+++Börsen-Ticker+++ - An der Wall Street ebbt Euphorie über Trumps Steuerpläne ab

An der Wall Street haben die Anleger am Donnerstag keine grossen Sprünge gewagt. Manche machten Kasse, nachdem die Steuerpläne von US-Präsident Donald Trump die US-Börsen am Mittwoch noch angeschoben hatten.
29.09.2017 00:30
Ein Trader an der Börse in New York: Die Begeisterung für die Trump-Ankündigung einer Steuerreform gibt nach.
Ein Trader an der Börse in New York: Die Begeisterung für die Trump-Ankündigung einer Steuerreform gibt nach.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,2 Prozent höher aus dem Handel bei 22.381 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte 0,1 Prozent vor auf 2510 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq trat auf der Stelle mit 6453 Punkten. In Frankfurt schloss der Dax 0,4 Prozent fester auf knapp 12.705 Punkten.

Im Rampenlicht standen McDonald's mit einem Kursanstieg von 2,2 Prozent. Die Analysten von Longbow Research empfahlen die Aktien der Schellrestaurantkette zum Kauf.

Der Kurs des Medizintechnik-Geräteherstellers DexCom brach um mehr als 32 Prozent ein, nachdem ein Konkurrenzprodukt zur Blutzuckermessung von Abbott von der US-Arzneimittelbehörde genehmigt worden war. Abbot-Titel schossen dagegen 2,9 Prozent in die Höhe.

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17:30

Die Schweizer Börse hat sich am Donnerstag über weite Strecken in einer engen Spanne bewegt. Händler beschrieben die Stimmung zwar als relativ gut.  Der SMI notierte mit 9112 Punkten um knapp 0,2 Prozent höher als am Mittwoch. 

An die Spitze der mehrheitlich leicht höheren Bluechips setzten sich die Papiere von SGS mit plus 4,8 Prozent. Morgan Stanley hat die Empfehlung für den Prüfkonzern auf "Overweight" von "Equal-Weight" anhoben.

Gefragt waren auch die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch , die den Aufwärtstrend, der Mitte Monat eingesetzt hatte, fortführte und 1,4 Prozent gewann.

Die grössten Einbussen gab es bei den Aktien von Nestle mit minus 0,6 Prozent. Der neue Nestle-Chef Mark Schneider hatte dem Lebensmittelkonzern bei dem lang erwarteten Investorentag am Dienstag neue Gewinnziele gesetzt.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:54

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,2 Prozent tiefer bei 22'292 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,1 Prozent nach auf 2503 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,4 Prozent auf 6423 Punkte.

Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lag mit 272.000 etwas höher als erwartet. Wichtiges Gesprächsthema auf dem Börsenparkett waren zudem die Steuerpläne von US-Präsident Donald Trump. Bei der grössten Steuerreform seit mehr als drei Jahrzehnten sollen der Spitzensteuersatz für Privatleute und die Steuern für Unternehmen sinken. Allerdings ließ Trump bislang offen, wie die Reform finanziert werden soll.

Aktien des Medizintechnik-Geräteherstellers DexCom brachen um 32 Prozent ein, nachdem ein Konkurrenzprodukt zur Blutzuckermessung von Abbott's von der US-Arzneimittelbehörde genehmigt wurde. Anleger reagierten hingegen erfreut auf überraschend starke Zuwächse beim Softwareunternehmen Blackberry

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In Deutschland ist der Preisauftrieb im September stabil geblieben. Die Verbraucherpreise seien zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden nach einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten dies erwartet. Bereits im August hatte die Jahresinflationsrate bei 1,8 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im September um 0,1 Prozent.

Der für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) massgebende Preisindex HVPI erhöhte sich im September auf Jahressicht ebenfalls um 1,8 Prozent und blieb auf Monatssicht stabil. Volkswirte hatten hier Anstiege von 1,9 Prozent im Jahresvergleich und 0,1 Prozent im Monatsvergleich prognostiziert. Die EZB strebt für den gesamten Euroraum eine Inflationsrate von knapp 2 Prozent an. Mit einer sehr lockeren Geldpolitik versucht sie, die Inflation nach oben zu treiben.

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13:58

Die Einigung im Streit um die Überprüfung griechischer Banken hat die Branche am Donnerstag beflügelt. Der Sektor-Index stieg um gut zwölf Prozent - so stark wie zuletzt vor einem Jahr. In seinem Windschatten gewann der Athener Leitindex bis zu drei Prozent.

Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge ist eine detaillierte Überprüfung der griechischen Geldhäuser nicht mehr notwendig, da die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Stresstest vorziehen wolle. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse reichten aus, um die Stabilität des griechischen Finanzsystems zu beurteilen, betonte Poul Thomsen, Europa-Chef des IWF.

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13:15

Die Ölpreise haben am Donnerstag nach einer kurzen Konsolidierung wieder an den jüngsten Höhenflug angeknüpft. Nachdem die Preise am Morgen noch gefallen waren, drehten sie im Vormittagshandel in die Gewinnzone. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete gegen Mittag 58,40 US-Dollar. Das waren 50 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 60 Cent auf 52,74 Dollar.

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13:00

Der Schweizer Aktienmarkt steht am Donnerstagmittag leicht im Plus. Die frühen Verluste hat der SMI dabei in der zweiten Vormittagshälfte eliminiert und gleichzeitig die Marke von 9100 zurückerobert.  Zum Intraday-Jahreshoch fehlt damit wieder nur noch rund 1%. Von einem schwungvollen Handel könne aber noch keine Rede sein, hiess es am Markt. Der Leitindex bleibe weiterhin in seinem seit Mai bestehenden Handelsband zwischen knapp 8'900 und gut 9'100 Punkten gefangen. Im Fokus steht am Berichtstag die von US-Präsident Trump angekündigte Steuerreform.

An der Spitze der Gewinner stehen weiterhin SGS (+3,7%). Gestützt werden die Titel von einer Aufstufung durch Morgan Stanley auf "Overweight" mit gleichzeitig deutlich erhöhtem Kursziel. Es gebe weitere Hinweise dafür, dass sich die Endmärkte für Warenprüfungen und Inspektionen besserten, hiess es dazu beim US-Institut.

Zu SGS haben Vifor Pharma (+3,4%) zwischenzeitlich praktisch aufgeschlossen. Analysten zeigen sich nach dem Investorentag vom gestrigen Mittwoch zufrieden mit den Einblicken, die das Unternehmen gewährt habe. Die Präsentationen hätten zu einem besseren Verständnis des Unternehmens geführt, heisst es in den Kommentaren.

Die Pharmaschwergewichte Novartis (+0,3%) und Roche (+0,2%) haben mittlerweile ebenfalls ins Plus gedreht. 

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:41

Die europäischen Börsen haben am Donnerstag ihre jüngsten Gewinne etwas ausgebaut. Rückenwind lieferte die von US-Präsident Donald Trump angekündigte, umfassende Steuerreform.  Trump will die Steuern senken. Entlastet werden sollen Familien von Durchschnittsverdienern. Zudem soll der Höchstsatz für Unternehmensteuern von 35 Prozent auf 20 Prozent sinken.

Der EuroStoxx50 stieg um 0,23 Prozent auf 3563,25 Punkte und bewegt sich damit weiter auf dem Niveau von Ende Juni. Der französische Leitindex CAC-40 legte um 0,13 Prozent zu auf 5288,83 Punkte. Für den Londoner FTSE 100 ging es um 0,06 Prozent auf 7317,96 Punkte nach oben. Der SMI steht knapp 0,2 Prozent im Plus

Eigentlich habe Trump nichts Neues präsentiert und auch die Finanzierung der Steuerreform sei noch nicht geklärt, schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Aber es sei schon eine gute Nachricht, dass nach Wochen der verbalen Aufrüstung im Konflikt mit Nordkorea mal wieder Wirtschaftspolitik im Weissen Haus gemacht werde.

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11:15

Der Kurs des Euro hat am Donnerstag zugelegt. Nach einem Tagestief am Morgen bei 1,1721 USD schaffte die Gemeinschaftswährung im Vormittagshandel den Sprung in die Gewinnzone und erreichte am späten Vormittag ein Tageshoch bei 1,1773 USD. Aktuell kostet der Euro 1,1762 USD.

Auch gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro zu und wird derzeit zu 1,1459 nach 1,1432 am Morgen und 1,1420 CHF am Mittwochabend gehandelt. Der US-Dollar notiert derweil im Vergleich zum Morgen praktisch unverändert auf 0,9742 (0,9744) CHF

Rückenwind bekam der Euro durch stärker als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus der Eurozone.

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09:15

Trotz positiven Vorgaben aus den USA und aus Japan gibt der Swiss Market Index unmittelbar nach Eröffnung nach. Am stärksten unter Druck sind Adecco. Der Swiss Market Index (SMI) gibt zum Start um 0,2 Prozent auf 9077 Punkte nach. Gestern gab er ebenfalls um 0,2 Prozent nach.

Novartis (-0,4 Prozent) und Roche (-0,2 Prozent) sind beide im Minus. Beide Unternehmen haben am Morgen über Neuigkeiten berichtet. So hat Roche für das Mittel Ocrevus zur Behandlung von Multipler Sklerose die Zulassung für den kleinen Heimmarkt Schweiz erhalten und Novartis hat eine Forschungs-Partnerschaft mit einer Uni in Kalifornien abgeschlossen. Novartis wird ausserdem gemäss einem Agenturbericht ein Interesse an dem französischen Unternehmen Advanced Accelerator Applications (AAA) nachgesagt.

Deutlich höher stehen SGS mit einem Plus von 2,8 Prozent. Dafür sei wohl eine Aufstufung durch Morgan Stanley erhöht auf "Overweight" verantwortlich, hiess es im Handel.

Clariant sind aktuell unverändert. Die Investorengruppe White Tale hat ihren Anteil am Spezialchemiekonzern zuletzt marginal ausgebaut, wie aus einer Pflichtmeldung an die Börsenbetreiberin SIX vom Donnerstag hervorgeht. Der Anteil von White Tale liegt neu bei 15,19%, nachdem zwei Tage davor 15,098% gemeldet worden waren. Für die Aktien von Clariant hat zudem Barclays das Kursziel leicht erhöht und das Rating "Equal Weight" bestätigt. Begründet wurde der Schritt mit der besser als erwarteten Entwicklung im Geschäftsbereich Catalysis.

Adecco (-1,0%) fallen relativ klar zurück, dies nach einer Ratingsenkung auf "Hold" von "Buy" durch Kepler Cheuvreux.

08:12

Der SMI legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,2 Prozent zu. 

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwochabend deutlich niedrigere Unternehmenssteuern, eine Senkung des Spitzensteuersatzes für Privatleute sowie niedrigere Steuersätze für Normalverdiener angekündigt. Allerdings liess er weitgehend offen, wie die Reform finanziert werden soll, ohne das Haushaltsdefizit weiter zu steigern.

Am SMI gibt Adecco als einziger Titel nach (-0,9 Prozent). Die restlichen Werte präsentieren sich positiv, am deutlichsten SGS (+1,1 Prozent), gefolgt von den beiden Pharmaschwergewichten Novartis und Roche (je +0,3 Prozent).

08:10

Die Aussicht auf Neuwahlen in Japan noch im Oktober und die Steuerpläne von US-Präsident Donald Trump haben an den Börsen in Japan für Kursgewinne gesorgt. Der Leitindex Nikkei 225 legte um 0,5 Prozent auf 20 363,11 Punkte zu. Etwas freundlicher war die Stimmung zum Teil auch in anderen asiatischen Märkten. Der CSI-300-Index , der die 300 grössten Werte an den Börsen Shanghai und Shenzhen abbildet, trat auf der Stelle.

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07:56

Die Ölpreise sind am Donnerstag im frühen Handel leicht gefallen. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am Morgen 57,79 US-Dollar. Das waren elf Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um neun Cent auf 52,17 Dollar.

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Am Dienstag hatte der Brent-Preis mit 59,49 Dollar den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren markiert. Seither sind die Rohölpreise gefallen. Fachleute begründen dies unter anderem mit dem zuletzt stärkeren Dollar, der Erdöl für viele Interessenten verteuert und dadurch auf der Nachfrage lastet. Trotz der jüngsten Preisrückgänge haben die Ölpreise seit Mitte Juni um 28 Prozent (Brent) beziehungsweise 22 Prozent (WTI) zugelegt.

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06:35

Vorgaben der Wall Street und ein schwächerer Yen haben der Aktienbörse in Tokio am Donnerstag zu Gewinnen verholfen. Der Nikkei legte um 0,6 Prozent auf 20.377 Punkte zu, während das Plus beim breiter aufgestellten Topix 0,4 Prozent beträgt. Grund für die Dollarstärke waren die Steuerpläne von US-Präsident Donald Trump. Er will die meisten Amerikaner finanziell entlasten und die Unternehmenssteuern deutlich senken. Der schwächere Yen führte dazu, dass etwa exportorientierte Unternehmen in Tokio auf den Kaufzetteln standen. Die Währung notierte im Vergleich zum Dollar mit 112,89. Ein Euro kostete 1,1738 Dollar.

(cash/AWP/Reuters)