+++Börsen-Ticker+++ - Apple und Philip Morris ziehen US-Börsen nach unten

Ein Kursrutsch von Technologieaktien hat am Donnerstag die Wall Street ins Minus gezogen. Auslöser war eine gedämpfte Einschätzung des Apple-Zulieferers Taiwan Semiconductor (TSMC) zur weltweiten Smartphone-Nachfrage.
19.04.2018 22:33
Das Apple-Logo an einem Store in New York.
Das Apple-Logo an einem Store in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,3 Prozent tiefer auf rund 24.665 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,6 Prozent auf 2693 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,8 Prozent auf 7238 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,2 Prozent tiefer auf 12.567 Punkten.

An der Wall Street standen Apple-Aktien im Rampenlicht. Sie rutschten 2,8 Prozent ab. Hintergrund war die trübe Prognose des Halbleiterlieferanten TSMC, die Analysten zufolge auch Hinweise auf die Geschäftsaussichten des iPhone-Herstellers geben. An der New Yorker Börse sackte der Kurs des Konzerns aus Taiwan um 5,7 Prozent ab. In diesem Sog büßten die Intel-Papiere 2,6 Prozent ein.

Philip Morris brachen sogar um 15,6 Prozent ein. Die Vierteljahreszahlen des Tabakkonzerns lösten massive Verkäufe aus.

Gefragt waren dagegen American Express, die 7,6 Prozent nach oben schossen. Der Kreditkartenanbieter steigerte dank des Konjunkturaufschwungs sein Ergebnis überraschend stark. Außerdem standen Finanztitel auf der Gewinnerseite, die im Schnitt 1,5 Prozent zulegten.

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17:30

Die Schweizer Börse hat sich am Donnerstag leicht abgeschwächt. Die Anleger seien zwischen guten Firmenergebnissen und steigenden Inflationssorgen hin- und hergerissen gewesen, erklärten Händler.

Der SMI notierte mit 8833 Punkten praktisch unverändert.

Bei den Standardwerten stachen die Aktien von ABB mit einem Kursplus von 4,6 Prozent hervor.

Dagegen drückte die Kurseinbusse von knapp zwei Prozent beim SMI-Schwergewicht Novartis mit rund 30 Index-Punkten auf den Markt.

Etwas fester waren die Aktien von Nestle. Analysten beurteilten den Quartalsbericht als gut. Der Nahrungsmittelriese ist im ersten Quartal schneller gewachsen als erwartet.

Die Aktien von Sulzer kletterten um 2,9 Prozent in die Höhe. Fester waren die Banken: Credit Suisse stiegen um 0,7 Prozent und UBS um 1,1 Prozent. Die Anteile von GAM legten 2,5 Prozent zu.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:55

Angesichts der laufenden Bilanzsaison haben sich die Anleger an der Wall Street am Donnerstag zurückgehalten.  Der Dow Jones begann mit 24.705 Punkten 0,2 Prozent niedriger. Der S&P500 und der Nasdaq-Composite verloren jeweils etwa ein halbes Prozent. "Wir müssen die ganzen Informationen erst einmal verdauen", sagte Art Hogan, Marktstratege bei B. Riley FBR in Boston. Insgesamt sehe es aber weiter gut aus. Im Schnitt rechnen Experten mit einem Gewinnanstieg von 19,4 Prozent bei den Unternehmen des S&P500 - das grösste Plus seit sieben Jahren. Unterstützung kam von der Konjunkturseite. So fiel der Konjunkturindex des Fed-Bezirks in Philadelphia mit plus 23,2 Punkten höher als erwartet aus.

Im Dow-Jones-Index lagen Procter & Gamble mit einem Abschlag von über drei Prozent ganz am Ende. Der Konsumgüterkonzern kauft von der Darmstädter Merck dessen Sparte für rezeptfreie Gesundheitsprodukte. Zugleich legte Procter & Gamble seine Quartalszahlen vor. American Express gewannen dagegen nach überraschend hohen Gewinnen sechs Prozent, womit sie die Favoritenliste im Dow anführten.

Apple verloren 1,7 Prozent. Der iPhone-Hersteller habe mit einer schwachen Nachfrage nach seinem jüngsten Modell zu kämpfen, erklärten die Analysten des Brokerhauses Mizuho Securities USA.

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13:48

Die Ölpreise haben am Donnerstag angesichts der rückläufigen US-Ölbestände weiter zugelegt.  Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 1,6 Prozent auf 74,63 Dollar je Barrel. So viel musste seit November 2014 nicht mehr für Nordseeöl bezahlt werden. US-Leichtöl WTI kostete mit 69,50 Dollar 1,5 Prozent mehr und war damit so teuer wie zuletzt im Dezember 2014.

Nebst dem US-Lagerrückgang sorgte ein Reuters-Bericht über die Preisvorstellungen Saudi-Arabiens für zusätzliche Nachfrage. Insider hatten der Nachrichtenagentur gesagt, der weltgrösste Ölexporteure sei mit einem Ölpreis von 80 bis sogar 100 Euro je Fass (159 Liter) zufrieden.

In der Branche wird vermutet, dass Saudi-Arabien mit einem höheren Ölpreis die Marktbedingungen für den geplanten Börsengang seines staatlichen Ölkonzerns Aramco stützen will. "Ich wäre nicht überrascht, wenn Saudi-Arabien einen Ölpreis von 100 Dollar anstreben würde, bis der Börsengang durch ist", sagte ein Insider Reuters.

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12:55

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am Donnerstagmittag kaum verändert. Der SMI konnte zwar positiv eröffnen, folgte dann jedoch den ins Minus drehenden Novartis nach unten.  Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.50 Uhr 0,04 Prozent tiefer bei 8'828,12 Punkten. Im Fokus stehen Novartis (-1,6%), die nach den Zahlen zum ersten Quartal klar ins Minus gerutscht sind. Der Pharmakonzern ist zweistellig gewachsen und hat die Umsatzerwartungen der Analysten übertroffen. Beim Ergebnis wurden die Prognosen jedoch nur knapp erfüllt.

Nestlé (+0,4%) gaben nach Quartalszahlen zunächst nach, sind dann aber wieder deutlicher ins Plus gestiegen.

Unangefochten grösster Gewinner unter den Blue Chips ist ABB (+5,1%). Der Industriekonzern hat durch die Übernahme von B&R bei Auftragseingang, Umsatz und operativem Ergebnis zugelegt und die Analystenschätzungen teils deutlich übertroffen.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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10:35

Spekulationen auf einen Angebotsengpass im Zuge der US-Sanktionen gegen den russischen Aluminium-Produzenten Rusal treiben den Preis für Nickel an der Londoner Metallbörse um 9,3 Prozent in die Höhe. Mit 16'690 Dollar kostete eine Tonne so viel wie zuletzt im Dezember 2014.

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10:20

Die 1,20 Marke rückt immer näher. In den letzten Minuten erreichte der Euro zwischenzeitlich 1,1999 zum Franken. Aktuell sind es 1,1997.

Lesen Sie dazu auch: Das sind die Gründe für die Abschwächung des Frankens

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09:10

Der Swiss Market Index zeigt sich unmittelbar nach Börseneröffnung praktisch unverändert bei 8833 Punkten. Im Fokus stehen einmal nicht politische oder konjunkturelle Stimmungsschwankungen, sondern die Unternehmenszahlen zum ersten Quartal.

Im Fokus stehen Novartis (-0,6 Prozent) nach den Zahlen zum ersten Quartal. Der Pharmakonzern ist in der Berichtsperiode gewachsen und hat mit den Ergebnissen die Schätzungen der Analysten teilweise übertroffen. Die Guidance wurde bestätigt. Trotzdem gibt die Aktie nach. Die Roche-Genussscheine (-0,1 Prozent) sind ebenfalls im Minus.

 Nestlé (+0,3 Prozent) hat mit dem organischen Wachstum die Erwartungen übertroffen. Der Start ins Jahr sei solide gewesen. Das Volumenwachstum habe sich deutlich verbessert, die Preisanpassungen seien dagegen gering geblieben. Der Ausblick im Hinblick auf Wachstum und Profitabilität im Gesamtjahr wurde bestätigt.

Der Industriekonzern ABB (+4,2 Prozent) hat durch die Übernahme von B&R bei Auftragseingang, Umsatz und operativem Ergebnis zugelegt und die Analystenschätzungen teils deutlich übertroffen. Das Nettoergebnis war jedoch wie erwartet rückläufig. Das globale Wachstum der Wirtschaft halte an, sei jedoch von Unsicherheiten geprägt, so ABB. Ölpreis und Währungseffekte werden das Ergebnis voraussichtlich negativ beeinflussen.

Sika (-1,5 Prozent) notiert mit einem Dividendenabschlag (111 Franken) im Minus.

Am breiten Markt hat Sulzer (+2,0 Prozent) mit einem starken Wachstum die Erwartungen übertroffen. Insbesondere die Erholung im Öl&Gas-Sektor treibt die Auftragseingänge an. Aus den Turbulenzen um die US-Sanktionen gegen den Grossaktionär Vekselberg rechnet das Unternehmen nicht mit langfristigen Folgen. Die Kosten werden auf 10 Millionen Franken geschätzt.

Der Vermögensverwalter GAM (+1,3 Prozent) konnte bei den Kundengeldern und den verwalteten Vermögen stärker zulegen als erwartet. Das Biotech-Unternehmen Idorsia (noch kein Kurs) hat wie erwartet erneut rote Zahlen geschrieben. Die laufenden Projekte würden alle plangemäss verlaufen.

Das Logistikunternehmen Panalpina (+1,7 Prozent) hat Umsatz und Gewinn gesteigert, bleibt mit der Seefrachtsparte aber in den roten Zahlen. Die Ergebnisse liegen über den Analystenschätzungen.

Bereits am Vorabend hat Temenos (+3,6 Prozent) Zahlen vorgelegt und insbesondere bei den Lizenzeinnahmen zugelegt. Vontobel (+1,8 Prozent) hat sich an der Generalversammlung zufrieden mit dem Jahresstart gezeigt und die Kundenvermögen auf Rekordhöhe gesteigert.

Ex-Dividende werden Tecan (-0,6 Prozent), Gurit (-1,2 Prozent) und IVF Hartmann (Kurs unverändert) gehandelt.

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08:10

Der Swiss Market Index wird Berechnungen von Julius Bär zufolge vorbörslich 0,65 Prozent höher geschätzt. Gleich drei Firmen aus dem SMI präsentierten am Donnerstag die Quartalszahlen, sie alle wirken sich positiv auf den SMI aus. Sowohl die Aktien von ABB (2,1 Prozent), Novartis (1,6 Prozent) sowie Nestle (1,1 Prozent) legen vorbörslich zu. Bei den Mid Caps fallen Temenos mit einem Aufschlag von 1,6 Prozent auf.

Die Vorgaben aus Übersee waren gemischt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor am Mittwoch 0,2 Prozent. An den asiatischen Märkten ging es am Donnerstag dagegen leicht bergauf. Der Tokioter Leitindex Nikkei legte 0,3 Prozent zu. 

Auf der Konjunkturseite stehen neben dem Wochenbericht vom US-Arbeitsmarkt der Konjunkturindex des Fed-Bezirks von Philadelphia und die Frühindikatoren an. Die Anleger dürften zudem nach Washington zur IWF-Frühjahrstagung schauen, wo auch EZB-Chef Mario Draghi erwartet wird.

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07:50

Die Ölpreise haben am Donnerstag an den starken Anstieg vom Vortag angeknüpft und weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni kostete am Morgen 73,92 US-Dollar. Das waren 44 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai stieg um 36 Cent auf 68,83 Dollar.

Die Ölpreise werden nach Einschätzung von Marktbeobachtern weiter durch die jüngste Entwicklung der Lagerbestände in den USA gestützt. Am Vortag hatte die US-Regierung gemeldet, dass die Ölreserven in der vergangenen Woche um 1,07 Millionen Barrel auf 427,6 Millionen Barrel gefallen waren. Die Entwicklung kam überraschend: Analysten hatten einen weiteren Anstieg der Lagerbestände erwartet.

Fallende Reserven können ein Hinweis auf ein geringeres Angebot oder eine stärkere Nachfrage sein und stützen in der Regel die Ölpreise. Dagegen konnten neue Daten zur Fördermenge in den USA die Ölpreise nicht belasten. Wie die US-Regierung am Vortag weiter mitteilte, war die amerikanische Ölproduktion in der vergangenen Woche abermals gestiegen und erreichte ein neues Rekordhoch von 10,54 Millionen Barrel pro Tag.

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06:40

Der Euro wurde kaum verändert mit 1,2377 Dollar nach gehandelt. Zum Yen notierte die US-Währung bei 107,40 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9681 Franken je Dollar und 1,1991 Franken je Euro gehandelt.

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06:35

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Nachmittag 0,3 Prozent höher bei 22.230 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,48 Prozent auf 1758 Zähler.

Grund für die Gewinne war Händlern zufolge die Erleichterung über den Verlauf des Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump mit Ministerpräsident Shinzo Abe. Es seien Japan keine neuen Forderungen im Handelsstreit gestellt worden. Beide Politiker hatten vereinbart, die Handelskonsultationen zu intensivieren. "Die Investoren, die sich vor dem Gipfeltreffen zurückhielten, haben zu kaufen begonnen", sagte Marktanalyst Masayuki Doshida von Rakuten Securities.

(AWP/Reuters/cash)