+++Börsen-Ticker+++ - Banken und Trump belasten den Dow Jones

Eine erneute Schlappe von US-Präsident Donald Trump bei der geplanten Gesundheitsreform und enttäuschende Bilanzen von Banken haben die New Yorker Börsen am Dienstag belastet.
18.07.2017 22:40
Händler an der Wall Street: Die Quartalszahlen der Grossbanken und das Scheitern von Donald Trumps Reformplänen stimmen die Börsianer an der Wall Street nicht zuversichtlich.
Händler an der Wall Street: Die Quartalszahlen der Grossbanken und das Scheitern von Donald Trumps Reformplänen stimmen die Börsianer an der Wall Street nicht zuversichtlich.
Bild: Bloomberg

22:30

Anleger zweifelen zunehmend, ob Trump mit seinen Plänen für milliardenschwere Investitionen in die Infrastruktur sowie Steuererleichterungen für US-Firmen vorankommen wird. Zudem kamen die Quartalszahlen der Grossbanken Goldman Sachs und Bank of America am Markt nicht gut an.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer auf 21’574 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 trat bei 2460 Zählern in etwa auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich dagegen um 0,5 Prozent auf einen Schlussrekord von 6344 Punkten.

Die von Trump versprochene Steuerentlastung für amerikanische Firmen fällt voraussichtlich kleiner aus als angekündigt. In US-Regierungskreisen hiess es, die Verhandlungsführer peilten nicht mehr eine Verringerung des Steuersatzes auf 15 von 35 Prozent an. Stattdessen versuchten sie, auf einen Wert am unteren Ende einer Spanne zwischen 20 und 25 Prozent zu kommen.

"Die Aussichten, dass in den USA in diesem Jahr noch etwas wirtschaftspolitisch Relevantes erreicht werden wird, sind gering", sagte Martin Moryson, Chefökonom von Sal. Oppenheim. "Auf die zusätzlichen Impulse zur US-Konjunktur, die sich viele von dem neuen Präsidenten erhofft hatten, wird man vergeblich warten."

Vor allem Banken waren im Fokus der Investoren. Goldman Sachs konnte sie nicht mit ihren Quartalszahlen überzeugen. Der Gewinn der Investmentbank stagnierte wegen eines schwachen Handelsgeschäfts. Die Aktien liessen 2,6 Prozent Federn. Die Papiere von Bank of America verloren 0,5 Prozent, obwohl die höheren Zinsen das Geschäft des Instituts ankurbelten.

Die Anteilsscheine von Harley Davidson rauschten 6 Prozent in den Keller. Die Kunden des US-Motorradherstellers werden älter und halten sich mit dem Kauf einer neuen Maschine zurück.

Netflix versetzte die Anleger mit der vierteljährlichen Bilanz in Euphorie. Dank zugkräftiger Eigenproduktionen steigerte die Online-Videothek im zweiten Quartal Kundenzahl und Umsatz kräftig. Sie gewann nach eigenen Angaben insgesamt 5,2 Millionen Abonnenten hinzu, etwa zwei Millionen mehr als von Analysten vorhergesagt. Der Aktienkurs sprang um mehr als 13 Prozent in die Höhe.

Die anziehende Nachfrage nach neuen Produkten liess beim Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson die Zuversicht steigen. Im zweiten Quartal steigerte das Unternehmen seinen bereinigten Gewinn stärker als erwartet und hob seine Ziele für das Gesamtjahr an. Die J&J-Aktie stieg um 1,7 Prozent.

+++

17:40

Die Schweizer Börse hat am Dienstag im Verlaufe des Nachmittags immer schwächer tendiert. Der nachgebende Dollar verunsicherte laut Händlern die Anleger und löste Gewinnmitnahmen aus. Abgemildert wurde der Abgabedruck einzig von den Kursgewinnen des Marktschwergewichts Novartis. Der SMI, der zunächst bis 9086 Zähler zugelegt hatte, büsst 0,7 Prozent auf 8978 Punkte ein. Am Montag hatte der Leitindex noch eine Spur höher geschlossen.

Händler sagen, auf der US-Devise laste die Schlappe bei der Gesundheitsreform von Präsident Donald Trump. Anleger zweifelten, ob der Republikaner seine Pläne für milliardenschwere Investitionen in die Infrastruktur sowie Steuererleichterungen für US-Firmen umsetzen könne. Ein tieferer Dollar verschlechtert die Absatzchancen der exportorientierten Schweizer Firmen auf dem Weltmarkt.

Im Fokus der Anleger standen die Novartis-Aktien, die im Verlauf mehr als die Hälfte ihrer Gewinne von über 2 Prozent einbüssten und zuletzt 0,4 Prozent fester notieren. Der Pharmariese schnitt mit seinem Halbjahresbericht besser ab, als Analysten erwartet hatten. Novartis bestätigte die Zielvorgaben für das ganze Jahr. Bei Alcon erwartet Novartis im Gesamtjahr nun ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Der Genussschein von Novartis-Rivalin Roche sackt um 1,1 Prozent ab. Auch Nestlé, ein weiteres Schwergewicht, rutscht um 0,7 Prozent ins Minus. Der Zwischenbericht von Roche und Nestlé wird am 27. August erwartet.

Die Anteile von Kühne+Nagel legen um 3,4 Prozent zu auf 167,80 Franken - ein Allzeithoch. Der Logistikkonzern habe im ersten Halbjahr mehr Umsatz und Gewinn eingefahren als erwartet. Der Nettoumsatz stieg um 8,2 Prozent auf 8,815 Milliarden Franken. Unter dem Strich resultierten 356 Millionen Franken Gewinn.

Die Anteile der Banken litten unter den als enttäuschend taxierten Ergebnissen des US-Konkurrenten Goldman Sachs. UBS verlieren 0,7 Prozent und Credit Suisse fallen 2 Prozent. Julius Bär schwächen sich um 0,4 Prozent ab. Die drei Banken legen ihre Resultate kommende Woche vor.

Die Aktien zyklischer Firmen weiteten die Verluste im Verlauf aus. Der schwächere Dollar mache den Industriefirmen zu schaffen, heisst es am Markt. Der Titel des Elektrokonzerns ABB sinkt vor dem Zwischenbericht am Donnerstag um 1,5 Prozent. Der Chemiekonzern Clariant und der Anlagenbauer Oerlikon büssen je 1,5 Prozent ein.

Der Zementriese Lafarge-Holcim schlägt sich mit einem Minus von 0,4 Prozent relativ gut. Gewinnmitnahmen belasten die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch, die um 1,7 und 1,1 Prozent verlieren.

Gut gehalten zeigen sich am breiten Markt die Immobilienwerte: Mobimo steigen um 0,8 Prozent. Allreal sind um 0,6 Prozent teurer. Die Aktien des Solarzulieferers Meyer Burger setzten ihren volatilen Kursverlauf fort und notieren 3,3 Prozent tiefer. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

+++

15:40

Enttäuschende Bilanzen und die erneute Schlappe von US-Präsident Donald Trump bei seiner Gesundheitsreform verderben den US-Anlegern am Dienstag die Stimmung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,3 Prozent im Minus bei 21'560 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verliert 0,3 Prozent auf 2453 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gibt ebenfalls 0,3 Prozent nach auf 6297 Stellen.

Vor allem Banken waren im Fokus der Investoren. Goldman Sachs konnte sie nicht überzeugen. Der Gewinn der Investmentbank stagnierte wegen eines schwachen Handelsgeschäfts. Die Aktien liegen 0,7 Prozent im Minus. Die Papiere von Bank of America verlieren 0,6 Prozent, obwohl die höheren Zinsen das Geschäft des Instituts ankurbelten.

Die Anteilsscheine von Harley Davidson rauschen 10 Prozent in den Keller. Die Kunden des US-Motorradherstellers werden älter und halten sich mit dem Kauf einer neuen Maschine zurück.

Zur Beunruhigung am Markt trug aber auch der Rückschlag für Trump bei. Die Republikaner scheiterten erneut mit ihrem Versuch, die Gesundheitsreform von Ex-Präsident Barack Obama einzudampfen. "Dieses Fiasko bedeutet, dass die Steuerreform und die Investitionen in die Infrastruktur auf der Kippe stehen", sagt Analyst Naeem Aslam von Think Markets.

+++

12:35

Der Schweizer Aktienmarkt bewegt sich am Dienstagmittag weiter im positiven Terrain. Die Aktien im SMI geben zwar mehrheitlich ab, die schwergewichtigen Titel von Novartis ziehen den Gesamtmarkt jedoch nach oben. Insgesamt sei die Stimmung jedoch derzeit etwas eingetrübt, heisst es im Handel. Der Blick auf die Notenbanken, die jüngsten Währungsbewegungen und die Konjunktur liessen die Investoren vorsichtig agieren, heisst es.

So kommen insbesondere die Gesundheitspläne von US-Präsident Donald Trump aufgrund von Widerständen aus den eigenen Reihen nicht vom Fleck. Das hat die Stimmung belastet. Zudem wachse in China die Sorge um kleinere Unternehmen und vor einer erstarkenden Regulierung durch die Regierung. Die politischen Unsicherheiten geraten damit bei den Investoren wieder in das Sichtfeld, heisst es von Marktteilnehmern. In Deutschland gaben die ZWE-Konjunkturerwartungen deutlicher nach als erwartet.

Der SMI notiert gegen Mittag um 0,4% im Plus auf 9072 Punkten und der breite SPI gewinnt 0,3% auf 10'320 Zähler. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, notiert hingegen nur 0,1% höher bei 1438 Punkten. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 20 im Minus und 10 im Plus.

Der Gesamtmarkt wird weiter vom Novartis getrieben, deren Aktien inzwischen um 2,2% zulegen. Der Pharmakonzern hat beim Umsatz wie erwartet etwas nachgegeben, konnte jedoch hier wie auch beim EBIT und Gewinn pro Aktie den Konsens der Analysten leicht übertreffen. Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bekräftigt und der Konzern rechnet weiter mit einer stärkeren zweiten Jahreshälfte.

Das zweite Pharmaschwergewicht Roche (GS -0,2%) zeigt sich demgegenüber etwas leichter. Unterstützung kommt wiederum von den Titeln des Lebensmittelkonzerns Nestlé (+0,3%). Bei Letzteren hat J.P. Morgan die Gewinnerwartungen angehoben und das Kursziel um 3 Franken auf 93 hochgesetzt. Die Bewertung lautet weiter "Overweight".

Auch Kühne+Nagel (+1,5%) reagieren klar positiv auf die Zahlenvorlage. Hier ist der Umsatz im ersten Semester zwar gewachsen, die Profitabilität des Logistikkonzerns ging gemessen an der Marge jedoch leicht zurück. Die Zahlen werden von den Analysten als im Rahmen der Erwartungen gesehen.

Grösste Verlierer unter den Bluechips sind die am Montag noch klar festeren Uhrenwerte Swatch (-1,0%) und Richemont (-1,2%). Auch Clariant (-0,9%), ABB, Schindler und Aryzta (je -0,5%) geben deutlicher ab.

Die am Vortag noch festeren Grossbanken UBS (+0,1%) und CS (-0,3%) zeigen sich uneinheitlich. Bei der Credit Suisse arbeitet das Management offenbar bereits an Plänen für die Zeit nach dem Konzernumbau. Bei den Assekuranzen geben Swiss Life (-0,6%) deutlicher, Swiss Re (-0,1%) und Zurich (-0,2%) nur leicht nach. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag).

+++

10:15

Die Schweizer Börse setzt am Dienstag den Konsolidierungskurs vom Vortag fort. Dank Kursgewinnen des Marktschwergewichts Novartis legt der Markt leicht zu. Der SMI steigt um 0,2 Prozent auf 9058 Punkte. Am Montag hatte der Leitindex eine Spur höher geschlossen. Nach wie vor stehe neben den Firmenbilanzen die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Fokus der Anleger. Eine Zinsänderung werde nicht erwartet, wohl aber Hinweise auf den Zeitpunkt des Endes der lockeren Geldpolitik, heisst es am Markt. Die EZB veröffentlicht ihre Beschlüsse am Donnerstag.

Bis dahin stehen die Firmenbilanzen im Mittelpunkt: Der Pharmariese Novartis schnitt mit seinem Halbjahresbericht besser ab, als Analysten erwartet hatten. Novartis verbuchte im zweiten Quartal einen Gewinnanstieg um 10 Prozent auf 1,98 Milliarden Dollar. Der Umsatz sank dagegen um 2 Prozent auf 12,24 Milliarden Dollar. Der Pharmariese bestätigte die Zielvorgaben für das ganze Jahr. Bei Alcon erwartet Novartis im Gesamtjahr nun ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Positiv sei, dass es bei Alcon etwas besser laufe, heisst es am Markt. Die Aktie gewinnt 2,2 Prozent.

Die Anteile von Kühne+Nagel legen um 0,6 Prozent zu. Der Logistikkonzern habe im ersten Halbjahr mehr Umsatz und Gewinn eingefahren als erwartet. Der Nettoumsatz stieg um 8,2 Prozent auf 8,815 Milliarden Franken. Unter dem Strich resultierten 356 Millionen Franken Gewinn.

Als Marktstütze erweisen sich ausserdem die Aktien von Nestlé, die um 0,2 Prozent steigen. Der Genussschein von Novartis-Rivalin Roche bröckelt dagegen um 0,4 Prozent ab. Der Zwischenbericht von Roche und Nestlé wird am 27. August erwartet.

Die Anteile der Banken setzen die Konsolidierung fort. Credit Suisse sinken um 0,6 Prozent und UBS schwächen sich um 0,1 Prozent ab. Julius Bär ermässigen sich um 0,3 Prozent. Die drei Banken legen ihre Resultate kommende Woche vor.

Die Aktien zyklischer Firmen büssen mehrheitlich Terrain ein. Der schwächelnde Dollar mache die Produkte der exportorientierten Industriefirmen auf dem Weltmarkt teurer, sagt ein Händler. Der Titel des Elektrokonzerns ABB sinkt vor dem Zwischenbericht am Donnerstag um 0,5 Prozent. Der Zementriese Lafarge-Holcim verliert 0,4 Prozent an Wert und die Anlagenbauer Georg Fischer, Oerlikon und Sulzer büssen ebenfalls Terrain ein.

+++

09:20

Der SMI steht nach Handelsbeginn mit einem Plus von 0,2 Prozent da. Der Leitindex steigt auf 9060 Punkte. Der Gesamtmarkt wird vom Novartis nach oben gezogen, deren Aktien 1,1 Prozent fester tendieren. Der Pharmakonzern hat beim Umsatz wie erwartet etwas nachgegeben, konnte jedoch hier wie auch beim EBIT und Gewinn pro Aktie den Konsens der Analysten leicht übertreffen.

Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bekräftigt, und der Konzern rechnet weiter mit einer stärkeren zweiten Jahreshälfte. Das zweite Pharmaschwergewicht Roche (GS -0,3 Prozent) zeigt sich demgegenüber etwas leichter, Nestlé (+0,6 Prozent) hingegen kann zulegen. Die Grossbanken UBS (-0,4 Prozent) und CS (-0,6 Prozent) bewegen sich am unteren Ende der Spanne.

Bei der Credit Suisse arbeitet das Management offenbar bereits an Plänen für die Zeit nach dem Konzernumbau. CEO Tidjane Thiam sieht laut einem internen Memo weiterhin Möglichkeiten für eine signifikante Wertsteigerung für eine restrukturierte Credit Suisse.

Positiv entwickeln sich die Papiere von Kühne+Nagel (+0,9 Prozent). Hier ist der Umsatz im ersten Semester zwar gewachsen, die Profitabilität des Logistikkonzerns ging gemessen an der Marge jedoch leicht zurück. Die Zahlen werden von den Analysten als im Rahmen der Erwartungen gesehen. Der Margenrückgang habe sich stabilisiert, schreibt etwa die UBS.

Im breiten Markt erhält auch Panalpina (+0,3 Prozent) etwas Unterstützung durch die Kühne+Nagel-Zahlen. Georg Fischer (-0,3 Prozent) hat sich im Bereich Piping Systems mit einem Zukauf in Kanada verstärkt. Das Unternehmen hat eine Minderheitsbeteiligung an dem Hersteller von vorisolierten Rohren Urecon erworben. GF übernimmt die kaufmännische und operative Leitung des Unternehmens.

+++

08:35

Die asiatischen Börsen haben sich am Dienstagmorgen überwiegend mit roten Vorzeichen präsentiert. Händler machten dafür unter anderem Nachrichten aus den USA verantwortlich. Dort steht die Reform der staatlichen Gesundheitsfürsorge Obamacare durch US-Präsident Donald Trump vor dem Aus.

Deutlich fiel das Minus in China aus. Hier lag der CSI-300-Index , der die grössten Werte aus Schanghai und Shenzhen beinhaltet, zeitweise fast ein Prozent im Minus. Bereits zu Wochenbeginn war es für die Kurse trotz starker chinesischer Konjunkturdaten mehr als ein Prozent nach unten gegangen. Zuletzt tendierte der CSI noch bei minus 0,6 Prozent. In der Volksrepublik machen sich laut Händlern Sorgen um kleinere Unternehmen und um eine weitere Regulierung seitens des Staates breit. Besonders deutlich ging es mit fast 13 Prozent für die Papiere von Sunac abwärts: Die Pläne des Unternehmens, Teile des ins Visier der Regulierungsbehörden geratene Wanda-Gruppe zu übernehmen, kamen bei Anlegern nicht gut an.

In Japan musste der Nikkei nach einem Feiertag Abschläge hinnehmen. Der Leitindex schloss 0,6 Prozent im Minus bei 19 999,91 Punkten. Ein stärkerer Yen hatte hier die Kurse belastet.

+++

08:25

Der Euro ist erstmals seit Mai 2016 über die Marke von 1,15 Dollar geklettert. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich am Dienstag um bis zu 0,5 Prozent auf 1,1537 Dollar. Hintergrund für die Euro-Stärke ist Börsianern zufolge der erneut gescheiterte Versuch der US-Republikaner, die Gesundheitsreform einzudampfen.

Zwei Senatoren kündigten ihren Widerstand gegen den überarbeiteten Entwurf des Mehrheitsführers Mitch McConnell an, der damit endgültig über zu wenig Stimmen für sein Projekt verfügt. Präsident Donald Trump wandte sich derweil an Twitter, um eine Neukonzipierung des Gesundheitssystems zu fordern.

+++

08:10

Der SMI zieht um 0,24 Prozent an und liegt damit bei 9060 Punkten (zu den vorbörslichen Kursen). Die Novartis-Aktie steigt dabei um 1,9 Prozent, nachdem der Pharmakonzern im zweiten Quartal die Erwartungen erfüllt und den Ausblick verbessert hat. Auch die Problemsparte Alcon hielt sich gut.

Alle übrigen SMI-Titel fallen vorbörslich. Dabei lassen die Zykliker etwas stärker nach. Schlusslicht im Tableau bildet ABB (-0,21 Prozent).

+++

06:40

Belastend wirkte sich ein stärkerer Yen im Vergleich zur Vorwoche aus. Entgegen dem Trend legten die Titel von Toshiba im Verlauf um 8,3 Prozent zu. Hintergrund ist unter anderem die Entscheidung eines US-Richters, im Streit über einen Verkauf der Toshiba-Chipsparte eine Entscheidung zu verschieben.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,6 Prozent tiefer. Der breiter gefasste Topix-Index sank ebenfalls um 0,6 Prozent.

Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um 0,1 Prozent.

Ein Euro wurde mit 1,1530 Dollar bewertet nach 1,1478 Dollar im späten New Yorker Handel. Hier lastete der Streit im Kongress über den Rückbau von ObamaCare auf der US-Währung. Der Dollar wurde mit 112,14 Yen gehandelt nach 112,62 Yen in den USA. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,1061 und zum Dollar mit 0,9592.

(cash/AWP/Reuters)