+++Börsen-Ticker+++ - Börsen schliessen nach Zinserhöhung im Minus

Die Erhöhung der Leitzinsen hat die New Yorker Börsen am Mittwoch belastet. Alle drei Indizes schlossen nach einem Handelsverlauf in engen Spannen leicht im Minus. Die Umsätze blieben dünn.
13.06.2018 22:40
Blick auf die Börse an der Wall Street in New York.
Blick auf die Börse an der Wall Street in New York.
Bild: Pixabay

22:30

Angesichts des von Präsident Donald Trump befeuerten Wirtschaftbooms drückt die US-Notenbank bei ihren Zinserhöhungen aufs Tempo. Sie signalisierte den weltweiten Finanzmärkten, dass es dieses Jahr auf vier Anhebungen hinauslaufen dürfte. "Die Wirtschaft läuft sehr gut", sagte Fed-Chef Jerome Powell, nachdem die Währungshüter den Preis für Notenbank-Geld zum zweiten Mal 2018 angehoben hatten. Sie seien sich bewusst, dass ein zu langsames Tempo auf dem weiteren Weg der geldpolitischen Straffungen negative Folgen haben könne.

Die Fed hievte den Zins nun um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent. Zuletzt hatte es 2008 vor dem Höhepunkt der Weltfinanzkrise eine Zwei vor dem Komma gegeben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer auf 25.201 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,4 Prozent auf 2775 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,1 Prozent auf 7695 Punkte.

Für Gesprächsstoff sorgte die genehmigte Milliardenübernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekomgiganten AT&T. Ein US-Gericht gab grünes Licht für den bereits vor eineinhalb Jahren angekündigten Deal, gegen den das US-Justizministerium Sturm gelaufen war. Titel von Time Warner legten 1,8 Prozent zu, AT&T gaben hingegen 6,2 Prozent nach.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch leicht nachgegeben. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank hielten sich die Anleger zurück, sagten Händler.

Der SMI ermässigte sich um 0,1 Prozent auf 8635 Zähler. Unter Anlegern gilt als sicher, dass die Fed die Anhebung des Leitzinses um einen Viertel Prozentpunkt auf 1,75 bis zwei Prozent bekanntgeben wird. Die Entscheidung wird nach Börsenschluss in Europa um 20:00 Uhr MESZ veröffentlicht.

Vor allem Finanzwerte standen auf den Verkaufszetteln. Die Aktien der Credit Suisse sanken um 1 Prozent und hielten damit die rote Laterne bei den Bluechips. Das zweitgrösste Schweizer Geldhaus hat sich in einem Rechtsstreit mit der pleitegegangenen Bank Lehman Brothers geeinigt. Die daraus resultierende Belastung von 70 Millionen Dollar entspricht CS-Angaben zufolge den Prognosen und werde keinen wesentlichen Einfluss haben. Die Anteile von Rivale UBS verloren 0,7 Prozent. Auch Versicherungswerte wie Swiss Re und Zurich büssten Terrain ein.

Ebenso trennten sich die Investoren von Titeln zyklischer Firmen. Der Zementproduzent LafargeHolcim verlor 1,3 Prozent an Wert. Die Aktien der Inspektionsfirma SGS, des Sanitärtechnikunternehmens Geberit und des Elektrotechnikkonzerns ABB wurden 0,5 und 0,1 Prozent tiefer gehandelt.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:10

Die Rohölbestände in den USA sind in der vergangenen Woche überraschend deutlich gefallen. Sie sanken um 4,1 Millionen Barrel auf 432,4 Millionen Barrel, wie das US-Energieministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten im Mittel lediglich einen Rückgang um 1,2 Millionen Barrel erwartet.

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17:05

Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank an diesem Mittwoch haben die Technologiewerte-Indizes ihre Rekordjagd fortgesetzt. Die Standardaktien an der Wall Street hingegen bewegten sich weiterhin kaum vom Fleck. Das historische Treffen von Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am Dienstag hatte zuletzt viele Anleger kalt gelassen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial rückte zur Wochenmitte um 0,02 Prozent auf 25 325,63 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte um 0,05 Prozent auf 2788,30 Punkte zu. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 stieg um 0,37 Prozent auf 7235,86 Punkte.

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16:50

Der Eurokurs ist am Mittwoch leicht gestiegen. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1773 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Morgen.

Gegenüber dem Schweizer Franken schwächte sich der Euro am Mittwoch leicht ab. Zwischenzeitlich stieg die Gemeinschaftswährung zwar über die Marke von 1,16 Franken, diese Gewinne musste sie nach dem Mittag allerdings wieder abgeben. Am späten Nachmittag geht der Euro bei 1,1592 Franken um. Auch der US-Dollar sank zum Franken, er kostet am Mittwochnachmittag 0,9846 Fr.

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14:45

Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) haben sich die Anleger an der Wall Street zu Handelsbeginn am Mittwoch nur wenig aus der Deckung gewagt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat in den ersten Minuten bei 25.320 Punkten mehr oder weniger auf der Stelle, ebenso wie der breiter gefasste S&P 500. Lediglich der Index der Technologiebörse Nasdaq lag mit 0,2 Prozent deutlicher im Plus und markierte ein frisches Rekordhoch.

Unter Investoren galt als sicher, dass die Fed am Abend (20.00 Uhr MESZ) die Anhebung des Leitzinses um einen Viertel Prozentpunkt auf 1,75 bis zwei Prozent verkünden wird. Börsianer warten deshalb mit Spannung darauf, ob es Hinweise auf weitere Zinserhöhungen geben wird.

Für Gesprächsstoff sorgte die genehmigte Milliardenübernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekomgiganten AT&T. Ein US-Gericht gab grünes Licht für den bereits vor eineinhalb Jahren angekündigten Deal, gegen den das US-Justizministerium Sturm gelaufen war. Titel von Time Warner legten 3,9 Prozent zu, AT&T gaben hingegen rund vier Prozent nach.

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12:35

Die Rückkehr an den Aktienmarkt nach der Einigung mit den USA im Streit um ein Lieferverbot kommt dem angeschlagenen chinesischen Technologiekonzern ZTE teuer zu stehen. Die in Hongkong notierten Papiere brachen am Mittwoch um 41 Prozent ein, in Shenzhen betrug das Minus zehn Prozent. Insgesamt verlor der weltweit viertgrösste Netzwerkbauer, dessen Aktien zwei Monate nicht gehandelt wurden, rund drei Milliarden Dollar an Wert. Anleger sind sich immer noch unsicher, ob ZTE eine Zukunft hat.

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11:30

Vor dem US-Zinsentscheid am Mittwochabend präsentiert sich der Schweizer Aktienmarkt ohne klare Richtung.  Nach einem zunächst freundlichen Start hat der SMI knapp ins Minus gedreht und bewegt sich seither in einer engen Spanne um den Schlusskurs vom Vortag. Die Anleger halten sich vor der erwarteten Zinserhöhung der US-Notenbank Fed zurück.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 11.05 Uhr 0,04 Prozent höher bei 8'644,16 Punkten.

Die Zurückhaltung macht sich auch am Devisen- und Bondmarkt bemerkbar. Am Devisenmarkt zeigt sich der Euro leicht behauptet, während der für den Schweizer Bondmarkt richtungsweisende Conf Future leichte Kursgewinne am späten Vormittag aufweist.

Unter den Blue Chips halten sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage. Die grössten Ausschläge weisen Logitech-Aktien auf, die sich um 1,8 Prozent verteuern.

Mit Vifor Pharma (+0,9%) und Sonova (+0,6%) halten sich noch Werte aus dem Gesundheitssektor gut. Auch hier ziehen Branchenkollegen aus dem breiten Markt mit.

Den ausführlichen SMI-Mittagskommentar lesen Sie hier.

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10:49

Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank wollen sich die Anleger nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sagten Händler. Der SMI sank um 0,1 Prozent auf 8631 Punkte. Am Dienstag war der Leitindex um 0,2 Prozent gestiegen.

Bei den Standardwerten hielten sich Gewinner und Verlierer die Waage. Ein Trend zeichnete sich nicht ab, auf beiden Seiten waren sowohl finanz- als auch konjunkturzyklische und als defensiv geltende Werte zu finden. Die Kursausschläge blieben dabei meist deutlich unter einem Prozent.

Lediglich die Aktien des Bauchemiekonzerns Sika bewegten sich mit einem Plus von 2,9 Prozent stärker. Am breiten Markt schnellten die Aktien von Cicor 7,4 Prozent in die Höhe. Der Halbleiterplatten-Hersteller stellte für das erste Halbjahr einen deutlich über dem Vorjahreswert liegenden Reingewinn von 2,3 Millionen Franken in Aussicht.

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10:28

Anleger reagieren erleichtert auf das Bekenntnis des italienischen EU-Ministers Paolo Savona zum Euro. Sie griffen am Mittwoch vor allem bei italienischen Staatsanleihen zu. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen Titel auf 2,771 von 2,874 Prozent und der zweijährigen Papiere auf 0,902 von 1,043 Prozent. Der Leitindex der Mailänder Börse stieg gegen den europäischen Trend um 0,5 Prozent.

Savona bezeichnete den Euro als unverzichtbar und betonte, er habe sich niemals für einen Austritt seines Landes aus der Währungsgemeinschaft ausgesprochen. Der 81-Jährige ehemalige Professor hatte den Euro einst einen "historischen Fehler" genannt.

Von anderen Regierungsmitgliedern wären solche Aussagen wenig überraschend, von Savona dagegen bemerkenswert, sagte Commerzbank-Anlagestratege Christoph Rieger. "Vielleicht haben sie erkannt, dass sie mehr von der EU bekommen, wenn sie sich zumindest an ein paar Grundprinzipien halten."

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09:35

Mit kräftigen Kursaufschlägen debütiert Adyen an der Börse. Die Aktien des niederländischen Zahlungsdienstleisters erschienen in Amsterdam bei 400 Euro erstmals auf den Kurszetteln. Das ist ein Plus von gut 65 Prozent im Vergleich zum Ausgabepreis.

Der Wirecard-Rivale hatte seine Papiere zu jeweils 240 Euro und damit am oberen Ende der Angebotsspanne zugeteilt. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf 7,1 Milliarden Euro. Zu den Kunden von Adyen gehören Facebook, Netflix und Ebay. Bei Letzterem hatte die niederländische Firma vor kurzem PayPal als bevorzugten Bezahldienst abgelöst.

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09:15

Die Schweizer Börse ist mit leicht schwächeren Kursen in den Mittwoch gestartet.  Der Swiss Market Index fällt im frühen Handel um 0,2 Prozent zu. Bevor die US-Notenbank Fed am Abend den Reigen der Zentralbanken eröffnet, dürften sich die Anleger eher zurückhalten, heisst es im Handel. Die Vorgaben aus Übersee sprechen ebenfalls gegen deutliche Bewegungen zum Start. So sind die Vorgaben aus den USA eher neutral, während die Börsen in Asien uneinheitlich tendieren.

Die US-Währungshüter dürften an diesem Abend voraussichtlich den zweiten Zinsschritt in diesem Jahr ankündigen; am morgigen Donnerstag folgt dann die Sitzung der EZB und zum Wochenschluss dann noch die Bank of Japan. Beim Fed wäre dies die insgesamt siebte Erhöhung seit Beginn der Zinswende im Dezember 2015. Investoren werden aber vor allem auf den geldpolitischen Ausblick schauen. Die Frage ist derzeit, ob die Notenbank in diesem Jahr noch einmal oder zweimal die Zinsen anheben wird.

Unter den 20 SMI-Blue-Chips gibt esmit Julius Bär (+0,8 Prozent) und Swisscom (+0,4 Prozent) zwei Ausreisser nach oben. Etwas fester präsentieren sich auch die Aktien der UBS, die um 0,1 Prozent zulegen. Credit Suisse ist unverändert. Die Bank hat in den USA im Rechtsstreit aus dem Jahr 2009 rund um die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers eine Einigung erzielt.

Im Blick behalten sollten Investoren auch die Sika-Aktien (noch kein Kurs), bei denen der angekündigte Aktiensplit an diesem Tag in Kraft tritt. Eine alte Aktie wird in 60 neue Titel gesplittet.

Grössere Kursbewegungen sind vorbörslich vor allem im breiten Markt zu sehen. AMS (+0,5 Prozent) legen nach einer Produktinformation zu. Straumann (+5 Prozent) werden von Analystenkommentaren angetrieben.

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08:06

Der Swiss Market Index (SMI) wird gemäss vorbörslichen Berechnungen der Bank Julius Bär mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 8652 Punkten angegeben. Im Fokus der Anleger steht die amerikanische Notenbank Fed. Es gilt als sicher, dass die US-Notenbank Fed am Abend (20 Uhr MESZ) die Anhebung des Leitzinses um einen Viertel Prozentpunkt auf 1,75 bis zwei Prozent verkünden wird. 

Unter den SMI-Einzeltiteln verzeichnen Sika und UBS (je +0,2 Prozent) das grösste Plus. Die restlichen Titel werden mit einem Plus von 0,1 Prozent berechnet. So auch die CS, die in den USA einen Rechtsstreit beigelegt hat. Am breiten Markt fallen AMS (+0,6 Prozent), BB Biotech (+1,3 Prozent), Cembra (+0,8 Prozent), Clariant (+0,8 Prozent) und Straumann (+2,1 Prozent) mit grösseren Avancen auf.

Festere Kurse erwarteten Händler für die Aktien von Cicor. Der Halbleiterplatten-Hersteller erwartet bei stabilen Wechselkursen für das erste Halbjahr einen Reingewinn deutlich über dem Vorjahreswert von 2,3 Millionen Franken.

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07:58

Die Ölpreise sind am Mittwoch moderat gefallen. Am Markt wurde auf Spekulationen über eine bevorstehende Förderanhebung durch grosse Produzenten verwiesen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 75,68 US-Dollar. Das waren 20 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juli-Lieferung fiel um 31 Cent auf 66,05 Dollar.

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06:30

In Tokio notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zum Ende des Vormittagshandels 0,4 Prozent im Plus bei 22'971 Punkten. Bei den Einzelwerten standen Toshiba-Papiere im Mittelpunkt des Interesses. Sie legten mehr als sieben Prozent zu, nachdem das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu rund sechs Milliarden Dollar angekündigt hatte.

Nach dem Gipfeltreffen von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump rückten die Beratungen der US-Notenbank Fed im Laufe des Tages immer stärker in den Mittelpunkt. Eine Anhebung des Leitzinses um einen Viertelpunkt auf die dann neue Spanne von 1,75 bis zwei Prozent gilt als sicher. Investoren seien vor allem auf Hinweise gespannt, ob die Fed die Zinsen in diesem Jahr noch weiter anheben werde, sagte Analyst Hikaru Sato von Daiwa Securities. In einem solchen Fall würden die US-Aktien geschwächt und auch die japanischen Werte gedrückt.

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06:25

Der Schweizer Franken wird kaum verändert mit 0,9876 Franken je Dollar und 1,1598 Franken je Euro gehandelt. Der Euro war bereits am Dienstag unter die Marke von 1,16 Franken gefallen.

(cash/AWP/Reuters)