+++Börsen-Ticker+++ - Anleger an Schweizer Börse setzen auf Luxus- und Reisetitel

Nach dem Seitwärts-Kurs der vergangenen Woche hat die Schweizer Börse am Montag kräftig angezogen.
06.12.2021 18:17
Duty Free shop der schweizer Dufry auf dem Flughafen Mailand Malpensa.
Duty Free shop der schweizer Dufry auf dem Flughafen Mailand Malpensa.
Bild: imago images / Rüdiger Wölk

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17:35

Der SMI schloss 1,6 Prozent höher auf 12'375 Punkten. Händler erklärten, die Furcht vor den Auswirkungen der Corona-Variante Omikron sei in den Hintergrund getreten. Für Zuversicht hätten Aussagen von Gesundheitsbehörden in Südafrika und den USA gesorgt, wonach mit der Corona-Variante Omikron keine schweren Krankheitsverläufe verbunden würden.

Gesucht waren vor allem Titel, die darunter gelitten hatten, dass neue Einschränkungen dem Geschäft zusetzen könnten. Die Aktien des Reise-Einzelhändlers Dufry kletterten 5,7 Prozent. Der Uhrenriese Swatch verteuerte sich um 3,9 Prozent. Auch beim zweiten grossen Schweizer Luxusgüterwert Richemont ging es aufwärts. Mit einem Plus von 2,7 Prozent waren die Aktien des Zementriesen Holcim Tagessieger unter den Standardwerten.

Titel von Firmen, die zu den Krisengewinnern gehört hatten, standen dagegen auf den Verkaufszetteln. Der Impfstoff-Auftragsfertiger Lonza ermässigte sich um 1,7 Prozent. Auch die Versandapotheke Zur Rose büsste 3,8 Prozent an Wert ein. 

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17:20

Eine Vorladung der US-Börsenaufsicht SEC lässt die Aktien des Tesla-Rivalen Lucid um bis zu 19,5 Prozent einbrechen. "Die Untersuchung scheint sich auf den Geschäftszusammenschluss zwischen dem Unternehmen Churchill Capital IV und Atieva sowie auf bestimmte Prognosen und Aussagen zu beziehen", teilte Lucid mit. Die SEC wollte sich nicht zu ihrem Vorgehen äussern. Die US-Behörde nimmt immer mehr Firmen unter die Lupe, die sich für einen Börsengang mit einer sogenannten Special Purpose Acquisition Company (SPAC) zusammenschliessen.

Die Fusion mit der Unternehmenshülle Churchill Capital IV verschaffte dem Elektroautobauer eine Börsenbewertung von 24 Milliarden Dollar. Nach den strafrechtlichen Verfahren gegen den Elektrolastwagenbauer Nikola würden neue Hersteller von den Aufsichtsbehörden zum Schutz der Investoren verstärkt unter die Lupe genommen, sagte Analyst Garrett Nelson von der Analysefirma CFRA.

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17:10

Der Euro hat am Montag zum US-Dollar etwas nachgegeben. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1275 Dollar, nachdem sie am Mittag noch um die Marke von 1,13 Dollar notiert hatte.

Der Schweizer Franken ist derweil etwas unter Druck geraten. So notierte der Euro mit zuletzt 1,0431 zum Franken klar höher als am Morgen, als der Kurs noch unter 1,04 Franken lag. Und der Dollar notiert mit 0,9250 Franken wieder klar über der 0,92er-Marke.

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16:10

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg am Montag 1,3 Prozent auf 35'020 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 zog 0,4 Prozent auf 4555 Zähler an. Dagegen gab der Index der Technologiebörse Nasdaq in den ersten Handelsminuten 0,3 Prozent auf 15'035 Punkte nach.

"Die Anleger nutzen dies als Gelegenheit, um in Namen einzusteigen, mit denen sie vertraut sind, wie zum Beispiel die grossen Blue-Chip-Werte und sie testen den Markt", sagte Robert Pavlik, Portfolio-Manager bei Dakota Wealth Management. Gefragt waren vor allem Anteilsscheine von Banken und Energiekonzernen. Aktien von Goldman Sachs sowie von Chevron zogen rund ein Prozent an. Dagegen trennten sich US-Anleger von Technologiefirmen wie etwa Microsoft, Google-Eigentümer Alphabet und Amazon.com.

Aus den Depots der Anleger flogen auch Tesla-Papiere, die rund fünf Prozent abrutschten. Den Elektroautobauer setzte eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters unter Druck, demzufolge die US-Börsenaufsicht SEC eine Untersuchung eingeleitet hat. Die Behörde reagierte demnach auf einen Tipp, wonach Tesla in seiner Solarsparte jahrelang seine Aktionäre und die Öffentlichkeit nicht ordnungsgemäss über Feuergefahr bei defekten Photovoltaikanlagen informiert habe.

Nvidia-Aktien brachen rund sieben Prozent ein, nachdem die EU-Kartellbehörden die Untersuchung der geplanten Übernahme des britischen Chip-Entwicklers Arm vorübergehend auf Eis gelegt haben. Zunächst sollten weitere Informationen eingereicht werden. Auch die Aktien der Konkurrenten Qualcomm und Advanced Micro Devices gaben zum Handelsauftakt nach.

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15:35

Der Dow Jones startet mit einem Plus von 1,0 Prozent. Auch der S&P 500 (+0,7 Prozent) und der Nasdaq (+0,2 Prozent) legen zu. 

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15:10

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine halbe Stunde vor dem Start 0,67 im Plus auf 34'810 Punkte, den Nasdaq 100 hingegen 0,08 Prozent tiefer auf 15'700 Punkte. Bereits am Freitag hatte sich der Leitindex mit einem knappen Kursverlust deutlich besser gehalten als der schwache technologielastige Auswahlindex.

Laut Marktbeobachtern schichten Anleger angesichts sich mehrender Anzeichen für eine Straffung der US-Geldpolitik zunehmend von Technologiewerten in Papiere klassischer Branchen um. Der am Freitag veröffentlichte Arbeitsmarktbericht für November war zwar etwas durchwachsen ausgefallen, aber laut Experten gut genug, dass die US-Notenbank (Fed) rascher als noch zuletzt gedacht ihre Anleihekäufe zurückfahren könnte.

Die neue Coronavirus-Variante Omikron, über die erstmals am vorangegangenen Freitag berichtet worden war, hat derweil ein wenig von ihrem Schrecken verloren. Es machen sich Hoffnungen breit, dass Omikron zwar ansteckender sein könnte als etwa die weltweit noch dominierende Delta-Variante, aber zu vergleichsweise milden Verläufen führt. Die Datenlage ist aber nach wie vor dünn.

Die Anteilseigner von Kohl's konnten sich zu Wochenbeginn über ein vorbörsliches Kursplus von rund dreieinhalb Prozent freuen. Als Stütze für die zuletzt schwache Aktie erwies sich ein Bericht im "Wall Street Journal?, wonach der beteiligte Hedgefonds Engine Capital auf einen Verkauf des Einzelhandelsunternehmens oder eine Abspaltung des Online-Handelsgeschäfts drängt.

Die Aktien von GCP Applied Technologies schossen sogar um gut 14 Prozent hoch, nachdem das Bauspezialchemie-Unternehmen seiner Übernahme durch den französischen Baustoffkonzern Saint Gobain zugestimmt hatte.

Dagegen drohen den Papieren von Nvidia weitere Verluste von knapp drei Prozent. Der Grafikkartenspezialist stösst bei der geplanten Übernahme des Chipentwicklers Arm Limited vom japanischen Telekom- und Medienunternehmen Softbank auf den Widerstand der US-Behörde Federal Trade Commission (FTC).

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14:55

Nach dem Zick-Zack-Kurs der Vorwoche erholen sich Europas Börsen zum Wochenstart. Dax und EuroStoxx50 stiegen am Montag um jeweils ein knappes Prozent auf 15'272 beziehungsweise 4115 Punkte. Für Zuversicht sorgten Aussagen von Gesundheitsbehörden in Südafrika und den USA, wonach mit der Corona-Variante Omikron keine schweren Krankheitsverläufe verbunden werden.

"Die Verluste der letzten Woche werden in dieser Woche wahrscheinlich wieder aufgeholt, wenn die Leute sehen, dass Omikron nicht so tödlich ist wie frühere Mutationen und die Europäische Zentralbank an ihrer vorübergehenden Inflationslinie festhält", sagte Stuart Cole, Ökonom des Brokerhauses Equiti Capital.

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14:25

Der SMI baut seine Gewinne aus. Am Nachmittag erobert er die Marke von 13'300 Punkten zurück und notiert aktuell 1,23 Prozent höher bei 12'328 Zählern. Ganz zuvorderst reihen sich zyklische Titel wie Holcim, SGS und Geberit ein, die zwischen 1,8 und 2,2 Prozent dazugewinnen. AM schwächsten notiert Lonza (-0,4%). 

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13:45

Aus Furcht vor einer strengeren EU-Regulierung ziehen sich Anleger bei Essenslieferanten zurück. Die Aktien von Deliveroo, der "Lieferando"-Mutter Just Eat Takeaway und von Delivery Hero fallen um bis zu 9,5 Prozent. Dabei waren die Titel von Deliveroo in London mit 218,5 Pence so billig wie nie. Sollten Austräger künftig Angestellte statt Subunternehmer sein, werde das die Ertragskraft und Flexibilität der Branche schmälern, prognostiziert Stuart Cole, Chef-Volkswirt des Brokerhauses Equiti Capital.

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13:10

Im Dow Jones zeichnet sich eine freundliche Eröffnung an. Die Futures auf den Leitindex steigen um 0,7 Prozent. Im Tech-Bereich deuten sich hingegen weitere Abgaben an. Die Futures auf den Nasdaq 100 geben um 0,3 Prozent nach. 

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11:50

Die Suche nach Nachrichten über Zur Rose war zuletzt ungewöhnlich hoch, obwohl die Anzahl der Berichte über das Unternehmen nicht grösser als der Durchschnittswert war. Dies geht aus Daten von Bloomberg hervor. Das Interesse der Leser, gemessen an der Häufigkeit, mit der Artikel gelesen oder nach Beiträgen über das Unternehmen gesucht wird, war im Vergleich zu den letzten 30 Tagen überdurchschnittlich hoch.

Die Aktien von Zur Rose fallen gegen den Mittag um 5,7 Prozent und waren an den letzten fünf Börsentagen 12 Prozent im Minus. 

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11:45

Der Schweizer Aktienmarkt erlebt zum Wochenstart eine breit angelegte Erholungsbewegung. Über sämtliche Branchen hinweg legen die Kurse überwiegend zu. Dem Leitindex SMI gelingt es dabei zwischenzeitlich, die 12'300 Punkte fast zurückzuerobern. Und doch sind sich Marktteilnehmer einig, dass die Stimmung am Markt fragil bleibe. "Das Warten auf neue Erkenntnisse zu Ansteckungsraten, Krankheitsverläufen und Wirksamkeit von Impfstoffen gegen die neue Virus-Variante Omikron dürfte auch in der neuen Handelswoche weitergehen", heisst es zusammenfassend in einem aktuellen Kommentar. Dass Investoren dennoch etwas beherzter bei Aktien zugriffen, begründen Händler mit Nachrichten, wonach der Krankheitsverlauf mit der Omikron-Variante vergleichsweise milder sei.

"Die derzeitige 'Risk-Off'-Handelshaltung könnte in dieser Woche von einem Aufwind weggeblasen werden, da die Bedenken im Zusammenhang mit der Omikron- Variante nachlassen könnten, nachdem südafrikanische Experten keinen Anstieg von Todesfällen oder Krankenhausaufenthalten registriert haben", zeigt sich ein Händler zuversichtlich. Gleichzeitig blieben Themen wie Inflation oder der erwartete Kurswechsel der US-Notenbank Fed wichtige Einflussfaktoren. Auch habe sich mit dem chinesischen Immobilienkonzern Evergrande "ein alter Bekannter zurückgemeldet." Der grösste chinesische Immobilienkonzern scheine nun tatsächlich am Ende seiner liquiden Mittel angekommen zu sein. "Eine endgültige Pleite des Konzerns rückt damit in Sichtweite", warnt ein Börsianer.

Der SMI gewinnt gegen Mittag 0,55 Prozent hinzu auf 12'242,21 Punkte. Sein bisheriges Tageshoch hat er zuvor bei 12'299 Punkten markiert. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Aktien enthalten sind, steigt um 0,52 Prozent auf 1971,54 und der breite SPI um 0,50 Prozent auf 15'618,23 Zähler. Im SLI gewinnen 25 Titel hinzu und fünf fallen zurück.

Dabei halten sich die Aktien von Julius Bär (+1,9%) seit Handelsstart unter den Top-Favoriten der Anleger. Unterstützung erhalten die Papiere von der UBS, die neu eine Kaufempfehlung ausgesprochen hat. Die Grossbank verfüge über ein Cash generierendes Geschäftsmodell, eine solide Kapitalsituation sowie strukturelle Wachstumsmöglichkeiten.

Im Gegenzug wurden die Aktien der CS (-0,6%) auf Neutral gesenkt. Der zuständige Analyst moniert, dass die eingeschlagene Strategie langsamer als erwartet umgesetzt werde.

CS-Aktien bilden auch innerhalb der Finanzbranche damit die Ausnahme. Denn neben Julius Bär ziehen auch die Aktien der Swiss Life, Swiss Re, Zurich, Partners Group und der UBS zwischen 1,4 und 0,6 Prozent an. Bei der den Versicherern und der UBS haben sich Analysten ebenfalls positiv geäussert und stützen damit die Aufwärtsbewegung der Papiere.

Darüber hinaus greifen Investoren auch bei Adecco (+1,2%) zu. Ebenso sind Holcim (+1,0%) oder AMS (+0,8%) auf den Einkaufslisten zu finden. Nicht nur, dass sie zu den eher konjunktursensiblen Titeln gehören. Sie alle hinken im bisherigen Jahresverlauf auch dem Gesamtmarkt eher hinterher.

Kursaufschläge von 1,1 Prozent beim Schwergewicht Nestlé stützen den Markt ebenfalls. Die beiden Pharmaschwergewichte Roche (+0,4%) und Novartis (+0,3%) gewinnen dagegen etwas weniger als der Gesamtmarkt.

Der Nachrichtenfluss wird allerdings vor allem durch die hinteren Reihen bestimmt. Nach der angekündigten Rochade an der Führungsspitze sind die zunächst sehr festen Sulzer-Aktien mittlerweile mit -0,7 Prozent ins Minus gedreht. Suzanne Thoma wird neue Verwaltungsratspräsidentin. Gleichzeitig nimmt der bisherige CEO Greg Poux-Guillaume per Anfang 2022 seinen Hut und wird von Frédéric Lalanne abgelöst.

Thoma tritt gleichzeitig von ihrem Chef-Posten bei der BKW (-0,7%) zurück und verzichtet auf eine Wiederwahl als Oerlikon-Verwaltungsrätin (+0,1%).

Die überdurchschnittlich starken Kursverluste bei Stadler Rail (-1,1%) und Ascom (-4,1%) sind derweil eher zurückhaltenden Analystenkommentaren geschuldet.

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11:25

Der Euro ist gegenüber dem US-Dollar mit leichten Kursverlusten in die Woche gestartet. Am Montagvormittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1292 US-Dollar und damit etwas weniger als am Freitagabend.

Zum Schweizer Franken hat der Euro zu Wochenbeginn ebenfalls etwas zugelegt. Mit 1,0413 hat die Gemeinschaftswährung die Marke von 1,04 zurückerobert. Am Freitag war der Franken auf den höchsten Stand seit sechseinhalb Jahren gestiegen. Investoren griffen zu Wochenschluss angesichts der Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen der neuen Corona-Variante Omikron zu der als sicherer Hafen geltenden Schweizer Devise. Auch der Dollar legt am Montag etwas zu und kostet am Montagvormittag 0,9220 Franken.

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11:05

Independent Research erhöht das Kursziel für Novartis auf 100 von 95 Franken und belässt die Einstufung auf "Kaufen". Zum aktuellen Kurs entspricht das ein Potenzial von 35 Prozent. Gemäss dem vom Pharmakonzern gegebenen Ausblick solle das Umsatzwachstum über die nächsten fünf Jahre mindestens 4 Prozent betragen und über die Entwicklungspipeline generiert werden, schreibt der Analyst Tobias Gottschalt.

Die Veräusserung der Roche-Anteile und die Prüfung der Optionen für Sanzoz werte er soweit positiv, da so eine Fokussierung auf das Geschäft mit patentgeschützten Medikamenten und eine grössere strategische Flexibilität eingeleitet werde. Somit folge Novartis dem Spezialisierungstrend der Branche, schreibt der Experte.

Der Aktie hilft das im Montagshandel bisher kaum. Die Titel notieren nur leicht im Plus (+0,15%). 

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10:00

Der aktuelle Stand an der Schweizer Börse (10:00, Vergleich mit Schlusskursen vom Freitag)

Indizes:
- SMI: +0,82% auf 12'276 Punkte
- SLI: +0,90% auf 1'979 Punkte
- SPI: +0,83% auf 15'670 Punkte

Stärkste Titel im SMI Expanded (SMI und SMIM):
- Ems-Chemie (+2,3%)
- Straumann (+2,1%)
- Adecco (+1,9%)
- Julius Bär (+1,9%)
- AMS Osram (+1,9%)

Schwächste Titel im SMI Expanded (SMI und SMIM):
- Zur Rose (-1,5%)
- Credit Suisse (-0,8%)
- SIG Combibloc (-0,5%)
- Tecan (+0,1%)
- Lonza (+0,1%)

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09:50

Nach zwei schwachen Wochen mit kräftigen Kursschwankungen haben neue Nachrichten zur Corona-Variante Omikron am Montag nun wieder für etwas mehr Zuversicht am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax stand im frühen Handel 0,85 Prozent höher auf 15'298,26 Punkten. Seit dem Auftauchen von Omikron bewegt er sich in einer Spanne zwischen rund 15'000 und 15'500 Punkten.

Auch der europäische Stoxx 50 gewinnt 0,51 Prozent hinzu. 

JPMorgan stufte die Anteile der Deutschen Bank von "Neutral" auf "Overweight" hoch. Der Konzern habe die 2019 vorgestellte Umbaustrategie unter dem aktuellen Management konsequent umgesetzt, schrieb Analyst Kian Abouhossein. Die Erträge stabilisierten sich und - noch wichtiger - der Kostenplan trage Früchte. Deutsche Bank gewannen an der Dax-Spitze 3,3 Prozent.

Die Papiere des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck KGaA profitierten mit plus 1,1 Prozent von einer positiven Analysteneinschätzung. "Stay at Home"-Aktien wie jene der Essenslieferdienste Delivery Hero und Hellofresh gaben indes jeweils um die ein Prozent nach. Bei den Anteilen des Laborzulieferers Sartorius nahmen die Anleger weitere Gewinne mit, am Dax-Ende verloren die Titel 1,3 Prozent.

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09:10

Der Schweizer Aktienmarkt eröffnet zum Wochenstart fester. Händler verweisen auf die jüngsten Schlagzeilen zur Coronavirus-Variante Omikron. So deute ein Artikel des südafrikanischen Medical Research Council darauf hin, dass die Omikron-Symptome milder seien als bei anderen Varianten. Das scheine Investoren in Europa zu beschwichtigen, heisst es von Händlerseite. Entsprechend würden europaweit Kursgewinne zum Handelsstart erwartet. Auch für die Wall Street zeichnet sich anhand der Futures eine Kehrtwende von den Verlusten der Vorwoche ab. Lediglich in Asien ist weiterhin eine stärkere Vorsicht zu erkennen.

"Asien, das so sehr unter der Delta-Welle gelitten hat, ist verständlicherweise vorsichtiger", kommentiert ein Händler. Diese Woche werde voraussichtlich mit Blick auf die Virus-Variante entscheidend sein, da die Märkte wahrscheinlich eine bessere Einschätzung darüber erhalten werden, heisst es in einem weiteren Kommentar. Die Nervosität dürfte dennoch weiter hoch bleiben, sind sich Marktteilnehmer einig. So kam es etwa bei der Kryptowährung Bitcoin am Wochenende im asiatischen Handel zu einem regelrechten Ausverkauf. In Asien sorgt auch der Bauträger Evergrande mit seinen Schuldenproblemen erneut für Schlagzeilen, da er einmal mehr vor möglichen Zahlungsschwierigkeiten gewarnt hat.

Der SMI steht kurz nach Handelseröffnung Uhr 0,8 Prozent höher auf 12'274 Punkten. Mit einem Minus von 0,2 Prozent hatte er am Freitag die zweite Verlustwoche in Folge beendet. 

Die stärksten Gewinne verzeichnen Sika, Geberit, Swiss Re, Partners Group, Swiss Life und Givaudan, mir Gewinnen zwischen 1 und 1,4 Prozent. 

Bei der CS (-0,6%) wirkt sich eine Abstufung durch die UBS negativ auf den Kurs aus. Die eingeschlagene Strategie entspreche weitgehend den Erwartungen, schreibt der zuständige Analyst. Allerdings dauere die Umsetzung länger als gedacht und der Credit Suisse stünden nun weitere Übergangsjahre bevor.

Im gleichen Atemzug hebt der Experte die Papiere von Julius Bär (+2,6%) auf "Buy" an. Die Grossbank verfüge über ein Cash generierendes Geschäftsmodell, eine solide Kapitalsituation sowie strukturelle Wachstumsmöglichkeiten.

Dass die Genussscheine von Roche (+0,9%) gefragt sind, begründen Händler mit einem Test, den der Konzern lancieren will. Dieser Test soll es ermöglichen, innerhalb kürzester Zeit Covid-19 und Influenza zu unterscheiden.

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08:15

In der Hoffnung auf eine anhaltend robuste Nachfrage decken sich Anleger mit Rohöl ein. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 2,3 Prozent auf 71,47 Dollar je Barrel. Mut machten Anlegern Preiserhöhungen Saudi-Arabiens für asiatische Kunden, sagten Börsianer. Ausserdem schwinde wegen der stockenden Atomgespräche des Westens mit dem Iran die Aussicht auf eine rasche Rückkehr iranischen Erdöls auf den Weltmarkt.

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08:05

Der SMI notiert laut vorbörslichen Daten der Bank Julius Bär 0,86 Prozent höher. Am Freitag hatte der Schweizer Leitindex praktisch unverändert bei 12'175 Zählern geschlossen. 

Ausser Credit Suisse (-0,7%) notieren alle SMI-Titel im Plus. Die Grossbank wurde von Analysten der Konkurrentin UBS auf "Neutral" von "Buy" heruntergestuft. Die grössten Ausschläge nach oben machen die Genusscheine von Roche (+2%). 

Am breiten Markt fallen Julius Bär (+2,1%) nach einer Heraufstufung positiv auf. Ascom (-1.3%) verlieren hingegen vorbörslich nach einer Kurszielreduktion. 

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07:50

Die Talfahrt von Bitcoin geht weiter. Die Cyber-Devise verliert neun Prozent auf 48'803 Dollar, nachdem sie am Wochenende zeitweise 22 Prozent eingebrochen war. "Die Sorgenliste bestehend aus der Coronavirus-Mutation Omikron, dem finanziell angeschlagenen Immobilienkonzern China Evergrande und dem wachsenden Unbehagen der US-Notenbank Federal Reserve angesichts einer hohen Inflation hält Kryptowährungen weiterhin im Klammergriff fest", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research.

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07:45

Kurszielanpassungen bei Schweizer Aktien 

Credit Suisse: UBS senkt auf Neutral (Buy) - Ziel 9,30 (10,80) Fr.
Swiss Re: Credit Suisse erhöht auf 98 (92) Fr. - Neutral
Ascom: Credit Suisse senkt auf 13,70 (16,80) Fr. - Neutral

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07:40

Der Euro ist gegenüber dem US-Dollar mit leichten Kursverlusten in die Woche gestartet. Im frühen Handel am Montag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1283 US-Dollar und damit etwas weniger als vor dem Wochenende.

Zum Franken zeigt sich die Gemeinschaftswährung mit 1,0390 etwas fester als noch am Freitagabend und auch der US-Dollar notiert bei 0,9206 Franken wieder knapp über der 0,92er Marke.

Zu Wochenbeginn blicken die Investoren auf neue Auftragsdaten aus der deutschen Industrie. Die Unternehmen leiden seit längerem unter den erheblichen Verspannungen im globalen Warenhandel, die sich überwiegend auf die Corona-Pandemie zurückführen lassen.

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07:30

Für den kriselnden chinesischen Immobilienentwickler Evergrande läuft am Montag erneut eine Frist für eine Zahlung aus. Nach dem Ablauf einer 30-tägigen Verlängerung werden 82,5 Millionen Dollar fällig. Am Freitagabend hatte der Konzern gewarnt, möglicherweise nicht genügend Mittel zu haben, um alle finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Daraufhin hatte die Regierung der Provinz Guangdong Evergrande-Chairman Hui Ka Yan einbestellt und erklärt, eine Abordnung zur Überprüfung des Risikomanagements in das Unternehmen zu schicken. Die Evergrande-Aktien rutschten zum Wochenbeginn um zwölf Prozent auf ein Elf-Jahres-Tief ab.

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07:25

Zum Auftakt der Börsenwoche wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag höher starten. Die neu entdeckte Corona-Variante Omikron wird die Anleger wahrscheinlich weiterhin auf Trab halten. Am Freitag hatte die Furcht der Anleger vor konjunkturbremsenden Einschränkungen infolge steigender Corona-Zahlen die Börsen nach unten gezogen. Der Dax hatte 0,6 Prozent auf 15'169,98 Zähler nachgegeben. Bei den Konjunkturdaten stehen zu Wochenbeginn die deutschen Industrieaufträge auf der Agenda. Analysten rechnen für Oktober mit einem Rückgang um 0,5 Prozent nach einem Plus von 1,3 Prozent im Vormonat.

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07:00

Bitcoin-Anleger haben am Wochenende herbe Verluste hinnehmen müssen. Die Kryptowährung verlor am Samstag in einem dramatischen Kursrutsch bis zu 22 Prozent an Wert und kostete nur noch 41'967 Dollar. Das bedeutete einen der grössten Verluste überhaupt. Bis Samstagabend erholte sich die Notierung dann weitgehend bis auf rund 53'500 Dollar. Am Sonntag ging es dann erneut um rund 8,5 Prozent auf etwa 49'000 Dollar bergab.

Marktteilnehmer führten den Einbruch auf Gewinnmitnahmen - vor knapp einem Monat hatte die Cyber-Devise noch bis zu 69'000 Dollar gekostet - und Sorgen um die Weltwirtschaft zurück. So hatte die neue Virus-Variante Omikron in der vergangenen Woche an den Finanzmärkten weltweit zu Schwankungen geführt, weil unklar ist, wie stark sie einen wirtschaftlichen Aufschwung gefährden könnte. Auch aktuelle Konjunkturdaten enttäuschten, etwa zum US-Arbeitsmarkt.

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06:30

Der SMI notiert laut vorbörslichen Daten der IG Bank 0,86 Prozent höher. Am Freitag hatte der Schweizer Leitindex unverändert bei 12'175 Zählern geschlossen. 

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06:10

Die asiatischen Börsen können am Montag mit der Erholung der Märkte in den USA und Europa vom Freitag nicht mithalten. Die Virusvariante Omikron gab den Anlegern weiterhin Anlass zur Sorge: In etwa einem Drittel der US-Bundesstaaten ist die Corona-Mutante bislang bestätigt. Der Blick der Anleger ist daher weiter auf die US-Notenbank Fed gerichtet: Die kommende Woche fälligen Daten zu Verbraucherpreisen könnten für eine frühzeitige Drosselung der Anleihekäufe sprechen. "Wir glauben, dass die Fed die Wirtschaft viel näher an der Vollbeschäftigung sieht als bisher angenommen", sagte Michael Gapen, Ökonom bei Barclays. "Daher erwarten wir auf der Dezember-Sitzung ein beschleunigtes Tapering, gefolgt von der ersten Zinserhöhung im März. Wir gehen weiterhin von drei Zinserhöhungen um 25 Basispunkte im Jahr 2022 aus."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,4 Prozent tiefer bei 27.922 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,4 Prozent und lag bei 1949 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,4 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,6 Prozent.

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05:50

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,2 Prozent auf 112,98 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,3686 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,3 Prozent höher bei 0,9202 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1292 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0393 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3235 Dollar.

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)

 
Aktuell+/-%
NASDAQ13’373.68-1.24%
SMI12’176.90+0.65%
Dufry N48.14+0.71%
The Swatch Grp I280.40-1.86%
CieFinRichemont N131.40-1.20%
Holcim N49.78+0.75%
Lonza Grp N613.40+1.35%
Zur Rose Group N214.00+9.52%
Tesla Rg845.33-9.82%
Churchill Downs Rg199.49-0.94%
EUR/USD1.1145-0.88%
Nikola Rg6.990-8.75%
EUR/CHF1.0380-0.07%
Goldman Sachs Gr Rg339.79-0.84%
Chevron Rg133.97+0.96%
Microsoft Rg299.18+0.83%
Alphabet-A Rg2’579.73-0.19%
Amazon.Com Rg2’798.77+0.77%
NVIDIA Rg220.76-3.06%
Qualcomm Rg162.61-2.63%
Kohl's Rg59.83-0.71%
Saint-Gobain58.19-1.29%
SoftBanK Group Rg37.40-5.19%
DAX15’524.27+0.42%
EURO STOXX 504’184.97+0.49%
SGS Rg2’564.00-0.66%
Geberit N613.80-1.06%
Deliveroo Rg-A1.520-3.34%
Just Eat Takeaw Rg42.27-0.31%
Delivery Hero N65.96-3.11%
NASDAQ 10014’027.05-1.03%
Cn Evergrande Rg0.424-7.83%
SLI1’946.06+0.40%
SPI15’420.59+0.45%
Julius Baer Grp N60.72+0.16%
UBS Group N17.215-0.75%
CS Group N8.686+1.31%
Swiss Life Hldg N594.40+0.81%
Swiss Re N101.50+1.05%
Zurich Insur Gr N446.10+1.76%
Part Grp Hldg N1’237.50-2.33%
Roche Hldg G354.60+1.58%
Adecco Group N44.03-6.18%
ams-OSRAM I15.120+0.40%
Nestle N118.30+0.29%
Novartis N79.67+1.93%
Sulzer N86.60+0.12%
BKW N109.20-0.36%
OC Oerlikon N9.035+0.28%
Stadler Rail N44.08-0.81%
Ascom Hldg N11.800-3.28%
SMIM3’103.09-0.12%
EMS-CHEM HLDG N922.50+0.60%
Straumann Hldg N1’494.00+0.07%
SIG Combi Grp N20.66-1.99%
Tecan Grp N434.60-2.12%
JPMorgan Chase Rg144.83-2.09%
Deutsche Bank N11.804+2.13%
Merck I188.25-0.50%
HelloFresh I55.02+2.80%
Sartorius Vz I446.50+0.81%
FTSE 1007’554.31+1.13%
Bitcoin in USD36’186.8100-1.72%
Sika N313.60+0.06%
Givaudan N4’085.00+0.47%
Ölpreis (Brent)88.04-0.54%
Ethereum in USD2’382.5350-3.28%
SIX Avg Cardano USD1.032-5.68%
SIX Avg PolkadotUSD17.955-2.80%
SIX Avg DogecoinUSD0.140-4.21%
Barclays Rg2.036+0.67%
Next Rg74.28-0.21%
NIKKEI26’170.30-3.11%
EUR/GBP0.8330-0.28%
USD/JPY115.2780+0.54%
Merck Rg80.96+2.30%
GBP/CHF1.2460+0.21%
Fisker Rg-A10.180-9.11%
DJ34’049.37-0.17%

Investment ideas

Tops SMI

79.67+1.93%
446.10+1.76%
354.60+1.58%
613.40+1.35%
8.686+1.31%

Flops SMI

1’237.50-2.33%
131.40-1.20%
32.49-1.13%
613.80-1.06%
17.215-0.75%