+++Börsen-Ticker+++ - Berkshire-Aktien ziehen Dow Jones ins Plus

Einen Tag vor den US-Kongresswahlen schliesst der Dow-Jones-Index an der New Yorker Börse mit Gewinnen.
05.11.2018 22:35
Gute Geschäfte im Dow Jones, im Nasdaq läufts wegen Apple weniger gut: Händler an der Wall Street am Montag.
Gute Geschäfte im Dow Jones, im Nasdaq läufts wegen Apple weniger gut: Händler an der Wall Street am Montag.
Bild: Bloomberg

22:35

Gestützt von Energiewerten und starken Quartalsergebnissen der Investmentfirma Berkshire Hathaway legt der Dow Jones 0,8 Prozent auf 25'461 Punkte zu, der S&P-500-Index gewinnt 0,6 Prozent auf 2738 Zähler. Dagegen ziehen Apple-Aktien den technologielastigen Nasdaq-Index 0,4 Prozent ins Minus auf 7328 Punkte.

Die USA verhängten erneut Sanktionen gegen den Iran, was zu einem Anstieg des Ölpreises führte. Chevron-Anteilscheine legen mehr als 3,6 Prozent zu.

Auch das Papier von Berkshire Hathaway sticht hervor. Ein verdoppelter Quartalsgewinn ermunterte Investoren zum Einstieg bei der Firma von Starinvestor Warren Buffett. Die Aktien klettern um rund 5 Prozent.

Federn lassen dagegen erneut die Apple-Aktie. Nach dem 6-prozentigen Kursrutsch vom Freitag im Sog eines enttäuschenden Ausblicks verlieren die Titel am Montag zeitweise 4 Prozent und fielen damit erstmals seit Anfang August wieder unter die Marke von 200 Dollar. Sie schliessen mit minus 2,8 Prozent knapp über dieser Marke. Die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete, der Konzern stoppe geplante zusätzliche Produktionslinien für das neue iPhone XR.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Montag fester tendiert. Kursgewinne der SMI-Schwergewichte hoben den Markt bei vergleichsweise dünnen Umsätzen in die Gewinnzone. "Die Anleger verhalten sich vor den mit Spannung erwarteten US-Zwischenwahlen bedeckt", sagt ein Börsianer. Der Leitindex SMI steigt um 0,2 Prozent auf 9009 Punkte.

Anteile von Firmen mit einem krisensicheren Geschäftsmodell waren gefragt, während Aktien aus dem Finanz- und Industriebereich unter Gewinnmitnahmen litten, heisst es. So steigen die Indexschwergewichte aus dem Lebensmittel- und Pharmasektor Nestlé, Novartis und Roche sowie die Aktien des Telekomkonzerns Swisscom um bis zu 1,2 Prozent.

Dagegen sinken die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS um 0,8 beziehungsweise 0,6 Prozent. Bei den Versicherungen sind die Kursabschläge gering, Swiss Re schaffts sogar 0,3 Prozent ins Plus.

Am breiten Markt fallen die Aktien von Dufry mit 4,6 Prozent Minus auf. Der Duty-free-Shop-Betreiber senkte die Wachstumsprognose.

Die Titel von U-blox sacken 13,7 Prozent auf 113,90 Franken ab. UBS hat das Kursziel für den Chipherstellers auf 110 von 135 Franken gesenkt. Die Empfehlung lautet "Sell". (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Montag.)

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15:55

Am Tag vor der US-Kongresswahl halten sich Anleger in New York überwiegend bedeckt. Der Dow Jones steigt am Montag in den Anfangsminuten zwar um 0,4 Prozent, doch holt er damit lediglich einen Teil der Freitagsverluste auf. Der Nasdaq Composite gibt 0,5 Prozent nach, der S&P 500 legt minimal zu. In der vergangenen Woche hatten Dow und S&P jeweils 2,4 Prozent gewonnen, der Nasdaq 2,7 Prozent.

Eine laut Umfragen mögliche Wahlschlappe für Donald Trumps Republikaner könnte Investoren, die auf weitere Steuerleichterungen setzen, die Kauflaune verderben. Die Wahl des Milliardärs zum US-Präsidenten hatte vor zwei Jahren eine Rally an den US-Börsen ausgelöst. Es sei aber Vorsicht geboten, so ein Händler. Konkrete Ergebnisse werden erst in der Nacht zum Mittwoch erwartet.

Apple verlieren 2,6 Prozent, nachdem die Ankündigung möglicher Produktionsengpässe im Weihnachtsgeschäft die Papiere schon am Freitag um 6,6 Prozent ins Minus gedrückt hatte. Die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete, der Konzern stoppe geplante zusätzliche Produktionslinien für das neue iPhone XR.

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11:45

Der Schweizer Aktienmarkt kann sich zum Wochenstart nicht so recht für eine Richtung entscheiden. Nach einer stabilen Eröffnung tendierte der SMI leicht im Minus, steht mittlerweile aber wieder geringfügig im Plus. Die Anleger warten nach der starken Vorwoche zunächst etwas ab, nachdem sie sich in der vergangenen Woche wieder mehr Hoffnung auf eine baldige Einigung im Handelskonflikt zwischen China und den USA gemacht hatten.

Der SMI gewinnt kurz vor Mittag um 0,1 Prozent auf 8999 Punkte. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem das Gewicht der grosskapitalisierten Titel stärker begrenzt ist, verliert aktuell hingegen 0,3 Prozent auf 1418 Punkte und der breite SPI steht 0,1 Prozent tiefer bei 10'613 Zähler.

Die schwergewichtigen Nestlé, Novartis (je +0,7%) und Roche (+0,6%) halten den SMI im Plus. Novartis lädt am Montag zum Forschungs- und Entwicklungstag. Roche gibt sich derweil einmal mehr zuversichtlich, in Zukunft wegbrechende Umsätze mit neuen Produkten wettzumachen.

Deutlich unter die Räder kommen hingegen Dufry (-5,2% auf 108,40 Franken) nach Zahlen. Neue Zielvorgaben für das laufende Jahr liessen auf eine erneut rückläufige organische Umsatzentwicklung sowie auf tiefere Margen im Schlussquartal schliessen, lautet ein Kommentar am Markt.

Am breiten Markt fallen derweil GAM (+1,6%) mit einem Plus auf, nachdem in den Medien weiter über mögliche Verkaufsgespräche beziehungsweise Kaufinteresse spekuliert wird. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:15

Der Swiss Market Index liegt nach Handelseröffnung am Montag 0,2 Prozent im Minus. Der Schweizer Leitindex hatte bereits am Donnerstag wenig verändert geschlossen und am Freitag leicht im Minus, nachdem es die drei Tage davor kräftig aufwärtsgegangen war und am Mittwoch gar die Marke von 9'000 Punkten zurückerobert worden war.

Etwas negativ auf die Stimmung drücken am Montag mit Blick auf den Handelskonflikt zwischen China und den USA wieder durchwachsene Signale, nachdem sich die Anleger in der vergangenen Woche wieder mehr Hoffnung auf eine baldige Einigung gemacht hatten. Auch schwache Konjunkturdaten aus China könnten der Kauflaune einen Dämpfer verpassen. In dieser Woche dürften Investoren neben den US-Wahlen am Dienstag der Sitzung des Fed am Mittwoch und Donnerstag besondere Beachtung schenken. Voraussichtlich wird sich die US-Notenbank jedoch an ihr angekündigtes Drehbuch halten und den Leitzins unverändert lassen.

Die Pharmaaktien Roche (+0,3 Prozent) und Novartis (+0,6 Prozent) stabilisieren mit Kursaufschlägen den SMi am Montag einigermassen. Novartis hält heute den R&D-Tag ab. Der Konzern erhofft sich rasche Erfolge bei der Markteinführung einer Gentherapie aus dem Portfolio der jüngst zugekauften US-Firma Avexis. Nestlé liegt 0,2 Prozent im Minus.

Bei Swatch (-1,6 Prozent) und Richemont (-0,3 Prozent) kommt es zu Gewinnmitnahmen. Die Papiere der Luxusgüterhersteller hatten am Freitag die grössten Gewinne verzeichnet mit einem Plus von rund 4 und 3 Prozent. China inklusive Hongkong ist ein wichtiger Markt für Uhren aus der Schweiz, weshalb die Zykliker in erster Linie von den Meldungen zum Tauwetter an der Handelsfront profitiert hatten.

Auffällig sind Dufry (-2,5 Prozent). Der Reise-Detailhändler ist in den ersten neun Monaten 2018 zwar weiter gewachsen. Allerdings drehte die organische Entwicklung im dritten Jahresviertel in den negativen Bereich. Und mit Blick nach vorne rechnet Dufry mit einem anhaltend anspruchsvollen Umfeld.

Am breiten Markt fallen GAM-Aktien 0,4 Prozent, nachdem in den Medien weiter über mögliche Verkaufsgespräche beziehungsweise Kaufinteresse spekuliert wird. Der britische Finanzkonzern Schroders hat einem Bericht der "Financial Times" zufolge offenbar Interesse an der Sparte "Systematic Cantab". GAM habe die Avance von Schroders für die Hedgefond-Division jedoch zurückgewiesen, hiess es. Man befürchte, dass mit dem Verkauf eines ihrer wertvollsten Geschäfte ein Verkauf der gesamten Gruppe erschwert würde.

Für U-blox (-4,5 Prozent) bestätigte die UBS die Verkaufsempfehlung und senkte das Kursziel. Die Aktien der Cembra Money Bank sind kaum verändert. CEO Robert Oudmayer bestätigt im Interview mit cash.ch die Gewinnziele für 2018. 

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich 0,26 Prozent tiefer als am Freitag bei 8969 Punkten. Negative Vorgaben aus Fernost stimmten die Anleger zurückhaltend. Vor den mit Spannung erwarteten US-Zwischenwahlen am Dienstag dürften sich die Anleger ohnehin vorsichtig verhalten, hiess es am Markt.

Zudem habe sich die Hoffnung auf eine baldige Einigung im US-chinesischen Handelsstreit, die den Märkten in der vergangenen Woche Unterstützung gegeben hatte, wieder gelegt. Im Blick haben die Anleger aber auch den Ölmarkt, da die neuen US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft treten. Experten sind sich uneins, in welchem Umfang dadurch iranische Lieferungen dem Weltmarkt entzogen werden.

Alle 20 SMI-Aktien handeln 0,15 bis 0,3 Prozent tiefer. Ausnahme ist Richemont, die Aktie fällt 0,75 Prozent. Am breiten Markt werden U-blox und Dufry je 3,75 Prozent tiefer gesehen. Letztere hat am Montag die Quartalszahlen veröffentlicht. Der Duty-Free-Shop-Betreiber hat seinen Gewinn in den ersten neun Monaten auf 136,4 von 122 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum gesteigert. Die Ebitda-Marge stieg um 40 Basispunkte auf 12,3 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen eine Ebitda-Marge zwischen 12 und 12,3 Prozent.

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08:05

Schwindende Hoffnungen auf eine rasche Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China machen den asiatischen Börsen erneut zu schaffen. Der japanische Nikkei-Index verlor am Montag 1,5 Prozent auf 21'899 Punkte. Die Börse Shanghai büßte 0,5 Prozent auf 2663 Zähler ein.

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07:45

In der Hoffnung auf eine nahende Einigung bei den seit Monaten laufenden Brexit-Verhandlungen haben sich Anleger am Montag mit der britischen Währung eingedeckt. Das Pfund Sterling legte zeitweise um 0,7 Prozent auf 1,3062 Dollar zu und erreichte den höchsten Stand seit zwei Wochen. Grund für die Rally war Börsianern zufolge ein Bericht der Zeitung "Sunday Times", wonach die britische Premierministerin Theresa May die größte Hürde in den zähen Unterredungen mit der EU aus dem Weg geräumt hat.

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06:30

Der Nikkei der 225 führenden Werte gibt um 1,4 Prozent auf 21'934 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix verringert sich um ein Prozent auf 1641 Punkte. Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, hatte zuvor Erwartungen an das Treffen des US-Präsidenten mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping gedämpft.

Bei den Einzelwerten brachen die Aktien von Fast Retailing um fünf Prozent ein. Der Bekleidungs-Einzelhändler enttäuschte die Märkte mit seinem Umsatzrückgang im Oktober um zehn Prozent.

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06:25

Der Euro legte im fernöstlichen Handel zum Dollar leicht zu. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,1396 Dollar. Der Schweizer Franken schwächt sich leicht ab. Gegen den Dollar liegt er bei rund 1,0040 Franken und bei etwa 1,1439 Franken je Euro.

(cash/AWP/Reuters)