+++Börsen-Ticker+++ - Aussicht auf Steuersenkungen treibt Wall Street an

Die Aussicht auf Steuersenkungen hat die Wall Street am Freitag auf neue Rekordwerte getrieben.
20.10.2017 22:30
Was bringt die Steuerreformen?: Händler an der Börse in New York.
Was bringt die Steuerreformen?: Händler an der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Sinkende Steuern seien positiv für den Markt, sagt der Chefstratege des Finanzhauses Wunderlich Securities in New York, Art Hogan. "Wir haben zudem mehr gute als schlechte Nachrichten bei den Gewinnen der Unternehmen", ergänzt er mit Blick auf die Quartalsbilanzen. Der US-Senat hat den Weg zu den von US-Präsident Donald Trump geplanten Steuersenkungen freigemacht. Die Republikaner können das Budget nun mit ihrer eigenen Mehrheit verabschieden. Es gilt allerdings nicht als sicher, dass Trump die Unterstützung sämtlicher republikanischer Senatoren erhält.

Der Dow Jones mit den Standardwerten schliesst 0,7 Prozent höher auf 23'328 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verbessert sich um 0,5 Prozent auf 2575 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöht sich um 0,4 Prozent auf 6629 Punkte. Im Wochenvergleich steigt der Dow um 2 Prozent, der Nasdaq-Index um 0,4 Prozent und der S&P-Index um 0,9 Prozent.

Bei den Einzelwerten legt der Aktienkurs von Honeywell um 1,2 Prozent zu. Der Industriekonzern hat dank seiner Luftfahrtsparte den Überschuss im dritten Quartal um knapp neun Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar ausgebaut.

Eine gute Bilanz half auch Paypal auf die Sprünge. Die Anteilsscheine des Zahlungsanbieters gewinnen 5,5 Prozent.

Celgene-Papiere brechen fast 11 Prozent ein. Die US-Pharamfirma hatte zuvor bekanntgegeben, ihre Medikamententests zur Behandlung der chronisch entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn einzustellen.

Auf den Verkaufslisten stand auch der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble. Das Unternehmen hat unter anderem dank einer hohen Nachfrage nach seinen Waschmittel-Produkten den Nettogewinn im ersten Quartal zwar um 5 Prozent auf 2,85 Milliarden Dollar gesteigert. Dennoch verfehlte der Konzern die Erwartungen der Märkte. Die P&G-Aktie lässt 3,6 Prozent Federn.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Freitag keine grösseren Kursausschläge verzeichnet. Der Markt sei nach Wochen steigender Kurse auf einen Konsolidierungskurs eingeschwenkt, sagen Händler. "Nach dem steilen Anstieg war eine Atempause nötig." Die Aussichten würden aber meist positiv eingeschätzt. Der SMI notiert zum Handelsschluss bei 9237 Punkten praktisch auf Vortagesstand. Erstmals seit fünf Wochen steigender Kurse verbucht der Leitindex damit eine negative Wochenbilanz. Seit Anfang September hat der SMI allerdings über 5 Prozent zugelegt.

Händler sagen, die Hoffnung auf einen Wirtschaftsboom in den USA könnte in den kommenden Wochen die Aktienkurse anschieben. Am Donnerstag hatte der US-Senat einem Entwurf der Steuerreform von Präsident Donald Trump zugestimmt.

Auch der schwächelnde Franken, der Schweizer Produkte auf dem Weltmarkt konkurrenzfähiger mache, dürfte helfen.

Eine festere Tendenz verhinderten auch Kurseinbussen bei den schwergewichtigen Genussscheinen des Pharmakonzerns Roche. Der "Bon Roche" rauscht um 1,8 Prozent in die Tiefe. Händler sprechen von Anschlussverkäufen. Am Donnerstag war der Titel nach Veröffentlichung des Quartalsberichts unter Druck geraten. Wegen der zunehmenden Bedeutung von gewissen Nachahmerprodukten drohe Roche die Gefahr, nicht mehr an die alte Wachstumsstärke anknüpfen zu können. Zudem hatten HSBC und die Deutsche Bank das Kursziel für die Titel reduziert.

Gefragt waren Finanzwerte. An die Spitze setzen sich die Aktien der Grossbank Credit Suisse mit plus 2,3 Prozent. Händler sprechen von spekulativen Käufen. Die Bank ist ins Visier des aktivistischen Hedgefunds RBR geraten, der das Institut aufspalten und in separaten Teilen an die Börse bringen will.

Die Titel von Rivalin UBS sowie des Vermögensverwalters Julius Bär legen 1,5 und 1,2 Prozent zu. Die Aktien von GAM gewinnen 1,3 Prozent und machen die Einbussen vom Vortag fast wett.

Gefragt waren auch Aktien der Versicherer: Swiss Re steigen um 1,7 Prozent. Die jüngsten Hurrikane und die Erdbeben in Mexiko kosten den Rückversicherer im dritten Quartal rund 3,6 Milliarden Dollar. Davon entfallen 175 Millionen Dollar auf die beiden Erdbeben in Mexiko. Die Anleger kauften die Aktien, weil die Gesellschaft trotz der Milliardenkosten keine Abstriche bei den eigenen Plänen machen müsse, heisst es am Markt.

Auch die Anteile von Zurich reihen sich mit plus 1,1 Prozent in die Gewinnerliste ein. Zurich hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Gruppe erwarte, dass die jüngsten Wirbelstürme mit Schäden von rund 700 Millionen Dollar zu Buche schlagen und die finanzielle Stärke und Flexibilität des Konzerns nicht wesentlich beeinflussen würden.

"Mit anderen Worten, wir können wiederum von beiden Versicherern eine schöne Dividende erwarten", sagt ein Händler.

Bei Aktien aus der zweiten Reihe, die am Vortag aufgrund von Gewinnmitnahmen stark gefallen waren, griffen laut Händler Schnäppchenjäger zu. Goldbach, Jungfraubahn und Coltene steigen um mehr als 3 Prozent. Die Aktien von Schmolz+Bickenbach gewinnen nach einer Kaufempfehlung der UBS 3,4 Prozent. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Freitag).

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16:20

In den USA haben die Verkäufe bestehender Häuser im September überraschend zugelegt. Im Vergleich zum Vormonat seien sie um 0,7 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte die Maklervereinigung "National Association of Realtors" (NAR) am Freitag in Washington mit. Erwartet wurde hingegen ein Rückgang um 0,9 Prozent. Im Vormonat waren die Verkäufe noch um 1,7 Prozent gefallen.

Ökonomen hatten Hurrikan Harvey für den Rückgang im August verantwortlich gemacht. Im September sei es in der besonders betroffenen Region von Houston zu einer Erholung gekommen. Auf das Jahr hochgerechnet wurden im September 5,39 Millionen Häuser verkauft. Erwartet wurden 5,30 Millionen Häuser.

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15:45

Die Aussicht auf Steuersenkungen treibt die Wall Street am Freitag auf neue Rekordwerte. Sinkende Steuern seien positiv für den Markt, sagt der Chefstratege des Finanzhauses Wunderlich Securities in New York, Art Hogan. "Wir haben zudem mehr gute als schlechte Nachrichten bei den Gewinnen der Unternehmen", ergänzt er mit Blick auf die Quartalsbilanzen. Der US-Senat hat den Weg zu den von US-Präsident Donald Trump geplanten Steuersenkungen freigemacht. Die Republikaner können das Budget nun mit ihrer eigenen Mehrheit verabschieden. Es gilt allerdings nicht als sicher, dass Trump die Unterstützung sämtlicher republikanischer Senatoren erhält.

Der Dow Jones mit den Standardwerten notiert im frühen New Yorker Handel 0,3 Prozent höher auf dem Rekordwert von 23'237 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewinnt ebenfalls 0,3 Prozent auf die Bestmarke von 2570 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbessert sich um 0,5 Prozent auf 6635 Stellen.

Gegen den Trend büssen Papiere von General Electric rund 5,5 Prozent ein. Grund: Im Kerngeschäft sank das Ergebnis auf 1,91 Milliarden Dollar von 2,1 Milliarden im Jahr zuvor, wie der Mischkonzern mitteilte. Dagegen stieg der Aktienkurs von Honeywell um 1,4 Prozent. Der Industriekonzern hat dank seiner Luftfahrtsparte den Überschuss im dritten Quartal um knapp 9 Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar gesteigert.

Eine gute Bilanz half auch Paypal auf die Sprünge. Die Anteilsscheine des Zahlungsanbieters gewinnen 5,5 Prozent.

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13:00

Die Erholung am Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag nach einem klar freundlichen Start früh an Schwung verloren. Aktuell liegt der Leitindex SMI nur noch leicht im Plus. Wie bereits am Donnerstag lasten starke Abgaben des Schwergewichts Roche auf dem Gesamtmarkt, während Finanztitel und einige Zykliker kräftig zulegen. Vor dem Wochenende stehen aus den USA noch Unternehmenszahlen und Daten zum Immobilienmarkt auf dem Programm, die den Markt bewegen könnten.

Insgesamt sprechen Händler von einer freundlichen Stimmung, die an den Börsen weltweit vorherrsche. Aus den USA stütze der positive Entscheid des Senats zum Haushaltsentwurf den Handel, womit für die von Präsident Donald Trump geplante Steuerreform eine Hürde aus dem Weg geräumt sei. Demgegenüber haben sich die Probleme in Spanien um die Abspaltung Kataloniens verschärft. Am Samstag soll der spanische Senat Zwangsmassnahmen zur "Rückkehr zur verfassungsmässigen Ordnung" beschliessen. Die Zentralregierung könnte so beispielsweise die Macht in Katalonien formell übernehmen.

Der SMI notiert kurz nach Mittag mit 0,2% höher bei 9251 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI steigt um 0,5% auf 1494 Zähler, und der breite SPI um 0,2% auf 10'568 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 24 im Plus und 6 im Minus.

Swiss Re haben ihre Spitzenposition unter den Bluechips zwar mittlerweile verloren, legen aber immer noch um 1,0% zu. Der Rückversicherer gab eine vorläufige Schätzung zu den erwarteten Kosten wegen der US-Wirbelstürme und der beiden Erdbeben in Mexiko ab. Die geschätzten rund 3,6 Milliarden Dollar liegen zwar über den Markterwartungen. Gleichzeitig weisen Analysten jedoch daraufhin, dass die grossen Schäden den Weg für Tariferhöhungen freimachen könnten und Swiss Re dank ihrer soliden Bilanz auch für 2017 eine grosszügige Dividende ausschütten dürfte. Uneinigkeit herrscht dagegen darüber, ob im November ein Aktienrückkaufprogramm lanciert wird.

Zurich (Aktie +1,2%) hatte bereits am Donnerstag gemeldet, dass man für die Wirbelsturmkatastrophen (ohne mexikanische Erdbeben) mit einer Belastung in Höhe von 700 Millionen Dollar rechnet. Die Aktie zählte am Vortag im schwachen Börsenumfeld zu den wenigen Gewinnern und kann nun weiter zulegen. Bei der Zurich war man am Markt tendenziell von höheren Schadenskosten ausgegangen. Sowieso könnten künftig die SMI-Assekuranz-Titel dank hoher Dividenden eine führende Rolle einnehmen, so ein Händler. Swiss Life und Bâloise haben sich am Berichtstag mit einem Plus von je 1,2% ebenfalls weit vorne im SMI/SLI eingereiht.

Die grössten Avancen verbuchen derzeit Vifor Pharma (+1,8%), ohne dass es News zum Pharmaunternehmen gibt. Zykliker wie Lafarge-Holcim oder ABB (je +1,4%) sowie auch die Grossbanken UBS (+1,0%) und Credit Suisse (+1,5%) zählen nach den Gewinnmitnahmen vom Donnerstag ebenfalls zu den Gewinnern.

Sonova verlieren hingegen deutliche 0,8% ein, nachdem die Bank Vontobel das Rating auf "Hold" von "Buy" abgestuft hat. Analystin Carla Bänziger glaubt, dass der Hörgeräte-Hersteller etwas von seinem Vorsprung auf die Konkurrenz verliert.

Weiterhin schwach entwickeln sich ausserdem Roche (-0,8%). obwohl die Markterwartungen mit den am Donnerstag vorgelegten Zahlen erfüllt wurden, belastet die Sorge vor einer grösseren Bedrohung durch Biosimilars das Sentiment. Mit HSBC und der Deutschen Bank haben zwei Institute jeweils ihr Kursziel gesenkt. Die Ergebnisse seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, aber auf Roche kämen wohl einige harte Jahre zu, vermutet der HSBC-Analyst.

Im breiten Markt gewinnen GAM 1,0%. Die Aktien des Vermögensverwalters büssten allerdings am Donnerstag nach einem Zwischenbericht zu den verwalteten Vermögen überdurchschnittlich an Wert ein. Auch Panalpina (-1,7%) bleiben unter Beobachtung. Nach der Zahlenvorlage vom Vortag haben die Analysten der CS das Kursziel erhöht, während Goldman Sachs dieses senkte. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:40

Die Schweizer Börse zieht am Freitagmorgen leicht an. Positive Vorgaben aus den USA, wo sich die Kurse nach Börsenschluss in Europa noch zum Teil erholt hatten, und der schwächelnde Franken, der die Produkte schweizerischer Hersteller auf dem Weltmarkt konkurrenzfähiger macht, ermunterten die Anleger zu Käufen. Zusätzliche Unterstützung erhalte der Markt vom kleinen Verfallstermin an der Eurex, heisst es.

Der SMI steigt leicht auf 9237 Punkte. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,8 Prozent gefallen und steuert erstmals nach fünf Wochen mit höheren Kursen auf eine negativen Wochenbilanz zu.

Die Anleger seien weiter verunsichert wegen der Katalonien-Krise. "Es ist Wochenende, keiner weiss, was passiert. Daher würde es mich nicht wundern, wenn der Markt zuletzt leicht tiefer wäre", sagt ein Händler.

Gefragt sind die Aktien der Versicherer: Swiss Re steigen um 0,9 Prozent. Die jüngsten Hurrikane und die Erdbeben in Mexiko kosten den Rückversicherer im dritten Quartal rund 3,6 Milliarden Dollar. Davon entfallen 175 Millionen Dollar auf die beiden Erdbeben in Mexiko. Die Anleger kauften die Aktien, weil die Gesellschaft trotz der Milliardenkosten keine Abstriche bei den eigenen Plänen machen müsse, heisst es am Markt.

Auch die Anteile von Zurich reihen sich mit plus 0,9 Prozent in die Gewinnerliste ein. Zurich hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Gruppe erwarte, dass die jüngsten Wirbelstürme mit Schäden von rund 700 Millionen Dollar zu Buche schlagen und dass die finanzielle Stärke und Flexibilität des Konzerns nicht wesentlich beeinflussen würden.

"Mit anderen Worten, wir können wiederum von beiden Versicherern eine schöne Dividende erwarten", sagt ein Händler.

Auch die Aktien der Banken holen einen Teil der jüngsten Gewinnmitnahmen auf: Credit Suisse, die ins Visier des aktivistischen Hedgefunds RBR geraten ist, steigen um 1,4 Prozent und Rivalin UBS ziehen um 1 Prozent an.

Die Aktien von GAM rücken um 1,6 Prozent vor und machen die Einbussen vom Vortag damit wett.

Dagegen setzen Roche die Talfahrt fort und verlieren 1,6 Prozent. Der Pharmariese hatte am Vortag den Zwischenbericht veröffentlicht, der die Erwartungen zwar erfüllt hat. Mit dem neuen Produktportfolio könne Roche aber kaum an die alte Wachstumsstärke anknüpfen, sagt ein Händler. HSBC und die Deutsche Bank senken ihr Kursziel für die Titel.

Die Aktien von Novartis fallen 0,2 Prozent. Der Roche-Konkurrent und Grossaktionär legt am Dienstag den Zwischenbericht vor.

Nestlé steigen um 0,1 Prozent., Der Aktienkurs war am Donnerstag nach einem verhaltenen Ausblick 1 Prozent gefallen.

Die Aktien zyklischer Firmen legen meist zu. ABB, Clariant, Adecco und Swatch steigen gegen 1 Prozent.

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09:10

Der Swiss Market Index legt unmittelbar nach Börseneröffnung um 0,5 Prozent auf 9277 Punkte zu. In den USA scheint die geplante Steuerreform von Präsident Donald Trump auf einem guten Weg zu sein, was auch den Dollar antreibt. Der US-Senat hatte am Vorabend einen Haushaltsentwurf verabschiedet und damit eine Hürde für die Steuerreform aus dem Weg geräumt.

Swiss Re gewinnen 0,9 Prozent. Einen Tag nach dem Erstversicherer Zurich hat nun auch Swiss Re eine vorläufige Schätzung zu der erwarteten Schadensbelastung aus den US-Wirbelstürmen und den beiden Erdbeben in Mexiko abgegeben. Der Rückversicherer erwartet fürs dritte Quartal in diesem Zusammenhang hohe Kosten von rund 3,6 Milliarden Dollar. 

Lesen Sie dazu auch: Gewinn von Swiss Re wird stärker als erwartet belastet

Bereits bei Zurich (+1,2 Prozent) hatten die Anleger am (gestrigen) Donnerstag aufgeatmet, als die Gruppe für die Wirbelsturmkatastrophen (ohne mexikanische Erdbeben) eine Kostenschätzung von 700 Millionen Dollar in den Raum stellte.

Unternehmensnews sind ansonsten am Schweizer Markt dünn gesät. Die Roche-Genussscheine (+0,1 Prozent), die am Donnerstag nach der Zahlenpublikation um über 2 Prozent an Wert eingebüsst hatten, können sich leicht erholen. Im Nachgang haben HSBC und die Deutsche Bank allerdings ihr Kursziel gesenkt. Die Ergebnisse seien im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, aber auf Roche kämen wohl einige harte Jahre zu, vermutet der HSBC-Analyst.

Die zwei weiteren Schwergewichte Novartis (+0,3 Prozent) und Nestlé (+0,2 Prozent) legen ebenfalls etwas zu. Auch Nestlé wurden am Donnerstag nach Zahlen verkauft. Hier führten Händler die Abgaben jedoch auf Gewinnmitnahmen zurück.

Höhere Kurse weisen desweiteren die beiden Grossbanken UBS (+0,7 Prozent) und Credit Suisse (beide +0,7 Prozent) auf, oder auch bei Zyklikern wie Adecco (+0,7 Prozent) oder Swatch (+0,6 Prozent). Anleger hatten am Vortag auch hier Gewinne ins Trockene gebracht.

Im breiten Markt bleiben Panalpina (+0,5 Prozent) unter Beobachtung. Nach der Zahlenvorlage vom Vortag haben die Analysten der CS das Kursziel erhöht, während die Goldman Sachs dieses senkte. Er senke zwar seine Gewinnaussichten, gehe aber von weiterem Wachstum aus, heisst es bei der CS. Und der Kollege von Goldman Sachs befürchtet, dass höhere Volumen nur mit tieferen Margen und zu höheren Kosten erzielt werden könnten.

GAM (+1,6 Prozent) könnten sich von den Vortagesverlusten erholen. GAM büssten am Donnerstag nach einem Zwischenbericht zu den verwalteten Vermögen überdurchschnittlich an Wert ein.

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08:24

Wiederaufgeflammte Hoffnungen auf einen US-Wirtschaftsboom haben dem Nikkei-Index den 14. Tagesgewinn in Folge beschert. Das ist die längste Serie seit 1961. Der japanische Leitindex schloss am Freitag knapp im Plus bei 21.457,64 Punkten. "Der Markt ist hin- und hergerissen zwischen den Anlegern, die Gewinne mitnehmen und denjenigen, die die Kurse weiter nach oben treiben wollen", sagte Analyst Yutaka Miura von der Investmentbank Mizhuo. Genährt wurde der Konjunkturoptimismus von der Überwindung einer Hürde auf dem Weg zur geplanten Steuerreform des US-Präsidenten Donald Trump.

Unter Verkaufsdruck standen dagegen Apple-Zulieferer wie Murata, Alps und Foster, deren Aktien bis zu 3,1 Prozent verloren. Einem Medienbericht zufolge kürzt der US-Konzern wegen eines schwächelnden Absatzes für die iPhone-Modelle 8 und 8 Plus die Bestellungen bei den Zulieferern um 50 Prozent. Apple-Titel verloren daraufhin an der Wall Street 2,4 Prozent. Auch in Südkorea setzten Anleger auf Wirtschaftswachstum, nachdem die dortige Zentralbank ihre Prognosen angehoben hatte. Deren Experten stellten ein Plus von drei Prozent in Aussicht. Die Börse Seoul legte daraufhin 0,5 Prozent zu. 

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08:15

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,3 Prozent zu. Im gestrigen Handel büsste der Leitindex um 0,8 Prozent auf 9234 Punkte ein.

Die jüngsten Hurrikans und die Erdbeben in Mexiko kommen den Rückversicherer Swiss Re teuer zu stehen. Der Konzern erwarte daraus im dritten Quartal eine Schadenbelastung von 3,6 Milliarden Dollar.  Vorbörslich wird diese Meldung jedoch positiv aufgenommen: Mit Plus 1,1 Prozent legt Swiss Re von allen SMI-Werten am stärksten zu.

Auch alle anderen Titel aus dem SMI legen vorbörslich zu, mit Werten zwischen plus 0,15 bis 0,32 Prozent.

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08:03

Die Ölpreise sind am Freitag leicht gestiegen. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Morgen 57,37 US-Dollar. Das sind 14 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 19 Cent auf 51,48 Dollar.

Marktbeobachter sprachen von einem vergleichsweise impulsarmen Handel am Ölmarkt. Die Sorgen vor einem Förderausfall in den ölreichen Regionen im Norden des Irak hätten spürbar nachgelassen. Nachdem am Vortag noch Gewinnmitnahmen die Ölpreise belastet hatten, wird zum Wochenschluss mit eher wenig Bewegung gerechnet.

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06:35

In Tokio steuert der Nikkei-Index auf den 14. Tag mit Gewinnen in Folge und damit auf die längste Gewinnserie seit 1961 zu. Die schwächere Landeswährung, welche Exportunternehmen zugute kommt, sorge für Kauflaune, sagten Händler. "Die Leute waren eigentlich darauf vorbereitet, Gewinne mitzunehmen, aber jetzt gibt es die Erwartung, dass auch die US-Börsen im Tagesverlauf zulegen, und deswegen wollen sie nicht verkaufen", sagte Yutaka Miura, technischer Analyst bei Mizuho Securities.

Die US-Abgeordneten räumten mit ihrer Zustimmung ein Hindernis für die geplante Steuerreform von Präsident Donald Trump aus dem Weg. Eine umfassende Reform des Steuersystems mit massiven Steuersenkungen gehört zu den wichtigsten Wahlversprechen des Republikaners. Sie wird an den Aktienmärkten mit besonderer Spannung erwartet, weil sich US-Unternehmen davon massive Einsparungen erhoffen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Mittag leicht im Plus bei 21.452 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls leicht zu auf 1730 Zähler. Exportwerte wie Toyota gehörten zu den Gewinnern.

Die Nissan-Aktien gaben dagegen knapp zwei Prozent nach. Der Skandal um unzulängliche Sicherheitschecks bei der Endabnahme von Neuwagen reicht einem Bericht zufolge mindestens 20 Jahre zurück. Auch ausserhalb Japans sorgte das Votum der Senatoren für gute Stimmung. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans gewann 0,3 Prozent.

(cash/AWP/Reuters)