+++Börsen-Ticker+++ - Aussicht auf weiter lockere Geldpolitik treibt US-Börsen an

Die Aussicht auf eine weiter lockere Geldpolitik der US-Notenbank hat die Wall Street zum Wochenschluss angeschoben.
01.09.2017 22:53
Trader an der Börse in New York freuen sich über weiter tiefe Zinsen.
Trader an der Börse in New York freuen sich über weiter tiefe Zinsen.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,2 Prozent auf 21.987 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 legte ebenfalls um 0,2 Prozent auf 2476 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,1 Prozent auf 6435 Stellen. Damit stieg der Dow in dieser Woche um 0,8 Prozent, der S&P um 1,4 und die Nasdaq um 2,7 Prozent. Für die Technologie-Börse war das die stärkste Wochenentwicklung im bisherigen Jahresverlauf.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählten die Autobauer. Zwar lief das Geschäft für die großen Hersteller im August durchwachsen. Doch gibt es die Hoffnung, dass viele der durch Hurrikan "Harvey" zerstörten Fahrzeuge zügig ersetzt werden. 

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17:30

Leichtes Plus zum Schluss: Der SMI notierte mit 8942 Punkten um 0,2 Prozent höher. Damit steuert der Leitindex auf ein Wochenplus von 0,4 Prozent zu.

"Der US-Arbeitsmarkt enttäuscht", sagte Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank. Enttäuschend sei aber nicht die Zahl neugeschaffener Stellen, sondern das stagnierende Lohnwachstum. Solange die Löhne nicht stiegen, werde auch der private US-Konsum zu keiner stärkeren Dynamik finden, sagte der VPB-Chefökonom. "Damit dürfte die Fed die Zinsen im Dezember nicht anheben", sagte ein Börsianer. "Die Geldschleusen bleiben offen."

Die Standardwerte notierten mehrheitlich fester. Die stärksten Gewinne verbuchten Aktien zyklischer Firmen. Weniger gefragt waren die als wenig konjunktursensitiv geltenden Aktien der Telekomfirma Swisscom und des Lebensmittelriesen Nestle. Sie gaben leicht nach.

Den ausführlichen  Börsenbericht zur Schweizer Börse lesen Sie hier.

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15:33

Die Aussicht auf eine längerfristig lockere Geldpolitik der Fed ermuntert Anleger zum Einstieg in den US-Aktienmarkt.  Die Indizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 setzten ihre Erholung am Freitag fort und legten zur Eröffnung bis zu 0,3 Prozent zu.

"Der Arbeitsmarkt entwickelt sich zwar gut, aber nicht so gut wie die Leute gedacht hatten", sagte Scott Anderson, Chef-Ökonom der Bank of the West. "Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen im Dezember nicht anheben wird." Bislang sahen Investoren die Wahrscheinlichkeit hierfür bei 36 Prozent.

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14:50

Der Franken hat am Freitag nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten zum Dollar zugelegt. Kostete die US-Devise kurz vor Bekanntgabe der Zahlen noch 0,9590 Franken, sank ihr Kurs danach auf 0,9548 Franken. Der Leitindex der Schweizer Börse SMI gab seine Gewinne ab und notierte mit 8926 Punkten auf dem Stand vom Donnerstag. Zuvor hatte der SMI bei 8936 Zählern tendiert.

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14:47

Nachlassende Spekulationen auf rasche US-Zinserhöhungen haben den Dollar am Freitag belastet. Im Gegenzug verteuerte sich der Euro auf 1,1972 Dollar. Der Goldpreis zog ebenfalls an und lag bei 1327,41 Dollar je Feinunze.

Im August schufen Unternehmen ausserhalb der US-Landwirtschaft 156'000 neue Stellen. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von 180'000 gerechnet. Gleichzeitig stiegen die Stundenlöhne nur um 0,1 Prozent - halb so stark wie erwartet.

"Die Zahlen fallen auf den ersten Blick enttäuschend aus", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Allerdings waren die August-Arbeitsmarktdaten auch in den vergangenen beiden Jahren eher schwach ausgefallen."

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14:17

Die Ölpreise sind am Freitag nach einem kräftigen Anstieg vom Vortag wieder gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete gegen Mittag 52,35 US-Dollar. Das waren 51 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 53 Cent auf 46,70 Dollar.

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13:00

Der Schweizer Aktienmarkt legt am Freitag nach zwei Tagen der Erholung eine Verschnaufpause ein.  Der Leitindex SMI startete mit leichten Avancen in den Tag, musste diese allerdings abgeben und tritt nun auf der Stelle. Der US-Arbeitsmarktbericht werde am Nachmittag über die Richtung des US-Dollar und damit letzten Endes auch über den Wochenschluss bei den Aktien entscheiden, meinte ein Händler.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.50 Uhr mit 8'928,92 Punkte praktisch auf dem Schlusskurs vom Donnerstag. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt hingegen 0,16% auf 1'424,63.

Bei den Blue Chips liegen mittlerweile die zuletzt arg gebeutelten Papiere des Backwarenkonzerns Aryzta gemeinsam mit Sonova (je +1,3%) an der Spitze.

Die Schwergewichte Roche (+0,1%), Nestlé und Novartis (je -0,2%) bewegen sich kaum vom Fleck. Die Grossbanken-Titel der UBS (-0,1%) und der Credit Suisse (+0,1%) pendeln ebenfalls um die Nulllinie, während Versicherer wie Swiss Re (-0,3%) oder Bâloise (-0,6%) etwas zurückfallen.

Den ausführlichen Mittagsbericht lesen Sie hier.

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10:50

Stillstand an der Schweizer Börse: Die Anleger warten auf die US-Jobdaten vom Nachmittag und die Kurse kommen nicht vom Fleck. Die Markterwartungen an den "Jobs Report" seien gross, sagt ein Händler.

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 10:45 Uhr 0,1% auf 8'932 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) legte ebenfalls um 0,1% auf 10'1898 Zähler zu.

Das sind die aktuellen Top- und Flop-Aktien im SMI:

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09:30

Der SMI steht um 0,1 Prozent im Plus und erreicht 8937 Punkte. Am Dienstag war der Leitindex nach einem weiteren Raketentest in Nordkorea beinahe bis auf 8'750 Zähler abgerutscht.

Unterstützung erhalten die europäischen Märkte zu Monatsbeginn von guten Vorgaben aus New York, wo der Dow Jones und der S&P 500 kurz vor neuen Rekorden stehen. Die Hoffnung auf eine Pause bei den Zinserhöhungen der US-Notenbank sowie auf Steuergeschenke durch Donald Trump hätten geopolitische Risiken in den Hintergrund gedrängt, hiess es.

Die Stimmung an den Märkten präsentiert sich im Vorfeld des wichtigen US-Arbeitsmarktberichts eher freundlich. Am Markt rechne man mit einer weiterhin guten Entwicklung am Arbeitsmarkt der weltweit grössten Volkswirtschaft, meint ein Händler. Bereits am Mittwoch hätten besser als erwartet ausgefallene Daten des Dienstleisters ADP darauf hingewiesen und am Donnerstag seien auch die Angaben zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe gut aufgenommen worden. In China hat sich die Stimmung bei kleineren und privaten Industriebetrieben im August besser entwickelt als erwartet.

 

 

Das Tableau zeigt nach dem Handelsbeginn kein einheitliches Bild. Die Novartis-Papiere, die am Donnerstag mit einem Plus von 2,1 Prozent massgeblich am Aufschwung im SMI beteiligt waren, liegen derzeit mit 0,06 Prozent im Plus. Gestern hatte die Meldung zur US-Zulassung für die neuartige Krebstherapie Kymriah die Aktie beflügelt.

Auch die weiteren Schwergewichte Roche (+0,25 Prozent) und Nestlé (+0,18 Prozent) liegten im Plus, bei den Grossbanken UBS (-0,13 Prozent) und Credit Suisse (-0,14 Prozent) gehen die Kurse nach unten. Bei Zurich (-0,21 Prozent) wird Alison Martin Anfang 2018 Cecilia Reyes als Group Chief Risk Officer ablösen wird. Die Britin wechselt bereits im Oktober von der Swiss Re (-0,12 Prozent) zur Zurich.

Insights zum Rücktritt von Lukas Braunschweiler:

Lukas Braunschweiler gibt Chefposten bei Sonova ab

Derweil hat der Hörgerätehersteller Sonova (+0,62 Prozent) mit Arnd Kaldowski einen Nachfolger für den abtretenden CEO Lukas Braunschweiler ernannt. Kaldowski kommt von Danaher Corporation und wird die Leitung bei Sonova ab April 2018 übernehmen. Vom Oktober an ist er als COO bereits für die drei Geschäftsbereiche Hörgeräte, Retail und Cochlea-Implantate sowie für Forschung & Entwicklung, Supply Chain und IT verantwortlich.

Im breiter gefassten Markt fallen Dormakaba (+2,95 Prozent) auf. Société Générale nimmt die Abdeckung des Schliesspezialisten mit "Buy" und einem Kursziel von 1'050 CHF auf. Am Donnerstag beendete Dormakaba den Handel bei 864,50 CHF.

Ansonsten haben mit Zug Estates, Plazza, IVF Hartmann und CFT einige kleinere Unternehmen über den Verlauf des ersten Halbjahres berichtet. Während die Immobiliengesellschaften Zug Estates und Plazza Ertrag und Gewinn steigern konnten, haben der Finanzbroker CFT und die im Bereich der medizinischen Verbrauchsgüter tätige IVF Hartmann Gruppe beide rückläufige Ergebnisse präsentiert.

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08:20

Mittlerweile haben die asiatischen Börsen den Handel beendet. Der japanische Leitindex Nikkei schloss den Tag 0,2 Prozent höher mit 19'691,47 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte 0,1 Prozent zu. Die Börsen in China tendierten dagegen kaum verändert. 

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08:15

Der SMI bewegt sich um 0,1 nach oben und erreicht vorbörslich 8934 Punkte. Sämtliche Aktien stehen im Plus, wobei sich Credit Suisse )(+0,14Prozent) am stärksten bewegen (zu den vorbörslichen Kursen).

Von den US-Arbeitsmarktdaten erhoffen sich Anleger Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Von Reuters befragte Experten rechnen damit, dass in den USA im August 180'000 neue Stellen entstanden sind. Der private Arbeitsvermittler ADP hatte bereits am Mittwoch mit seinen Daten die Erwartungen übertroffen, ihm zufolge entstanden im vergangenen Monat 237'000 neue Jobs.

Im SLI bewegt sich die Sonova-Aktie um lediglich 0,1 Prozent nach oben. Am morgen ist bekannt geworden, dass CEO Lukas Braunschweiler im nächsten Jahr den Chefposten aufgibt und Verwaltungsrat wird.

 

 

Am breiten Markt haben der Arztbedarfhersteller IVF Hartmann, die Compagnie Financière Tradition sowie die Immobiliengesellschaften Zug Estates und Plazza Ergebnisse vorgelegt.

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07:25

Die jüngst angezogenen Ölpreise sind wieder gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Morgen 52,73 US-Dollar. Das waren 13 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 31 Cent auf 46,92 Dollar.
 
Überschwemmungen durch den Tropensturm "Harvey" hatten zum Ausfall von Raffinerien in den USA geführt und die Preise stärker schwanken lassen.
 

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06:45

Der Nikkei-Index mit den Standardwerten steigt um 0,04 Prozent auf 19'653 Punkte. Im Wochenverlauf hat der Nikkei damit 1,2 Prozent gewonnen - nach zuvor sechs Wochen mit Kursverlusten. Vor dem Arbeitsmarktbericht in den USA hielten sich Anleger aber zurück, sagte Analyst Yutaka Miura vom Wertpapierhändler Mizuho. Sie wollten sehen, ob aus den Jobdaten Rückschlüsse auf die US-Zinspolitik ablesbar seien und der Dollar dann zum Yen steige oder falle.

(cash/AWP/Reuters)