Kunden anzulocken, gab American Express mehr Geld für Rabattprogramme aus. 

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14:30

Der Franken hat am Freitag zum Euro den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Grund dafür waren Spekulationen über eine bevorstehende Zinssenkung der Europäischen Zentralbank, die den Euro drückten. Die Gemeinschaftswährung kostete zwischenzeitlich 1,1026 Franken.

Der Euro-Franken-Kurs seit Anfang 2019 (Grafik: cash.ch) 

Am Donnerstag waren es noch 1,1089 und Ende April rund 1,1450 Franken. Anleger gehen mittlerweile zu 60 Prozent von einer Zinssenkung der EZB um zehn Basispunkte nächste Woche aus. Zu Wochenbeginn hatten sie die Wahrscheinlichkeit dafür nur bei 40 Prozent gesehen. Ein solcher Schritt der EZB könnte auf die Märkte eine schockartige Wirkung haben, sagte Rabobank-Analystin Jane Foley.

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12:05

In der Nacht zum Freitag wurde das Gold an der Börse in London zeitweise für 1453 US-Dollar je Feinunze (rund 31,1 Gramm) gehandelt. Damit war das Edelmetall so wertvoll wie seit dem Sommer 2013 nicht mehr. In den vergangenen Wochen lösten immer neue Signale für Zinssenkungen in den USA und in der Eurozone durch führende Notenbanker eine rasante Kursrallye beim Goldpreis aus.

Seit Anfang Juni ist der Goldpreis etwa zwölf Prozent gestiegen. Jüngster Preistreiber waren Aussagen von führenden Vertretern der US-Notenbank Fed. Der stellvertretende Notenbankchef Richard Clarida sprach sich am Donnerstagabend für eine baldige Senkung aus. "Es lohnt sich, beim ersten Anzeichen einer wirtschaftlichen Notlage schnell zu handeln, um die Zinsen zu senken", sagte Clarida in einem Fernsehinterview beim Sender "Fox Business Network".

Etwa zeitgleich hatte sich der einflussreiche Chef der Notenbank von New York, John Williams, geäussert. Der Fed-Vertreter unterstrich ebenfalls am Vorabend die Notwendigkeit einer schnellen Zinsreaktion der US-Notenbank, sollten die Währungshüter zu dem Schluss kommen, dass sich die US-Wirtschaft in Schwierigkeiten befinde.

Allerdings verursachten die Williams-Äusserungen Verwirrung an den Finanzmärkten. In der Nacht zum Freitag relativierte eine Sprecherin der regionalen Notenbank von New York die Aussagen von Williams. Sie seien demnach im Rahmen einer "akademischen Rede" gefallen und seien nicht im Zusammenhang mit der aktuellen Geldpolitik zu verstehen.

Nach den jüngsten Äusserungen aus der Fed habe der Markt eine Zinssenkung um 0,5 Prozentpunkte bei der nächsten Zinssitzung Ende Juli stärker eingepreist, erklärte Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank den jüngsten Anstieg des Goldpreises. Er verwies auf eine starke Nachfrage nach Wertpapieren, die es ermöglichen in Gold zu investieren, ohne es lagern zu müssen. "Dass Gold in Folge der Äusserungen stark gefragt war, spiegelt sich unter anderem in ETF-Zuflüssen von fast 14 Tonnen wider", sagte Briesemann.

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11:30

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstag kurz vor Mittag kaum verändert mit einer leichten Tendenz zur Schwäche. Der Swiss Market Index (SMI) büsst bis um 10.50 Uhr 0,10 Prozent auf 10'000,01 Punkte ein. Dagegen ziehen der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) um 0,08 Prozent auf 1'533,71 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,05 Prozent auf 12'100,1 Punkte an. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen 23 im Plus und 7 im Minus.

Novartis (+0,3 Prozent) zeigen noch keine Ermüdungserscheinungen. Mit dem Plus von über 3 Prozent am Vortag im Anschluss an die starken Quartalszahlen haben die Titel über die Woche gesehen schon mehr als 6 Prozent zugelegt. Am Berichtstag sind zu Novartis bereits verschiedene Kurszielerhöhungen verbunden mit positiven Kommentaren eingetroffen. Nach Meinung verschiedener Analysten sollten mittlerweile aber die guten Nachrichten im Kurs der Aktie enthalten sein.

 

 

Entsprechend hat etwa CFRA das Rating auf "Hold" zurückgenommen und Barclays die Empfehlung "Underweight" bestätigt. Das alte Kursziel von 70 Franken bei Barclays lag massiv unter dem aktuellen Kurs von beinahe 93 Franken und auch das neu gesetzte Ziel von 80 Franken lässt grossen Spielraum nach unten offen.

Roche (-1,4 Prozent) ziehen im Gegensatz zu Novartis den Gesamtmarkt nach unten. Der zweite Basler Pharmamulti wird die Zahlen zum zweiten Quartal in der kommenden Woche vorlegen. Noch mehr büssen einzig SGS (-2,3 Prozent) ein und ähnlich viel Givaudan (-1,2 Prozent). Beide hatten am Vortag im Anschluss an die Publikation von Quartalszahlen schon deutlich nachgegeben.

An der Tabellenspitze finden sich AMS und Vifor Pharma gleichauf mit einem Plus von je 2,5 Prozent. Etwas deutlicher sind zudem die Gewinne von Lonza (+1,9 Prozent), Schindler (+1,6 Prozent) und Clariant (+1,4 Prozent).

Im breiten Markt fallen jeweils nach Zahlen SFS (+6,9 Prozent) und Valora (+5,5 Prozent) mit starken Avancen auf. Der Ostschweizer Industriekonzern SFS hat vorbörslich seine Halbjahreszahlen 2019 veröffentlicht und dabei die Prognosen für das Gesamtjahr aufgrund des schwieriger gewordenen Wirtschaftsumfeldes leicht gesenkt. Marktteilnehmer hatten allerdings zum Teil mit diesem Schritt gerechnet und sehen gar eine leichte Verbesserung des Geschäfts. Der Kioskkonzern Valora wiederum hat trotz stagnierendem Umsatz den Gewinn deutlich gesteigert.

Georg Fischer (+3,0 Prozent) holen die Verluste des Vortages im Anschluss an schwächer als befürchtet ausgefallene Halbjahreszahlen mehr als auf. Bereits am Donnerstag fielen die Titel mit einer gewissen Volatilität auf. Offenbar hatten die Marktteilnehmer Schwierigkeiten, die Ergebnisse zu werten.

Guten Gewinn zeigen aber auch weitere Industrietitel wie Komax (+3,6 Prozent), Comet (+3,5 Prozent), VAT (+2,5 Prozent) oder Dätwyler (+2,5 Prozent).

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09:30

Der Schweizer Aktienmarkt legt am Freitag im frühen Geschäft weiter zu. Damit zeichnet sich zum Wochenschluss und dem kleinen Verfallstermin der fünfte Tag mit steigenden Kursen ab. Der SMI hat sich damit nach dem Absturz der vergangenen Woche unter die Marke von 9'800 Punkten wieder klar über 10'000 positioniert und liegt derzeit nur noch rund 60 Punkte vom Allzeithoch entfernt. Gestützt wird der Gesamtmarkt erneut von den schon die ganze Woche starken Novartis.

Die Vorgaben aus den USA sind mehr oder weniger neutral. Während am Vortag neue Strafzoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump in Richtung Peking für Verunsicherung gesorgt hatten, untermauerten schwach ausgefallene Daten zu den wichtigen Frühindikatoren sowie Aussagen eine Fed-Mitglieds die Aussichten für eine Zinserhöhung durch die amerikanische Notenbank noch im laufenden Monat. Ende Juli findet die nächste Zinssitzung des Fed statt. Unterstützung findet die Börsenstimmung auch in Aussagen des US-Finanzministers Mnuchin, wonach das Gespräch mit China wegen des Handelskriegs demnächst wieder gesucht werden soll.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.15 Uhr 0,16 Prozent höher bei 10'025,75 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) legt 0,31 Prozent auf 1'537,17 Punkte zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,19 Prozent auf 12'117,93 Punkte. Von den 30 wichtigsten Aktien ziehen 25 an, während 4 nachgeben und Swisscom unverändert notieren.

Heute wichtige Firmennews:

Chemie+Papier steigert Profitabilität deutlich

BB Biotech mit höherem Verlust im zweiten Quartal

Valora steigert Gewinn im ersten Halbjahr deutlich

SFS sieht sich Gegenwind ausgesetzt

Novartis (+0,4 Prozent) zeigen noch keine Ermüdungserscheinungen. Mit dem Plus von über 3 Prozent am Vortag im Anschluss an die starken Quartalszahlen, haben die Titel über die Woche gesehen schon mehr als 6 Prozent zugelegt. Am Berichtstag sind zu Novartis bereits verschiedene Kurszielerhöhungen verbunden mit positiven Kommentaren eingetroffen. Nach Meinung verschiedener Analysten sollten mittlerweile aber die guten Nachrichten im Kurs der Aktie enthalten sein.

Entsprechend hat etwa CFRA das Rating auf "Hold" zurückgenommen und Barclays die Empfehlung "Underweight" bestätigt. Das alte Kursziel von 70 Franken bei Barclays lag massiv unter dem aktuellen Kurs von beinahe 93 Franken und auch das neu gesetzte Ziel von 80 Franken lässt grossen Spielraum nach unten offen.

Im Gegensatz zu Novartis büssen Roche (-0,7 Prozent) an Terrain ein. Auch SGS (-0,4 Prozent) und Givaudan (-0,2 Prozent) gehören zu den wenigen Verlierern. Beide hatten am Vortag im Anschluss an die Publikation von Quartalszahlen schon deutlich nachgegeben.

An der Spitze der Blue Chips finden sich AMS (+1,5 Prozent), Julius Bär (+1,2 Prozent) und Clariant (+1,0 Prozent). Im breiten Markt klettern SFS nach Zahlen um gut 6 Prozent in die Höhe. Jeweils nach Zahlen sind auch Valora (+4,7 Prozent) deutlich und CPH (+0,7 Prozent) moderat gesucht.

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09:15

Nach der schwachen Vorwoche mit einem Schlussstand von klar unter 9'800 Punkten könnte sich der SMI wieder solid über der Marke von 10'000 Punkten positionieren. Nach dem Handelsstart steigt der SMI um 0,3 Prozent auf 10'043 Punkte.

Die Vorgaben aus den USA sind mehr oder weniger neutral. Während am Vortag neue Strafzoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump in Richtung Peking für Verunsicherung gesorgt hatten, untermauerten schwach ausgefallene Daten zu den wichtigen Frühindikatoren sowie Aussagen eine Fed-Mitglieds die Aussichten für eine Zinserhöhung durch die amerikanische Notenbank noch im laufenden Monat. Ende Juli findet die nächste Zinssitzung des Fed statt.

Wichtig für den weiteren Verlauf des SMI werden auch am Freitag die Aktien von Novartis (+0,6 Prozent) sein, die noch noch keine Ermüdungserscheinungen zeigen. Mit dem Plus von über 3 Prozent am Vortag im Anschluss an die starken Quartalszahlen, haben die Titel über die Woche gesehen schon mehr als 6 Prozent zugelegt. Am Berichtstag sind zu Novartis bereits verschiedene Kurszielerhöhungen verbunden mit positiven Kommentaren eingetroffen. Nach Meinung verschiedener Analysten sollten mittlerweile aber die guten Nachrichten im Kurs der Aktie enthalten sein. 

 

 

Allerdings fällt der Roche-Bon (-0,3 Prozent) zurück, und könnte damit SMI-Kursgewinne gegenüber Novartis noch einschränken. 

Die übrigen Titel sind im Plus. Eine Ausnahme bilden SGS (-0,5 Prozent), welche als einziger der 30 wichtigsten Werte nachgeben. Die Aktien des Prüfkonzerns fielen schon am Vortag im Anschluss an die Quartalszahlen mit einem Minus von 4 Prozent deutlich zurück.

Leicht auffällig sind noch Swiss Re (+0,5 Prozent), welche von soliden Zahlen des Konkurrenten Munich Re gestützt werden. Im breiten Markt stehen nach Zahlen SFS (+5,0 Prozent) und Valora (+3,9 Prozent) unter Beobachtung. SFS hatte vorbörslich im Minus gestanden, weil von einem schwierigen Umfeld berichtet wurde.

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08:40

Die Hoffnung auf rasche Zinssenkungen haben die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenschluss beflügelt. In Tokio schloss der Nikkei-Index zwei Prozent fester bei knapp 21.470 Punkten. Auf Wochensicht bleibt dennoch ein Minus von einem Prozent. Der MSCI-Index für die asiatischen Werte ausserhalb Japans legte ein Prozent zu.

Ein hochrangiger Fed-Banker hatte gesagt, die Geldpolitiker könnten nicht darauf warten, dass ein wirtschaftliches Desaster eintritt, bevor sie die Wirtschaft stützen. Das wird als Anzeichen für eine Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed Ende Juli gewertet. Immer mehr Börsianer rechnen damit, dass die Hüter des Dollar ihren Leitzins dabei um einen halben Prozentpunkt herabschrauben.

"Im Juli gehen wir davon aus, dass Zentralbanken weltweit die Zügel lockern, angeführt von der Fed und der EZB", schrieben die Experten von Morgan Stanley. In Tokio gehörten die Chipwerte zu den grössten Gewinnern. Sie profitierten von den Zahlen des taiwanischen Apple-Zulieferers TSMC, der mit einer steigenden Nachfrage der Smartphone-Hersteller rechnet. Die Papiere von Advantest schnellten um mehr als sieben Prozent nach oben, die Aktien von Disco gewannen mehr als vier Prozent. 

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08:10

Julius Bär errechnet den SMI vor dem Börsenstart um 0,4 Prozent höher. Damit würde der Schweizer Leitindex bei 10'047 Punkten starten. Die Kurse sind um bis zu 0,5 Prozent höher, wobei die Zykliker und Banken etwas mehr zulegen als die übrigen Titel (zu den vorbörslichen Kursen). Swiss Re steigen gar um 0,7 Prozent. Einzige Aktie im Minus ist SGS (-0,3 Prozent), wo gestern die Zahlen nicht gut angekommen waren. 

Die Musik spielt heute allerdings am breiten Markt. SFS berichtete von einem eingetrübten Markt und stehen vorbörslich um 3,1 Prozent tiefer. Bobst und Georg Fischer, die gestern unter Druck geraten waren, sind hingegen um je 0,4 Prozent höher gestellt.

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08:05

Die Ölpreise sind am Freitagmorgen nach Vortagesverlusten wieder gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte um 1,00 Dollar auf 62,95 US-Dollar zu. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 70 Cent auf 55,99 Dollar.

Am Vortag hatten Ängste vor einer weiteren Verschärfung im Handelsstreit zwischen den USA und China die Ölpreise belastet. US-Präsident Donald Trump hatte Peking mit weiteren Strafzöllen gedroht.

 

 

Tendenziell stützend wirkt die Lage am Persischen Golf um die sich zuspitzende Konfrontation zwischen dem Iran und den USA. Nach mehreren Zwischenfällen mit Öltankern erklärte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag, die USA hätten eine iranische Drohne, die sich dem Schiff "USS Boxer" in der Strasse von Hormus genähert habe, zerstört. Der Iran bestreitet jedoch, eine Drohne verloren zu haben. Die Strasse von Hormus gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten für Öllieferungen.

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06:50

Der Kurs Euro-Franken steht fast unverändert bei 1.1174. Der Ölpreis liegt bei 63,11 Dollar (Brent). 

Bitcoin hält sich nach dem gestrigen Anstieg über der 10'000-er Marke und kostet derzeit 10'507 Dollar.

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06:45

Der Aktienmarkt in Japan hat am Freitag stärker tendiert und einen Teil der Vortagsverluste wettgemacht. Zu den grössten Gewinnern zählten Unternehmen der Halbleiter-Branche.

Der Leitindex Nikkei steigt um 1,9 Prozent auf 21'454 Punkte, dürfte die Woche aber dennoch mit einem Verlust von 1,2 Prozent abschliessen, dem grössten wöchentlichen Minus seit Ende Mai. 

(cash/AWP/Reuters)