+++Börsen-Ticker+++ - Anleger an der Schweizer Börse fassen wieder Mut

An der Schweizer Börse haben am Donnerstag die Optimisten das Ruder übernommen.
29.08.2019 17:50
Mit einem Plus von 2 Prozent war die Aktie von ABB die beste SMI-Aktie am Donnerstag.
Mit einem Plus von 2 Prozent war die Aktie von ABB die beste SMI-Aktie am Donnerstag.
Bild: Bloomberg

17:35

Der Leitindex SMI schliesst um 0,82 Prozent höher bei 9839 Punkten. Für Kaufstimmung sorgte vor allem die Aussicht auf eine Regierungsbildung in Italien. Die Anleger reagierten erleichtert darauf, dass Neuwahlen, die die Gefahr eines Rechtsrutsches bergen, wohl abgewendet werden können.

An die Spitze der Standardwerte setzten sich die jüngst wenig gefragten konjunktursensitive Werte. Die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB, der Luxusgüter-Hersteller Richemont und Swatch oder der Bauchemie-Firma Sika legten 1,3 Prozent und mehr zu. Gefragt waren auch Bankaktien. UBS gewann 1,2 Prozent an Wert. Die grösste Schweizer Bank holt den früheren Credit-Suisse-Manager Iqbal Khan in die Geschäftsleitung. Der 43-Jährige, der ab Oktober gemeinsam mit Tom Naratil das zuletzt schwächelnde Kerngeschäft Vermögensverwaltung verantworten wird, gilt als Kandidat für die Nachfolge von UBS-Chef Sergio Ermotti.

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Am breiten Markt zogen die Anteile von Idorsia fünf Prozent an. Die Biotech-Firma will in den nächsten Tagen bei einem Ärztekongress in Paris die Resultate von klinischen Tests mit zwei in der Entwicklung steckenden Blutdruck-Medikamenten präsentieren. 

Auffallend war auch das Plus von je 10 Prozent der Aktien von Wisekey und von Asmallworld.

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17:32

Europas Börsen sind nun auch geschlossen. Der EuroStoxx 50 rückte um 1,37 Prozent auf 3411,33 Punkte vor auf den höchsten Stand seit Anfang des Monats.

"Die Aussagen aus China haben die Investoren wieder ermutigt und eine Erholung der Kurse ausgelöst", sagte Analyst Craig Erlam vom Londoner Broker Oanda. Erlam blieb jedoch skeptisch und bezeichnete die Aussagen als "noch mehr heisse Luft" im Hin und Her zwischen China und den USA. Für den Moment aber hätten sie einen "Hoffnungsstrahl" an die Märkte gesendet.

In Paris legte der Cac-40-Index um 1,51 Prozent auf 5449,97 Punkte zu. In London stieg der FTSE 100 um 0,98 Prozent auf 7184,32 Zähler.

Besonders deutlich legte in Europa aber die Börse in Mailand zu: Der Leitindex FTSE Mib gewann knapp 2 Prozent. Er profitierte vor allem davon, dass die Weichen für eine neue Koalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten (PD) gestellt wurden. Nun wird erwartet, dass rasch die Regierungsbildung erfolgt.

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Die letzten Stände der US-Börse und von Rohstoffen:

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15:50

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 stiegen am Donnerstag je um 1,1 Prozent auf 26'306 und 2918 Punkte.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,4 Prozent auf 7966 Punkte. Die Regierung in Peking erklärte, sie spreche mit den USA über eine nächste Verhandlungsrunde im Zollstreit. Das beflügelte vor allem die Kurse von exportabhängigen Technologieaktien. Papiere von Apple und Intel gewannen je 1,7 Prozent.

Anleger nehmen nach einer Umsatzwarnung der US-Modefirma Abercrombie & Fitch Reißaus. Die Aktien fielen um mehr als zwölf Prozent. Das auch für seine Marke Hollister bekannte Unternehmen schraubte seine Umsatzziele wegen der zu erwartenden negativen Auswirkungen des Zollstreits mit China zurück.

Der US-Modekonzern Guess schätzt seine Gewinnaussichten für das Gesamtjahr hingegen besser ein und erfreute damit seine Anleger. Die Aktien legten mehr als 23 Prozent zu. Im zweiten Quartal sei vor allem das Großhandelsgeschäft in Europa und in Amerika besser gelaufen als erwartet, sagte Firmenchef Carlos Albertini.

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15:30

Die argentinische Regierung hat mit Plänen einer Umstrukturierung der Anleihen die Anleger verschreckt. Die Dollar-Bonds markierten am Donnerstag Rekord-Tiefstände. Finanzminister Hernan Lacunza hatte am Mittwoch angekündigt, die Regierung strebe längere Laufzeiten bei Anleihen an und verhandle mit dem Internationalen Währungsfonds sowie den Investoren.

Die Anleihe mit Laufzeit bis 2028 sank auf 40,74 Cent pro Dollar und markierte damit ein Rekordtief, auch das Jahrhundertpapier lag mit 43 Cent so niedrig wie nie zuvor. Vor der Vorwahl vom 11. August - die als wichtiger Stimmungstest für die Präsidentschaftswahl im Oktober gilt - hatte sie noch 30 Cent höher notiert.

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14:15

Anleger nehmen nach einer Umsatzwarnung der US-Modefirma Abercrombie & Fitch Reissaus. Die Aktien fallen vorbörslich an der Wall Street um zwölf Prozent. Das auch für seine Marke Hollister bekannte Unternehmen schraubte seine Umsatzziele wegen der zu erwartenden negativen Auswirkungen des Zollstreits mit China zurück. Den neuen Prognosen zufolge rechnet Abercrombie damit, dass die Erlöse stagnieren oder maximal zwei Prozent zulegen. Zuvor hatte die Wachstumsprognose noch bei zwei bis vier Prozent betragen.

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13:40

Die Aussicht auf weitere Gespräche zwischen den USA und China im Zollstreit treiben die Kurse von exportabhängigen Technologieaktien an der Wall Street. Papiere von Apple gewinnen vorbörslich 1,5 Prozent. Die Titel von Chipherstellers wie Intel, Advanced Micro Devices, Micron und Nvidia steigen zwischen 1,5 und 2,4 Prozent. Die Regierung in Peking erklärte, sie spreche mit den USA über eine nächste Verhandlungsrunde im Zollstreit.

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12:15

Der Swiss Market Index (SMI) steigt bis um 12:15 Uhr um 0,84 Prozent auf 9'840 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) legt um 0,8 Prozent auf 11'977 Zähler zu. Alle 30 SLI-Werte notieren im Plus.

Bei den einzelnen Blue Chips sorgen die UBS-Aktien (+1,4%) für das Tagesgespräch. Sie reagieren positiv auf den Zuzug des ehemaligen CS-Topmanagers Iqbal Khan. Analysten begrüssen seine Ernennung zum Co-Leiter der Sparte Global Wealth Management und Mitglied der Geschäftsleitung.

Wichtig sei auch, dass die UBS einen möglichen Nachfolger für Sergio Ermotti nachziehe, heisst es in einem Kommentar der ZKB in diesem Zusammenhang. Allerdings wurde der Zuzug am Markt erwartet. Die UBS-Aktie steigt daher auch nur in ähnlichem Ausmass wie jene der CS (+1,6%). Der dritte Banken-SLI-Titel, Julius Bär, legt mit +2,0 Prozent sogar klar stärker zu.

Die deutlichsten Gewinne verzeichnen allerdings Temenos (+2,7%). Der Bankensoftwarehersteller übernimmt in den USA den Digital-Banking-Anbieter Kony und weitet so sein Geschäft in diesem wichtigen Markt aus. Die Grossübernahme wird von Analysten als sinnvollen Ausbau gesehen.

Um mehr als 1 Prozent ziehen ausserdem noch Schindler (+2,1%), AMS (+1,3%), Sika und Givaudan (je +1,1%) an. Bei den ohnehin volatilen AMS-Papieren wird auf die Vortagesverluste verwiesen, als Spekulationen über Verkäufe eines Grossinvestors auf den Kurs drückten. Bei Givaudan kommt gut an, dass der Aromen- und Duftstoffhersteller am Berichtstag seine bisherigen mittelfristigen Ziele für den Zeitraum von fünf Jahren bis 2020 bestätigte. Demnach soll weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent erreicht werden.

Am Ende des Tableaus rangieren Vifor Pharma und Swiss Re (je +0,1%). Zu Swiss Re heisst es, dass sich die Investoren zum Start der diesjährigen Hurrikan-Saison in Nordamerika zurückhielten.

10:40

Am Donnerstagmorgen notiert die "Krypto-Leitwährung" Bitcoin auf der europäischen Handelsplattform Bitstamp bei rund 9'350 Dollar. Dies nachdem sich die Blockchain-Devise über knapp zwei Wochen kaum bewegt hat. Vor gut zwölf Stunden kostete eine Einheit der Kryptowährung noch über 10'200 Dollar, bevor sie innert einer halben Stunde um über 600 Dollar absackte.

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10:25

Der Euro legt gegenüber dem Schweizer Franken am Donnerstag-Morgen etwas zu. Am Vormittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,0885 Franken. Der US-Dollar verzeichnete zum Franken ebenfalls leichte Gewinne. Er geht am Donnerstag-Vormittag bei 0,9823 Franken um.

Kursentwicklung Euro-Franken im heutigen Tagesverlauf, Quelle: cash.ch

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09:15

Der Swiss Market Index (SMI) eröffnet 0,5 Prozent höher bei 9806 Punkten. Am Vortag war der Leitindex um 0,28 Prozent gesunken. Trotz des derzeitigen Anstiegs bestimmen laut Händlern nach wie vor Konjunktursorgen das Geschehen an den Märkten. Der Handelsstreit der USA mit China könnte zu einer weltweiten Rezession führen, sorgen sich die Anleger. 

Bei den Einzelwerten stehen die Aktien von UBS (+0,7 Prozent) im Fokus. Die Grossbank habe mit Iqbal Khan eine bekannte Grösse als Co-Chef ihrer Vermögensverwaltungssparte gemacht, heisst es am Markt. Khan wird die Sparte zusammen mit Tom Naratil leiten. Der bisherige Co-Chef Martin Blessing tritt hingegen zurück. Am Markt heisst es, die Personalie komme nicht überraschend. "Darüber wurde ja seit einiger Zeit heftig spekuliert", sagt ein Händler. Dagegen erstaune der Rücktritt von Martin Blessing doch mehr.

Die Anteile von Temenos (+2,6 Prozent) legen zu. Der Hersteller von Banksoftware will den US-Konkurrenten Kony für 559 Millionen Dollar und einer Earn-Out-Komponente von 21 Millionen übernehmen. Kony hat zudem Verbindlichkeiten von 50 Millionen Dollar. Die Übernahme soll noch im vierten Quartal abgeschlossen werden, muss zuvor aber noch von den Behörden genehmigt werden.

Die Aktien von Klingelnberg werden mit einem Dividendenabschlag von 1,00 Franken je Titel gehandelt (Aktie -0,2 Prozent). Schwächer indiziert sind die Aktien von Oerlikon (-0,4 Prozent). Credit Suisse hat das Kursziel für den Anlagenbauer auf 10,30 von 13,50 Franken gesenkt. Das Rating lautet "Neutral".

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08:40

Der japanische Leitindex Nikkei 225 beendete den Handel mit einem kleinen Abschlag von 0,09 Prozent auf 20 460,93 Punkte.

Unter den Einzelwerten am japanischen Markt legten die Anteile von Suzuki Motor um etwas mehr als 1 Prozent zu. Toyota will gemeinsam mit dem heimischen Kleinwagenspezialisten Motor Technologien für autonomes Fahren entwickeln. Die beiden Konzerne einigten sich auf eine gegenseitige Beteiligung.

Beide Unternehmen hatten sich bereits im Februar 2017 auf die Aufnahme von Verhandlungen über eine Kooperation im Bereich Umwelt-, Sicherheits- und Informationstechnologien geeinigt. Toyota-Aktien legten marktkonform minimal zu.

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08:10

Der Swiss Market Index gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,1 Prozent nach.

Sämtliche SMI-Titel werden leicht tiefer gehandelt, mit einer Ausnahme: Die UBS-Aktie legt 0,65 Prozent zu. Iqbal Khan wird bei der UBS Co-Präsident des Internationalen Wealth Managements.

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06:35

Anleger fürchten, dass der Handelsstreit zwischen China und den USA sowie ein drohender Chaos-Brexit die Wirtschaftsaussichten immer stärker eintrüben. In Tokio verlor der Leitindex Nikkei 0,24 Prozent auf 20.431 Punkte. Der MSCI-Index für die asiatischen Werte ausserhalb Japans notierte unverändert.

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06:30

An den Devisenmärkten in Fernost sank der Dollar zum japanischen Yen um 0,2 Prozent auf 105,88 Yen. Der Euro tendierte wenig verändert bei 1,1081 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9802 Franken je Dollar und 1,0861 Franken je Euro gehandelt. 

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06:25

Am Vorabend schloss der Dow Jones in den USA höher. Der US-Leitindex gewann 1,0 Prozent auf 26.036,10 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,4 Prozent auf 7.856,88 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,7 Prozent auf 2.887,94 Punkte zu.

(cash/AWP/Reuters)

 

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