Börsen-Ticker - Anleger an der Schweizer Börse streichen Gewinne ein

Die Schweizer Börse hat am Freitag schwächer tendiert. Nach dem starken Anstieg der vergangenen Tage hätten die Anleger Gewinne mitgenommen, sagen Händler.
28.04.2017 17:45
Am Tag der Generalversammlung stand die Aktie der Credit Suisse im Fokus und unter Druck.
Am Tag der Generalversammlung stand die Aktie der Credit Suisse im Fokus und unter Druck.
Bild: Bloomberg

17:40

 Vor dem verlängerten Wochenende gingen viele Anleger eben auf Nummer sicher. Das Geschäft verlief Händlern zufolge in ruhigen Bahnen. Gegen den Negativtrend ragten die Aktien der UBS mit einem starken Kursplus heraus. Am Montag bleiben die Börsen in der Schweiz und in Teilen Europas wegen des 1.-Mai-Feiertags geschlossen.

Der SMI sinkt um 0,4 Prozent auf 8813 Punkte. Im Vergleich zur Vorwoche ergibt sich ein Kursgewinn von 3 Prozent. Dies ist der stärkste Wochengewinn seit Anfang Dezember. Der breite SPI, der am Donnerstag erstmals über 10'000 Zähler gestiegen war, schwächt sich um 0,2 Prozent auf 9976 Punkte ab.

Während die Mehrheit der Standardwerte Kursabschläge verbuchte, honorierten die Anleger ein überraschend starkes Ergebnis der UBS. Die Aktien der Grossbank legen 2,1 Prozent zu. Dagegen schwächen sich die Aktien der Credit Suisse gegen den positiven Branchentrend um 0,8 Prozent ab. Die Aktionäre lasen der Konzernspitze auf der Generalversammlung zwar die Leviten, bestätigten dann aber Präsident Urs Rohner und den gesamten Verwaltungsrat im Amt.

Von den Index-Schwergewichten verlieren Pharmawert Novartis und Lebensmitteltitel Nestlé 0,5 bzw. 1,0 Prozent.

Die Aktien zyklischer Firmen sind meist wenig verändert bis leichter. Eine Spur höher sind die Aktien des Elektrokonzerns ABB. Die Anteile des Personalvermittlers Adecco und der Inspektionsfirma SGS fallen um 1,2 und 0,5 Prozent. Die Titel der Sanitärtechnikfirma Geberit legen 0,5 Prozent zu. Die Aktien des Uhrenherstellers Swatch und des Luxusgüterherstellers Richemont geben nach. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Freitag.)

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15:45

Gestützt von guten Quartalsbilanzen ist die Wall Street am Donnerstag überwiegend mit Kursgewinnen gestartet. Ein enttäuschendes Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal hielt die Zuwächse aber in Grenzen. Das Bruttoinlandsprodukt kletterte mit einer Jahresrate von 0,7 Prozent, während Ökonomen mit 1,2 Prozent gerechnet hatten. Auch die Äusserungen von US-Präsident Donald Trump, wonach ein grosser Konflikt mit Nordkorea drohe, verunsicherten viele Anleger, sagte Analyst Peter Cardillo von First Standard Financial in New York.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Minuten unverändert bei 20'981 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,1 Prozent auf 2392 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,4 Prozent zu auf 6073 Stellen und erreichte ein Rekordhoch.

Im Fokus standen Papiere von Tech-Unternehmen, die gute Bilanzen vorlegten. Microsoft profitiert kräftig vom boomenden Cloud-Geschäft. Der Quartalsgewinn kletterte deswegen um 28 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar. Der Kurs zog um 1 Prozent an.

Wachsende Online-Verkäufe und das ebenfalls brummende Cloud-Geschäft sorgten im abgelaufenen Quartal beim weltgrössten Online-Händler Amazon für einen Gewinnsprung von 41 Prozent. Der Aktienkurs stieg um 2,9 Prozent.

Die Papiere der weltgrössten Kaffeehauskette Starbucks fielen dagegen um 2,1 Prozent. Das Unternehmen senkte sein Gewinnziel für dieses Geschäftsjahr.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt steht am Freitag zum Ende einer guten Börsenwoche leicht unter Druck. Die Stimmung an der Börse sei mit Blick auf die zuletzt gute Performance von Zurückhaltung geprägt und die Bewertungen der Dividendenpapiere hoch, heisst es im Handel. Dabei sei der Schwung aus den französischen Präsidentschaftswahlen in der zweiten Wochenhälfte verloren gegangen.

Der SMI steht kurz vor Mittag um 0,3% tiefer bei 8818 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, büsst lediglich 0,1% auf 1411 Punkte und der breite SPI 0,2% auf 9977 Stellen ein. Von den 30 wichtigsten Titeln fallen 19 zurück, während 11 höher stehen.

Die Aktien der UBS (+3,2%) liegen bei den Bluechips nach wie vor unangefochten an der Spitze. Die Grossbank hat die Anleger mit klar über den Erwartungen liegenden Zahlen zum ersten Quartal überrascht. Im Sog der UBS steigen Julius Bär um 2,2% in die Höhe, dagegen verlieren Credit Suisse 0,5%.

Bei den Schwergewichten Nestlé (-0,6%) und Novartis (-1,2%) drücken Gewinnmitnahmen auf die Kurse. Roche verlieren nur noch 0,1%. Adecco verlieren 0,9% bzw. 0,65 Franken und somit weniger als der Dividendenabgang (1,50 Franken) ausmacht. Die kurz vor der Übernahme stehenden Actelion-Papiere geben um 1,6% nach, deren Nachfolge-Titel im SMI Lonza büssen 1,6% ein und Richemont verlieren 1,3%. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Mittag.)

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11:10

Die Schweizer Börse gibt zum Wochenschluss leicht nach. Vor dem verlängerten Wochenende scheuten die Anleger grössere Risiken, sagen Händler. Auch die am Nachmittag erwarteten US-Konjunkturzahlen dürften die Risikobereitschaft der Marktteilnehmer eher dämpfen. Am Montag bleiben die Börsen in der Schweiz und in Teilen Europas wegen des Feiertags zum 1. Mai geschlossen.

Der SMI notiert mit 8820 Punkten um 0,3 Prozent tiefer. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,2 Prozent gestiegen.

Die Anleger greifen bei den Aktien der Grossbank UBS zu, die ein deutlich besser als erwartetes Ergebnis vorlegte. Die Titel klettern um 3,2 Prozent. Der Quartalsgewinn der Bank stieg um fast 80 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken und übertraf damit die Markterwartungen deutlich.

Dagegen stehen die Aktien der Rivalin Credit Suisse unter Druck. Der Titel sinkt um 0,3 Prozent. Mit Spannung warteten die Marktteilnehmer auf den Beginn der Generalversammlung um 10.30 Uhr. Die Versammlung könnte hitzig verlaufen.

Die Marktschwergewichte Nestlé, Novartis und Roche büssen Terrain ein, was massgeblich für das Minus des Gesamtmarktes verantwortlich ist.

Uneinheitlich zeigten sich die Aktien zyklischer Firmen. Die Anteile der Inspektionsfirma SGS, des Sanitärtechnikkonzerns Geberit und des Elektrokonzerns ABB legen zu. Die Papiere des Chemikalienherstellers Clariant, des Zementriesen Lafarge-Holcim und des Uhrenherstellers Swatch geben nach.

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10:20

Die Aktie der Credit Suisse fällt am Tag der Generalversammlung der Bank, derzeit um 0,5 Prozent. Verfolgen Sie den Live-Blog von cash.ch von der GV der Credit Suisse

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10:15

Ein Umsatz- und Gewinnplus im ersten Quartal überzeugt Anleger von Sanofi. Die Aktien legen in Paris um 2,2 Prozent auf 87,90 Euro zu und erklimmen den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Sanofi sind damit auch grösster Gewinner im EuroStoxx50

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9:10

Der Swiss Market Index fällt im frühen Handel am Freitag um 0,2 Prozent. Vorbörslich hatte der Leitindex noch im Bereich von 0,3 Prozent plus notiert.

Dennoch notiert der SMI derzeit auf einem Niveau, das zuletzt Ende 2015 erreicht worden war und liegt im Vergleich zum vergangenen Freitag mit rund 3,5% im Plus. Die Aktionäre scheinen sich im Moment nicht von ihren Dividendenpapieren trennen zu wollen, meint ein Händler.

Während die allgemeine Stimmung an der Börse mit Blick auf die gute Performance in der laufenden Woche von Zurückhaltung geprägt ist, dürften UBS dank überzeugender Quartalszahlen kräftig zulegen und so dem Leitindex SMI eine bedeutende Stütze bieten. Weiter könnten am Freitag BIP-Daten zunächst aus Grossbritannien und dann aus den USA Beachtung finden. Ausserdem stehen aus der Eurozone Preisdaten auf dem Programm.

Der Handel in der Schweiz steht zu Wochenschluss im Zeichen der Grossbanken. Dabei hat die UBS die Anleger mit klar über den Erwartungen liegenden Zahlen zum ersten Quartal überrascht. Mit Blick nach vorne bleibt das Institut weiter vorsichtig, auch wenn sie eine Verbesserung der Stimmung und des Vertrauens der Anleger feststellt. Die Aktie liegt mit 3,5% im Plus. 

Im Verlauf des Morgens rückt die Credit Suisse (-1%) mit ihrer Generalversammlung in den Fokus. Zwar hatte die CS-Spitze noch ihre Boni gekürzt, da aber die einflussreichen amerikanischen Stimmrechtsberater ISS und Glass Lewis den Vergütungsbericht weiterhin ablehnen, kann CS-Präsident Urs Rohner in diesem Punkt und auch bei weiteren Abstimmungen kaum auf deutliche Mehrheiten zählen.

Die Schwergewichte Nestlé (-0,4%), Novartis (-0,7%) und Roche liegen alle im Minus. Im Nachgang zu den Quartalszahlen hat die Bank Bernstein das Kursziel für die Roche-Genussscheine (-0,7%) deutlich angehoben und das Rating mit "Outperform" bekräftigt. Verlierer sind auch Adecco. Die Titel der Personaldienstleisters büssen 1,7% ein. Allerdings werden die Titel am Berichtstag mit 1,50 CHF ex-Dividende gehandelt.

Im breiten Markt haben kleinere Unternehmen wie der Finanzbroker Compagnie Financière Tradition (unverändert) oder das Immobilienunternehmen Eastern Property Holdings als Nachzügler über das Geschäftsjahr 2016 Rechenschaft abgelegt. Die Vermögensverwalterin EFG International (-1%) musste derweil einen Netto-Geldabfluss im ersten Quartal hinnehmen. Der Grund sind Abgänge bei der übernommenen Tessiner Privatbank BSI. Bei der BSI-Integration und auf der Kostenseite jedoch berichtet EFG über Fortschritte.

GAM (+4,5%) erholen sich von der zuletzt gesehenen Kursschwäche deutlich. Der Asset Manager hat am Donnerstagabend im Anschluss an eine umstrittene Generalversammlung ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von maximal 16 Mio Aktien angekündigt. Bei Straumann (-0,6%) dürften derweil Gewinne mitgenommen werden. Die Papiere des Dentalimplantateherstellers sind am Vortag dank überzeugender Wachstumszahlen und -aussichten erstmals über die Marke von 500 CHF und damit auf ein neues Allzeithoch geklettert.

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8:10

Der Swiss Market Index steigt im vorbörslichen Handel am Freitag um 0,26 Prozent. Die Aktie der UBS steigt nach überraschend guten Quartalszahlen 3,5 Prozent. 

Spannend dürften für Anleger am Freitag vor allem die Daten zum Wirtschaftswachstum des ersten Quartals in den USA, Frankreich und Großbritannien sein. Zudem veröffentlicht die EZB aktuelle Daten zur Inflation der Euro-Zone. Analysten erwarten einen Anstieg auf 1,8 Prozent.

An der Wall Street hatten die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland ihre Verluste wettgemacht. Der Dow Jones beendete die Sitzung fast unverändert, während der Nasdaq 0,4 Prozent gewann und zwischenzeitlich sogar auf ein Rekordhoch geklettert war. Der S&P500 stieg um 0,1 Prozent.

In Tokio gab der Nikkei-Index am Freitag um 0,4 Prozent auf 19.177 Zähler nach. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,4 Prozent auf 3140 Punkte.

(cash/Agenturen)