+++Börsen-Ticker+++ - Amazon drückt auf die Stimmung an der Wall Street

Amazon hat zum Wochenschluss die Wall Street belastet. Nach der Vorlage von Geschäftszahlen gerieten die Papiere des weltgrössten Online-Händlers unter Druck und zogen die US-Börsen mit nach unten.
28.07.2017 22:25
Eher gedrückte Stimmung herrschte am Freitag an der Wall Street.
Eher gedrückte Stimmung herrschte am Freitag an der Wall Street.

22:25

Angesichts der Berichtssaison, auf die Investoren dieses Mal besonderes Augenmerk legen, gerieten die Zahlen zur US-Konjunktur in den Hintergrund. Die US-Wirtschaft hat sich nach einer Schwächephase zu Jahresbeginn im Frühjahr wieder erholt. Von April bis Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,6 Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,2 Prozent höher auf 21'830 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt dagegen 0,1 Prozent auf 2472 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 0,1 Prozent auf 6374 Punkte. Auf Wochensicht ergibt sich für den Dow ein Plus von 1,2 Prozent, während der S&P auf der Stelle trat und die Nasdaq 0,2 Prozent einbüsste.

Am Aktienmarkt schlug der 77-prozentige Gewinneinbruch von Amazon Investoren auf die Stimmung. Der Konzern nimmt für seine Expansion höhere Kosten in Kauf. Vor dem Hintergrund des rasanten Umsatzwachstums seien die gestiegenen Ausgaben aber nicht negativ, betonten die Experten des Vermögensverwalters Needham. Amazon-Titel verlieren dennoch 1,5 Prozent auf 1020 Dollar, nachdem ihr Rekordhoch von 1083,31 Dollar den Firmengründer Jeff Bezos am Donnerstag kurzzeitig zum reichsten Mann der Welt gemacht hatte.

Dass US-Präsident Donald Trump im US-Senat mit dem Versuch, die Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama auszuhebeln, erneut scheiterte, trug ebenfalls zur eher schlechten Stimmung bei. "Es scheint, als ob Obamacare zum Alptraum für Trump wird, und das ist auch für die Märkte keine gute Nachricht", sagt Analyst Naeem Aslam von Think Markets. Die Erfolgsaussichten für Trumps andere Pläne würden damit zunehmend fraglich.

Mit einem Aufschlag von rund 1 Prozent waren die Anteilsscheine von Intel gefragt. Der weltgrösste Chiphersteller blickt optimistischer auf sein traditionelles PC-Geschäft und neue Bereiche wie künstliche Intelligenz oder selbstfahrende Autos. Nach einem überraschend starken Umsatz- und Gewinnanstieg im abgelaufenen Quartal hob der Konzern aus dem Silicon Valley seine Prognose für das Gesamtjahr an.

Mehr als 9 Prozent abwärts gehts es für Starbucks. Die Kaffeehauskette dämpft die Erwartungen an ihr US-Geschäft. Der Gewinn fiel im abgelaufenen dritten Quartal auf 691 Millionen Dollar von 754 Millionen vor Jahresfrist. Für das vierte Quartal zeigte sich das Unternehmen wegen des harten Kampfes um Marktanteile zurückhaltend.

Mattel kommt mit seinen Barbie-Puppen und Fisher-Price-Spielzeug nicht so gut an wie erhofft. Der Umsatz legte im abgelaufenen Quartal zwar um 2 Prozent auf 974 Millionen Dollar zu. Von Reuters befragte Analysten hatten aber mehr erwartet. Die Aktie des Spielzeugherstellers bricht fast 8 Prozent ein.

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17:40

Der anhaltende Abwärtstrend des Frankens hat Anleger an die Schweizer Börse gelockt. Gebremst wurde die Erholung von den Kursabschlägen bei den Aktien der UBS. Der SMI liegt zum Börsenschluss bei 9019 Zählern praktisch auf dem Stand vom Vortag. Gegenüber der Vorwoche bedeutet dies ein Plus von 0,9 Prozent. Ein schwächerer Franken nützt der stark exportorientierten heimischen Wirtschaft und macht ihre Produkte auf dem Weltmarkt attraktiver.

Wegen des Schweizer Nationalfeiertags am kommenden Dienstag dürften viele Marktteilnehmer eine Brücke in ein langes Wochenende schlagen und am Montag zu Hause bleiben. Daher neigten sie dazu, Baisse-Positionen vor dem langen Wochenende glattzustellen, heisst es am Markt.

Die Aktie der Grossbank UBS verliert 2,9 Prozent an Wert. Händler sagen zwar, der Zwischenbericht der Bank sei insgesamt besser als erwartet. UBS hat im abgelaufenen Quartal dank steigenden Erträgen in der Kernsparte Vermögensverwaltung den Gewinn um 14 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken gesteigert. Die Bank Vontobel streicht aber die Entwicklung der Kapitalquote als negativ hervor. Diese sank wegen eines Anstiegs der Risikogewichteten Aktiven (RWA).

Dagegen legt die Aktie der Rivalin Credit Suisse um 3,1 Prozent zu. Credit Suisse hat im zweiten Quartal 2017 den Gewinn auf 303 Millionen Franken fast verdoppelt und etwa so viel verdient wie Analysten geschätzt hatten. "Was sich auszahlt, sind die Kostensenkungen", erklärt ZKB-Analyst Javier Lodeiro. Zudem sei wichtig, dass alle Einheiten zur Gewinnüberraschung beigetragen hätten.

Gewinnmitnahmen belasten auch die Anteile von Julius Bär mit 1 Prozent. Der Kurs war nach dem am Montag veröffentlichten und als sehr gut taxierten Halbjahresberichts um fast 10 Prozent gestiegen.

Die Anteile der Pharmariesen konsolidieren den jüngsten Anstieg. Novartis geben 0,1 Prozent nach und Roche 0,2 Prozent. Die Anteile von Nestlé notieren nach frühen Abgaben um 0,2 Prozent höher und tragen damit zur freundlichen Tendenz bei. Der Nahrungsmittelwert war am Donnerstag nach Bekanntgabe der Semesterresultate 1 Prozent gefallen.

Die Aktien von zyklischen und von Technologiefirmen zeigen sich uneinheitlich. Die Aktien des Prüfkonzerns SGS, des Duft- und Aromenherstellers Givaudan, des Chemiekonzerns Clariant und des Bauchemiespezialisten Sika geben nach. Dagegen stimmen die Papiere des Elektrokonzerns ABB, des Zementriesen Lafarge-Holcim und der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch in den Aufwärtstrend ein.

Am breiten Markt stechen Myriad hervor, deren Kurs um 15,3 Prozent einbricht. Die Softwarefirma peilt eine Kapitalerhöhung in dritten Quartal an und prüft einen Rückzug von der Schweizer Börse. Cosmo sinken um 1,8 Prozent. Die Pharmafirma hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 17,3 Millionen Euro verbucht nach einem Gewinn von 5,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Forbo verlieren 5,2 Prozent. Der Belag- und Klebstoffhersteller fuhr im ersten Halbjahr wegen Einmalkosten im Zusammenhang mit Rückstellungen in einem Kartellverfahren einen Verlust von 28,9 Millionen Franken ein. Ohne diese Einmalkosten wäre der Gewinn gestiegen.

Gefragt waren die Titel von Idorsia, die um 6,7 Prozent höher stehen. Die Pharmafirma hat mit dem Mittel ACT-541468 (DORA) zur Behandlung von Schlafstörungen in einer Phase-2-Studie die gewünschten Resultate erreicht und plant nun eine Phase-3-Studie. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Freitag.)

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15:45

Amazon belastet zum Wochenschluss die Wall Street. Nach der Vorlage von Geschäftszahlen sind die Papiere des weltgrössten Online-Händlers unter Druck und ziehen die US-Börsen mit nach unten. Angesichts der Berichtssaison, auf die Investoren dieses Mal besonderes Augenmerk legen, gerieten die Zahlen zum US-Wachstum in den Hintergrund. Die US-Wirtschaft hat sich nach einer Schwächephase zu Jahresbeginn im Frühjahr wieder aufgerafft. Von April bis Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,6 Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet unverändert bei 21'796 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verliert 0,2 Prozent auf 2469 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fällt um 0,6 Prozent auf 6340 Stellen.

Die Aktien von Amazon lassen bei hohen Umsätzen 4 Prozent Federn. Der Gewinn des Konzerns aus Seattle ging stärker als vom Markt erwartet zurück. Das zog andere Technologiegrößen wie Facebook, die Google-Mutter Alphabet und Netflix mit nach unten.

Dass US-Präsident Donald Trump im US-Senat mit dem Versuch, die Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama auszuhebeln, erneut scheiterte, trägt ebenfalls zur eher schlechten Stimmung bei. "Es scheint, als ob Obamacare zum Alptraum für Trump wird und das ist auch für die Märkte keine gute Nachricht", sagt Analyst Naeem Aslam von Think Markets. Die Erfolgsaussichten für Trumps andere Plänen würden damit zunehmend fraglich.

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12:55

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Freitagmittag weiterhin im Minus, hat die Abgaben aber spürbar eingegrenzt. Der SMI startete bereits unter der Marke von 9000 Punkten. Im Vormittagshandel baute der Leitindex seine Abgaben zeitweise nochmals deutlicher aus, bevor er sich nun wieder auf das Anfangsniveau zurückgearbeitet hat. Im Fokus stehen die beiden Grossbanken UBS und CS nach der Zahlenvorlage, deren Aktien die Bandbreite des SMI abdecken: CS sind die grössten Gewinner, UBS die grössten Verlierer.

Etwas Unterstützung für die Märkte kam von positiven Wirtschaftsdaten aus Frankreich und Spanien. Im Euro-Raum stieg die Wirtschaftsstimmung auf ein 10-Jahre-Hoch. Weiter sorgen die Währungen für Bewegung. Der Franken sank zum Euro deutlich und bewegte sich zeitweise Richtung 1,14 Franken. Marktteilnehmer vermuten Interventionen der SNB als verstärkenden Faktor.

Der SMI steht gegen Mittag 0,3% tiefer bei 8992 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich zum aktuellen Kurs ein Plus von 0,6%. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,4% auf 1435 Zähler und der breite SPI 0,3% auf 10'232 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 23 im Minus und 7 im Plus.

Stärkster Bluechip ist wie bereits am Morgen Credit Suisse (+1,7%), die zeitweise um bis zu 4% zulegten. Die kleinere der beiden Grossbanken hat im zweiten Quartal in den operativen Kernbereichen gut gearbeitet und die Erwartungen übertroffen. Gelobt werden vor allem die deutlich gesunkenen Kosten.

UBS (-2,8%) liegen demgegenüber am unteren Ende des Tableaus. Hier waren die Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Der Gewinnbeitrag aus dem Wealth Management fiel jedoch etwas schwächer aus und die Kernkapitalquote sank überraschend stark, kommentieren Analysten. Die Ergebnisse würden von den Investoren als Anlass für Gewinnmitnahmen genommen, heisst es.

Grössere Einbussen sind auch bei Julius Bär (-1,7%), Clariant (-1,5%), Lonza (-1,4%), und Lafarge-Holcim (-1,1%) auszumachen.

Aus der zweiten Reihe gab es ebenfalls eine ganze Reihe von Zahlen. Dabei reagieren Forbo (-3,4%) und Cosmo (-1,4%) negativ, Bellevue (+2,9%), Zehnder (+0,7%) und in geringeren Masse APG (+0,2%) positiv.

Idorsia (+7,6%) hat mit dem Produktkandidaten ACT-541468 zur Behandlung von Schlafstörungen die gesteckten Ziele in einer Phase-II-Studie erreicht. Oerlikon (+1,1%) profitieren von einer Aufstufung durch Vontobel auf "Buy".

Die Aktien von Myriad stürzen hingegen um 24% ab. Das Unternehmen plant eine Kapitalerhöhung und erwägt, die Börsenkotierung an der SIX aufzugeben. Das wurde zusammen mit einem Halbjahresverlust am Vorabend gemeldet. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:30

Die Schweizer Börse büsst am Freitagmorgen Terrain ein. Negative Vorgaben von der US-Technologiebörse und Kursabschläge bei den Aktien von UBS und Nestlé lasten auf dem Markt. Im Verlauf könnten sich die Verluste eingrenzen. "Die Schweiz erhält momentan klar Unterstützung von der Währungsseite. So schwach war der Franken (zum Euro) schon lange nicht mehr", sagt ein Börsianer.

Der SMI büsst 0,5 Prozent auf 8969 Zähler ein. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,3 Prozent gestiegen.

Im Fokus der Anleger stehen die Grossbanken. UBS büssen 3,7 Prozent ein. Händler sagen, zwar sei der Zwischenbericht der Bank insgesamt besser als erwartet. UBS hat im abgelaufenen Quartal dank steigenden Erträgen in der Kernsparte Vermögensverwaltung den Gewinn um 14 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken gesteigert. Die Bank Vontobel streichen aber die Entwicklung der Kapitalquote als negativ hervor. Diese sank wegen eines Anstiegs der Risiko-gewichteten Aktiven (RWA).

Dagegen legt die Aktie der Rivalin Credit Suisse um 2 Prozent zu. Credit Suisse hat im zweiten Quartal 2017 den Gewinn auf 303 Millionen Franken fast verdoppelt und etwa so viel verdient wie Analysten geschätzt hatten. "Was sich auszahlt, sind die Kostensenkungen", erklärt ZKB-Analyst Javier Lodeiro. Zudem sei wichtig, dass alle Einheiten positiv zur Gewinnüberraschung beigetragen hätten.

Händler sprechen zudem von Gewinnmitnahmen in den UBS-Aktien und von Umschichtungen in die Titel der Credit Suisse. "CS hat mehr Aufholpotenzial", sagt ein Händler. "Wir bestätigen unsere Einschätzung 'Übergewichten', weil die Aktie deutlich unterbewertet ist und die Kostensenkungen sich auszahlen", erklärt Analyst Lodeiro.

Unter Gewinnmitnahmen leiden auch die Anteile von Julius Bär, die 1,9 Prozent nachgaben. Der Kurs war nach der Vorlage eines als sehr gut taxierten Halbjahresberichts um fast 10 Prozent gestiegen.

Weiter unter Verkäufen leiden die Aktien von Nestlé, die um 0,6 Prozent nachgeben. Der Titel hatte am Donnerstag nach einem enttäuschenden Halbjahrsbericht 1 Prozent verloren. Dei Anteile der beiden Pharmariesen Novartis und Roche konsolidieren den jüngsten Anstieg und sind wenig verändert.

Die Aktien zyklischer und Technologiefirmen büssen mehrheitlich Terrain ein. Händler begründen die Einbussen mit den Verlusten an der US-Börse Nasdaq. Die Aktien des Prüfkonzerns SGS, des Personalvermittlers Adecco, des Chemiekonzerns Clariant und des Autozulieferers Autoneum büssen an Wert ein. Gegen den Trend können sich die Papiere des Elektrokonzerns ABB und der Maschinenbauer Oerlikon und Rieter verbessern.

Am breiten Markt stechen Myriad hervor, deren Kurs um mehr als ein Viertel einbricht. Die Softwarefirma peilt eine Kapitalerhöhung in dritten Quartal an und prüft einen Rückzug von der Schweizer Börse.

Cosmo sinken um 0,7 Prozent. Die Pharmafirma hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 17,3 Millionen Euro verbucht nach einem Gewinn von 5,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Forbo verlieren 3,4 Prozent. Der Belag- und Klebstoffhersteller hat im ersten Halbjahr wegen Einmalkosten im Zusammenhang mit Rückstellungen in einem Kartellverfahren einen Verlust von 28,9 Millionen Franken verbucht. Ohne diese Einmalkosten wäre der Gewinn gestiegen.

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09:10

Der Swiss Market Index verliert nach dem Börsenstart 0,6 Prozent und liegt aktuell bei 8968 Punkten. Die Vorgaben fallen gemischt aus. Während der Dow Jones seine Rekordjagt am Vorabend weiter fortsetzte, verbuchte die technologielastige Nasdaq Einbussen. In Asien zeigen die Indizes rote Vorzeichen auf. Hierzulande stehen die Grossbanken nach den Halbjahreszahlen im Fokus.

Von den beiden Grossbanken steht als einzige die Credit Suisse im Plus (+1,6 Prozent). Die Bank hat das zweite Quartal 2017 etwa im Rahmen der Markterwartungen abgeschlossen und den Gewinn zum Vorjahr gesteigert. Alle Divisionen erzielten im zweiten Quartal ein positives Ergebnis. Die Vermögensverwaltung zog Neugelder an und bei den Kosteneinsparungen sieht sich die Bank auf Kurs.

Etwas besser als erwartet waren die Zahlen bei der UBS, allerdings kam es zu einem überraschend starken Rückgang der Kernkapitalquote. Die Aktie gibt deutlich nach (-3,3 Prozent). Der Konzernchef zeigte sich insbesondere mit dem globalen Wealth Management zufrieden. Die Stimmung und das Vertrauen der Anleger hätten sich verbessert, hiess es.

Der grosse Zahlenvergleich: UBS vs. Credit Suisse - wer überzeugt mehr?

Bei Roche (Kurs unverändert) hatten die Zahlen am Vortag nur zu einem kleinen Plus gereicht. Die am Vortag etwas stärkeren Novartis (-0,2 Prozent) geben leicht nach. Nestlé (-0,3 Prozent), die an Donnerstag nach Zahlen zeitweise Federn lassen mussten, bewegen sich ebenfalls nahe dem Markt-Durchschnitt.

Aus der zweiten Reihe gab es eine ganze Reihe von Zahlen. So haben Forbo (Aktie -0,8 Prozent), KTM (-0,4 Prozent), Cosmo (-3,4 Prozent), Zehnder (-0,3 Prozent)und Bellevue (+1,6 Prozent) Halbjahresergebnisse vorgelegt.

Am Vorabend hatte bereits Myriad (-36,4 Prozent) einen erneuten Verlust ausgewiesen. Das Unternehmen plant eine Kapitalerhöhung und erwägt, die Börsenkotierung an der SIX aufzugeben.

08:35

Eine Schwäche von High-Tech-Werten in den USA hat die Aktienmärkte in Asien zum Wochenschluss belastet. In Tokio schloss der Nikkei-Index am Freitag 0,6 Prozent tiefer bei 19.959 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans gab gut ein Prozent ab. Der chinesische Shanghai Composite trat auf der Stelle. Grund waren Händlern zufolge die Kursverluste an der New Yorker Technologie-Börse Nasdaq und die schwächere US-Währung. Dies trübe die Aussichten für Exportwerte. Dennoch werde die US-Bilanzsaison und die Lage der Weltwirtschaft weiterhin optimistisch eingeschätzt.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,3 Prozent nach. Im gestrigen Handel stieg der Leitindex um 0,3 Prozent auf 9018 Zähler. 

Im Fokus dürften nach Zahlen zum zweiten Quartal die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS stehen. In der Vorbörse sind jedoch bei beiden Aktien keine auffälligen Ausschläge zu beobachten. Sie verlieren ungefähr im Gleichschritt mit dem Markt 0,3 Prozent (CS) bzw. 0,4 Prozent (UBS).

Einziger positiver SMI-Titel ist Sika mit plus 0,7 Prozent. Der Bauchemiekonzern präsentierte gestern die Halbjahresresultate.

07:25

Die Eurostärke setzt sich weiter fort: Nachdem der Euro-Franken-Kurs die letzten Tage die 1,11 und die 1,12 überschritten hat, hat er in der Nacht nun auch noch die 1,13-Hürde genommen. Aktuell liegt das Wechselverhältnis bei 1,1335. So schwach war der Franken seit der Mindestkursauflösung im Januar 2015 nicht mehr.

Euro-Franken-Kurs im heutigen Tagesverlauf, Quelle: cash.ch 

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07:20

Die Ölpreise sind am Freitag leicht gesunken. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 51,36 Dollar. Das waren 13 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 14 Cent auf 48,90 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel kurz vor dem Wochenende. Nach einer kräftigen Erholung der Ölpreise im Verlauf der Woche hielten sich die Investoren mit Käufen eher zurück. Seit Montag haben der Brent-Preis und der US-Ölpreis um jeweils etwa acht Prozent zugelegt. Preistreiber war unter anderem ein überraschend starker Rückgang der Ölreserven in den USA, der auf ein geringeres Angebot hindeutet und den Ölpreisen Auftrieb verlieh.

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06:45

Der Nikkei-Index sank bis zum Mittag um 0,4 Prozent auf 19.994 Punkte, während der breiter aufgestellte Topix um 0,2 Prozent auf 1623 Stellen nachgab. Grund waren die Kursverluste an der US-Börse Nasdaq und die schwächere US-Währung.

Ein Euro wurde mit 1,1687 Dollar bewertet. Im Vergleich zur japanischen Währung wurde der Greenback mit 111,02 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,1343 und zum Dollar mit 0,9704.

(cash/AWP/Reuters)