+++Börsen-Ticker+++ - «Black Friday» stützt US-Börsen - Detailhändler gefragt

Hoffnungen auf ein starkes Weihnachtsgeschäft im US-Detailhandel haben die Wall Street am Freitag angetrieben.
24.11.2017 19:30
«Black Friday»-Shopping in einem Target-Laden in Dallas: Die guten Geschäfte der Detailhändler treiben die Aktienkurse.
«Black Friday»-Shopping in einem Target-Laden in Dallas: Die guten Geschäfte der Detailhändler treiben die Aktienkurse.
Bild: Bloomberg

19:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst nach verkürztem Handel am Brückentag nach dem Thanksgiving-Feiertag 0,1 Prozent höher auf 23'557 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückt um 0,2 Prozent auf 2602 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöht sich um 0,3 Prozent auf 6889 Punkte. Im Wochenvergleich ergibt sich für den Dow und den S&P-Index jeweils ein Plus von 0,9 Prozent. Der Nasdaq legt auf Wochensicht um 1,6 Prozent zu.

"Die Konsumausgaben und der Online-Handel sehen gut aus und das schürt Hoffnungen auf starke Detailhandelsumsätze", sagt Ökonom Peter Cardillo vom Broker First Standard Financial. Der an Schnäppchenjäger gerichtete Aktionstag "Black Friday" soll für klingende Kassen sorgen. In den Vereinigten Staaten gilt der Brückentag nach Thanksgiving seit langem als umsatzträchtigster Tag des Jahres. Kunden stehen oft Schlange vor den Geschäften.

Entsprechend legten sich Anleger Aktien von Detailhändlern ins Depot: Macy's, Kohl's und Wal-Mart legen bis zu 2,1 Prozent zu. Aktien des Online-Rivalen Amazon erreichen ein neues Rekordhoch und klettern um 2,6 Prozent. Auch der Unterhaltungselektronikhändler Best Buy profitiert von der Nachfrage nach Sonderangeboten. Die Aktie verteuert sich um knapp 1 Prozent.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Freitag keine grossen Sprünge gemacht. Das Geschäft verlief laut Händlern in ruhigen Bahnen. "Es gab kaum Impulse", sagt ein Börsianer. Nach dem Feiertag Thanksgiving, an dem in den USA der Handel geruht hatte, habe man auch nichts anderes erwarten können. Dies umso mehr, weil am Freitag in den USA nur ein verkürzter Handel stattfindet. "Da schlagen die Leute lieber ein Brücke ins Wochenende und gehen shoppen", sagte ein Börsianer. Traditionellerweise benützten die Amerikaner das Wochenende nach Thanksgiving für erste Weihnachtseinkäufe. Dabei lockt der Detailhandel am "Black Friday" die Konsumenten mit grossen Rabatten.

Der SMI notiert zum Börsenschluss bei 9326 Zählern 0,1 Prozent höher. Auf Wochensicht erzielt der Leitindex einen Gewinn von 1,6 Prozent - das stärkste Plus seit Anfang August.

Im Fokus der Anleger stehen die Papiere von Clariant. Der Chemiekonzern zeigt seinem grössten Aktionär White Tale weiterhin die kalte Schulter. Clariant lehnt es ab, eine weitere Investmentbank mit einer strategischen Überprüfung zu mandatieren. Das Unternehmen biete dem aktivistischen Investor an, ein Mitglied für die Wahl in den Verwaltungsrat bei der bevorstehenden Hauptversammlung im März 2018 vorzuschlagen. White Tale fordert drei Sitze. Die Amerikaner halten über 20 Prozent der Aktien an dem Basler Unternehmen.

Die Experten der Bank Vontobel begrüssen die Pläne, im kommenden Jahr einen überzeugenden Wachstumsplan vorzulegen, als sinnvollen Schritt. Der Broker Kepler Cheuvreux bestätigte die Kaufempfehlung und hob das Kursziel auf 30 von 26 Franken an. Die Clariant-Aktie notiert 0,3 Prozent schwächer.

Bei den Marktschwergewichten sind die Pharmariesen Novartis und Roche schwächer.

Der Lebensmittelkonzern Nestlé gewinnt 0,4 Prozent an Wert. Nach Ansicht von Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy dürfte sich der Entscheid Chinas, per 1. Dezember die Einfuhrzölle für mehrere Konsumgüter zu senken unter anderem positiv auf den Bereich Babynahrung auswirken. "Wir schätzen, dass die Tarifsenkung das organische Wachstum von Nestlé um bis zu 20 Basispunkte anheben könnte."

Die Aktien von Leonteq erholen sich mit einem Kursplus von 2,6 Prozent von den jüngsten Abgaben.

Die Anteile von AMS gewinnen 3,6 Prozent und markierten zwischenzeitlich ein neues Hoch bei 111,40 Franken. Der Anteil des Chip- und Sensorenherstellers ist mit einem Kurssprung von 270 Prozent 2017 die am stärksten gestiegene Aktie der Schweizer Börse.

Gewinnmitnahmen belasten dagegen den Titel der Technologiefirma Comet mit 2,5 Prozent.(Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Freitag.)

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15:45

Hoffnungen auf ein starkes Weihnachtsgeschäft im US-Detaillhandel treiben die Wall Street am Freitag auf neue Höhen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,2 Prozent höher auf 23'563 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq steigen jeweils um 0,2 Prozent auf Rekordstände von 2602 beziehungsweise 6880 Zählern.

"Die Konsumausgaben und der Online-Handel sehen gut aus und das schürt Hoffnungen auf starke Detailhandelsumsätze", sagt Ökonom Peter Cardillo vom Broker First Standard Financial. Der an Schnäppchenjäger gerichtete Aktionstag "Black Friday" soll für klingende Kassen sorgen. In den Vereinigten Staaten gilt der Brückentag nach dem Thanksgiving-Feiertag seit langem als umsatzträchtigster Tag des Jahres. Entsprechend legen sich Anleger Aktien von Detailhändlern ins Depot: Macy's, Kohl's, Wal-Mart und Target legen bis zu 2,7 Prozent zu. Aktien des Online-Rivalen Amazon klettern um 0,6 Prozent.

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13:00

Am Schweizer Aktienmarkt präsentieren sich die Indizes am Freitagmittag nach einem weitgehend richtungslosen Vormittagshandel leicht im Plus. Aufgrund des "Thanksgiving"-Feiertags vom Donnerstag fehlten an den europäischen Märkten die Vorgaben der US-Märkte. Am heutigen "Black Friday", dem traditionellen Auftakt des US-Weihnachtsverkaufs, findet zudem an der Wall Street nur ein verkürzter Handel statt.

Der SMI notiert am Mittag um 0,1% im Plus bei 9326 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI steigt um 0,1% auf 1497 Zähler und der breite SPI um 0,1% auf 10'691 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 15 im Plus, 14 im Minus und 1 (Bâloise) unverändert.

Im Fokus stehen am Freitag Clariant (-0,8%), welche die klarsten Abgaben im SMI/SLI erleiden. Der Chemiekonzern hatte am Morgen die Ausarbeitung einer aktualisierten Strategie nach der gescheiterten Fusion mit dem US-Rivalen Huntsman angekündigt. Bei einem Treffen mit dem oppositionellen Aktionär White Tale sind sich die Parteien allerdings nicht näher gekommen, was die Beobachter nicht überrascht. Ein längeres Kräftemessen zwischen den beiden Parteien wäre aber aus operativer Sicht wohl "nicht gerade förderlich", kommentiert etwa die ZKB.

Klare Avancen verzeichnen derweil ABB (+0,7%). Die Experten von Goldman Sachs sehen die Titel des Elektrotechnikkonzerns nach einer zuletzt unterdurchschnittliche Entwicklung an einem Wendepunkt: ABB sei nun innerhalb der Branche am besten positioniert, um von einem strukturellen Wachstum zu profitieren. Die ABB-Aktien werden deshalb weiterhin auf der "Conviction Buy"-Liste des US-Investmenthauses geführt.

Zulegen können auch weitere zyklische Titel wie Dufry und Schindler (je +0,5%) sowie die Aktien des Backwarenkonzerns Aryzta (+0,4%), der am Montag Quartalszahlen publizieren wird. Die Aktien des Genfer Aromenherstellers Givaudan (+0,2%) stehen nach einer Kurszielerhöhung durch das UBS-Research etwas höher.

Gestützt wird der Leitindex von Avancen des SMI-Schwergewichts Nestlé (+0,3%). Im Handel wird auf die Senkung von Importzöllen für Konsumgüter per Anfang Dezember in China verwiesen, dem zweitgrössten Markt für den Schweizer Nahrungsmittelkonzern. Profitieren dürften laut dem Analysten der Bank Vontobel vor allem das Babymilchgeschäft, aber auch die Wassermarken sowie das Nespresso- und das Dolce-Gusto-Geschäft. Bei den Pharmaschwergewichten legen Roche (+0,2%) zu, während Novartis (-0,1%) leicht nachgeben.

Sika (+0,3%) notieren nach einem Bericht des "Tagesanzeigers" ebenfalls im Plus. Demnach könnte der übernahmewillige Saint-Gobain-Konzern die Aktien der Familienaktionäre auch dann kaufen, wenn die Schweizer Gerichte den Franzosen die angestrebte Kontrollmehrheit verweigern sollten.

Uneinheitlich präsentieren sich die Grossbankenwerte CS (+0,1%) und UBS (-0,1%). Bei den Versicherern legen etwa Swiss Life (+0,5%) und Zurich (+0,4%) zu, während Swiss Re (-0,1%) leicht im Minus notieren. Abgaben gibt es auch für Lonza (-0,7%) und für die Titel des Zementkonzerns Lafarge-Holcim (-0,2%), der am Vortag noch klar fester geschlossen hatte. (Lesen sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:55

Die Schweizer Börse kommt am Freitag kaum vom Fleck. Händler vermissen kursbewegende Impulse. Am Vortag ruhte der Handel an der Wall Street wegen des Feiertags Thanksgiving. Daher fielen auch die Impulse aus Asien dürftig aus. Der SMI notiert bei 9315 Zählern praktisch unverändert. Am Donnerstag hatte der Leitindex nach einer relativ ruhigen Sitzung um 0,3 Prozent höher geschlossen.

Weiter nichts zu erwarten ist aus den USA. Wegen der "Thanksgiving"-Feierlichkeiten schliessen die Börsen an der Wall Street früher als üblich. Am Donnerstag blieben die Handelssäle ganz zu. Traditionellerweise benützten die Amerikaner das durch den Feiertag verlängerte Wochenende für erste Weihnachtseinkäufe. Dabei lockt der Detailhandel am "Black Friday" die Konsumenten mit grossen Rabatten.

Im Fokus der Anleger stehen die Papiere von Clariant. Der Chemiekonzern zeigt seinem grössten Aktionär White Tale weiterhin die kalte Schulter. Clariant lehnt es ab, eine weitere Investmentbank mit einer strategischen Überprüfung zu mandatieren. Das Unternehmen biete dem aktivistischen Investor an, ein Mitglied für die Wahl in den Verwaltungsrat bei der bevorstehenden Hauptversammlung im März 2018 vorzuschlagen. White Tale fordert drei Sitze. Die Amerikaner halten über 20 Prozent der Aktien an dem Basler Unternehmen. Der Aktienkurs gibt 0,7 Prozent nach.

Die Standardwerte bewegen sich in engen Spannen. Die Aktien der Grossbanken bewegen sich in unterschiedliche Richtungen: Credit Suisse legen 0,2 Prozent zu, UBS ermässigen sich um 0,1 Prozent. Auch die Assekuranztitel sind uneinheitlich.

Bei den Marktschwergewichten tendieren die Pharmariesen Novartis und Roche leichter.

Der Lebensmittelkonzern Nestlé gewinnt 0,2 Prozent an Wert. Nach Ansicht von Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy dürfte sich der Entscheid Chinas, per 1. Dezember die Einfuhrzölle für mehrere Konsumgüter zu senken unter anderem positiv auf den Bereich Babynahrung auswirken. "Wir schätzen, dass die Tarifsenkung das organische Wachstum von Nestlé um bis zu 20 Basispunkte anheben könnte."

Bei den Aktien zyklischer Firmen setzt sich kein klarer Trend durch. Die Kursausschläge bleiben aber meist gering. Der Personalvermittler Adecco, der Zementhersteller Lafarge-Holcim und die Uhrenfirma Swatch geben nach. Die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB, des Prüfkonzerns SGS und des Bauchemiespezialisten Sika legen leicht zu. 

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09:30

Der SMI liegt nach anfänglicher Aufwärtstendenz um 0,07 Prozent im Minus und fällt auf 9310 Punkten. Es fehlt aber News und Implusen. Während der US-Handel am Donnerstag geschlossen war, tendierten die Börsen in Asien relativ stabil. Am Schweizer Makt kommt es zu keinen starken Kursauschlägen.

Für Aufregung sorgt vor allem der SLI-Titel Clariant (+0,15 Prozent): Der Streit mit dem aktivistischen Investor White Tale geht in eine neue Runde. Der Titel reagiert aber verhalten.

Clariant auf Konfrontationskurs mit oppositioneller White Tale

Das Bild ist aber uneinheitlich: Der Zykliker ABB (+0,32 Prozent) stiegt, während der ebenfalls stark zyklisch regierende Titel von Adecco (-0,2 Prozent) zurückfällt. Auch die Banken Credit Suisse (-0,31 Prozent) und UBS (-0,18 Prozent) stehen leicht unter Druck.

Das Schwergewichte-Trio wiederum zeigt ebenfalls keine einheitliche Tendenz: Roche (unv.), Novartis (-0,48 Prozent) und Nestlé (+0,29 Prozent) schauen nach verschiedenen Richtungen.

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08:35

Börsenschluss in Asien: Nach den kräftigen Verlusten vom Donnerstag hat sich die Börse Shanghai zum Wochenschluss stabilisiert. Der Shanghaier Leitindex notierte am Freitag knapp im Plus bei 3353,83 Punkten. Eine mögliche Verschärfung der Regeln für Vermögensverwalter bereiteten Investoren Kopfschmerzen. Sie befürchteten einen Rückgang der Handelsumsätze an den Aktienmärkten.

Ausserdem stünden Fondsmanager unter steigendem Druck, ihre Kursgewinne vor dem Jahresende abzusichern und Kasse zu machen, sagte Wu Kan, Aktienchef des Brokerhauses Shanshan. Seit Anfang Mai hat der chinesische Index CSI300 mehr als 25 Prozent zugelegt. In Tokio machte der Nikkei-Index seine Anfangsverluste wett und schloss knapp im Plus bei 22.550,85 Zählern.

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08:10

Der SMI legt vorbörslich um 0,05 Prozent auf 9320 Punkte zu. Alle 20 Grosskonzern-Titel liegen leicht im Plus. In der Tendenz profitieren Zykliker etwas stärker: ABB (+0,08 Prozent) und Adecco (+0,07 Prozent) führen das Tableau an. Zu den SMI-Unternehmen gibt es allerdings heute morgen kaum Neuigkeiten (zu den vorbörslichen Kursen bei cash.ch).

Nach dem US-Feiertag Thanksgiving vom Vortag und mangels klarer Vorgaben aus Fernost fehlten richtungsweisende Impulse, hiess es am Markt. Am Donnerstag hatte der Leitindex nach einer relativ ruhigen Sitzung um 0,3 Prozent höher geschlossen.

Unruhe besteht um den SLI-Titel Clariant (+0,4 Prozent). Dort bilden sich neue Konflikte zwischen dem Management und dem Aktionär White Tale. Die Aktie indessen dürfte profitieren, weil ein Stategie-Update der Konzernführug am Markt gut anzukommen scheint.

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06:50

Die Aktienmärkte in Asien haben zum Wochenschluss überwiegend nachgegeben. Im Blick stand vor allem der Markt in China, wo die Indizes am Donnerstag die heftigsten Kursverlusten seit Monaten erlitten hatten. Auch am Freitag ging es dort bergab. Der Index der wichtigsten Unternehmen fiel um 0,8 Prozent, die Börse Shanghai um 0,6 Prozent.

Händler begründeten die Entwicklung mit Gewinnmitnahmen. Vor den Verlusten am Donnerstag hatte der CSI seit Anfang Mai mehr als 26 Prozent zugelegt, in Shanghai hatte der Zuwachs 13 Prozent betragen.

In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zunächst nach, liegt aber zur Stunde um 0,1 Prozent bei 22'553 Punkten im Plus. Unter den Einzelwerten in Tokio verloren Mitsubishi Materials bis zu 11 Prozent. Der Konzern hatte eingeräumt, dass Tochterfirmen Produkt-Daten gefälscht haben. Ein Euro wurde kaum verändert mit 1,1845 Dollar bewertet.

(cash/AWP/Reuters)